Eine knappe antwort auf die frage, um was es in NUMMER 6 geht, ist nicht einfach zu geben.

Zu beginn der ersten episode "Die Ankunft" begegnet man einem wichtigen mann, der seinen job niederlegt und entführt wird. Für die nächsten dutzend storys bleibt es ein geheimnis, wer er ist und wo man ihn gefangen hält - und warum. Ob ihm die flucht gelingen und er frei kommen wird, entwickelt sich zu der frage schlechthin.

Patrick McGoohan hatte einen derart großen anteil an der herstellung der episoden, dass er beinahe in der figur Nummer Sechs lebte. McGoohan war verschiedentlich drehbuchautor, regisseur, ausführender produzent, schauspieler und ideengeber, er setzte skriptänderungen noch ununmittelbar vor dem drehtermin durch.

McGoohan forderte eine straffe regie. Auf standfotos sieht man ihn oft mitsamt kostüm hinter der kamera, zeichen dafür, dass er ganz schnell zwischen seiner oberaufsichtsposition und seiner rolle hin- und herwechselte, auch schon in den frühen tagen in Portmeirion.

McGoohan bestand auf schnellen schnitten und hat angeblich häufig den cuttern angegeben, szenen zu straffen und dialogteile zu entfernen.

Beim lesen von filmkritiken fällt einem hin und wieder eine bemerkung über den schauplatz oder die kameraarbeit auf. Im falle von Portmeirion wurde oft gesagt, der ort sei wie eine bühne, jede ecke, jedes gebäude erlaube in verschiedenen episoden eine andere atmosphäre.

Die ersten credits für die beeindruckende musik in NUMMER 6 gehen an Albert Elms, Wilfred Josephs, Ron Grainer und Robert Farnon. In mancher hinsicht war die musik so fantasievoll und ungewöhnlich wie der visuelle gehalt der episoden selbst. Von blechblasmusik zu psychedelischen stücken oder pop reicht die hervorragende auswahl.

Drehbuchautor George Markstein hatte um sich herum eine basis etablierter autoren, die er heranzog, wenn skripte zu schreiben waren, für die McGoohan, Markstein und David Tomblin neue ideen geliefert hatten. Mit dem verlauf der serie wurden die storys immer verschrobener und surrealer. McGoohans "Free For All" brachte ebenso wie "Die Anklage" fantasy-elemente in die episoden. Spätere storys wie "Living In Harmony" und "---3-2-1-0" stellten die serie geradezu auf den kopf. Und der abschluss mit "Demaskierung" war von der ursprünglichen prämisse von NUMMER 6 ganz weit entfernt, ein unterirdisches, surreales, und sicher ein zuvor nicht erwartetes szenario.

Ebenso wie viele andere aspekte der serie beeindruckend waren die männer und frauen auf der position des örtlichen stellvertreters der anonymen macht, und womöglich hätten sie auch höhere posten verdient gehabt. Die darstellungen dieser charaktere reichen von sinister bis humorvoll, von pompös bis sympathisch. Aber in jeder episode ein neuer Village-leiter, das war ein geniestreich, und daneben bedeutete dies auch: ein gaststar pro woche.

Die haupt-"nebendarsteller" in NUMMER 6 sind, natürlich, der Butler und der Supervisor.

Die nebendarsteller sind die farbtupfer in den geschichten und verhindern die fixierung auf lediglich den hauptstrang der erzählung über Nummer Sechs, die lage des mysteriösen Orts oder die frage, wie er daraus entkommen könnte.

Die statisten lassen auch erahnen, dass sie selbst einmal so waren wie Nummer Sechs. Sie sind eine ständige mahnung daran, dass er vielleicht wird aufgeben und für sehr lange zeit im Ort bleiben müssen.

Das 60er-jahre action-abenteuerformat bildet den hauptaspekt von NUMMER 6.

Der begriff "globales dorf" signalisiert, dass der planet mittels technologie zusammenschrumpft, entfernungen durch kommunikationsmittel und schnelles reisen unbedeutend werden. Der Ort aus NUMMER 6 liegt potenziell überall auf der Erde und ist ein gesellschaftlicher mikrokosmos als ganzes.

Der visuelle erfolg der serie verdankt sich wesentlich den bauten und zeichen ebenso wie der aufmerksamkeit für kleinigkeiten. Das emblem des Ortes, das hochrad, erscheint auf einer packung mit nähnadeln, auf konservendosen oder mineralwasserflaschen, auf fahrzeugen, ansteckern und briefpapier. Das hochrad - the Pennyfarthing - mit seiner ungewöhnlichen markisenbedachung, ist das hervorstechende symbol von NUMMER 6.

Was surrealismus betrifft, braucht man nicht weiter zu suchen als in einem kreis sitzende männer mit sonnenbrillen bei der anbetung einer pulsierenden weißen kugel.

McGoohan hat NUMMER 6 als allegorie bezeichnet. Sie erscheint als simple erzählung, die jedoch eine größere geschichte vorstellt, häufig religiöser art oder über das leben an sich. Vielleicht hat McGoohan den begriff allegorie auch zum teil mit autobiografie vermengt, weil so viele einzelheiten seines eigenen lebens in den episoden vorkommen. Schwer auszumachen innerhalb der episoden ist der soziale oder satirische kommentar, aber es gibt bemerkungen von McGoohan in zeitgenössischen interviews. Er bezog sich auf kriegsgefangene, regierungen mit zu großer macht, technologie, die zu schnell voranschreitet, fortschritt, der sich zu schnell ins soziale leben und in die erziehung ausbreitet.

Es ist schon oft bemerkt worden, dass die in NUMMER 6 zu sehenden technischen vorrichtungen und das mobiliar der standard von heute sind.

Nummer Sechs gibt sich mit seinem weiß gesäumten blazer nicht zufrieden. Er trägt eine reihe weiterer kleidungsstücke in den episoden. Im Ort gibt es ansonsten keine eindeutige uniform, was einfluss hat auf den stil der serie.

Die hohe schauspielerische qualität unterscheidet NUMMER 6 von anderen "transatlantischen" versionen von action-abenteuershows der 60er jahre. Die namen der gaststars zu beginn jeder episode bedeuteten einen zusätzlichen anreiz, sich die serie anzusehen.

 

The Prisoner Nummer 6


SITEMAP

Serien gehören zum bodensatz des fernsehens, omnipräsent und so unendlich wie das medium selbst. Die wenigsten kratzen auch nur an der unterseite unserer aufmerksamkeitsschwelle.
UNWAHRSCHEINLICHE GESCHICHTEN war eine, dies es tat, der klassiker TWILIGHT ZONE.
Dieser titel steht ein für alles, was mit dem begriff TV-magic verbunden ist.

Fantastisches fernsehen
der 60er jahre, das ist
auch eine beschwörende formel:
"Wir sehen uns!"
oder L'année dernière
au Village:

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SEHEN
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Die in NUMMER 6 verwendete musik speist sich aus zwei bereichen: eigens komponierte sowie präexistierende stücke. Die bedeutendsten beiträge in sachen musik für die serie leisteten die folgenden personen:

Robert Dearberg: Er benutzte gern präexistierende ton- und musikstücke in kombination mit speziell komponierten titeln. Dearberg war musikredakteur bei "Die Glocken von Big Ben", "Schachmatt" und insbesondere bei der für die gesamtstimmung sehr wichtigen ersten folge "Die Ankunft" und verließ anschließende die produktion.

Albert Elms (1920 - 2009): Wahrscheinlich der zweit-einflussreichste der komponisten, die mit NUMMER 6 beschäftigt waren. Elms war verantwortlich für "incidental-" (d.h. hintergrund-) musik in der serie (siehe im text weiter unten) sowie die synchronisierung von ton- und musikausschnitten mit der handlung.

Robert Farnon (1917 - 2005): Sein erster entwurf einer NUMMER-6-titelmusik im orchesterstil des western THE BIG COUNTRY wurde sogleich verworfen. Einige der dramatischsten incidental-stücke stammen aber von ihm. Für zahlreiche filme und serien lieferte Farnon die musik.

Ron Grainer (1922 - 1981): Bekanntester und einflussreichster komponist der serie. Seine stücke für den titel und abspann sind die markenzeichen von NUMMER 6. Er arbeitete seine titelkomposition auch für die kommerzielle verwertung im popmusikbereich um, war damit aber wenig erfolgreich. Grainer komponierte in den 60er und 70er jahren professionell soundtracks u.a. für die fernsehserie MAIGRET und DER MANN MIT DEM KOFFER und war 1978 ehrengast bei der ersten PRISONER-convention.

Wilfred Josephs (1927 - 1997): Josephs sollte ursprünglich den titelsoundtrack entwickeln, seine arbeit wurde jedoch von McGoohan abgewiesen. Die komposition ist allerdings in der "alternativen" version der "Ankunft" zu hören ebenso wie in der endfassung dieser episode als hintergrundmusik in der szene, in der Nummer Sechs am swimmingpool vorbeigeht.

Eric Mival (1939 - *): Er war musikredakteur bei 13 episoden und arbeitete eng mit Elms zusammen. Seine aufgabe war es, sich die szenen jeder episode anzusehen und musikstücke zu finden, die exakt der stimmung entsprachen und geeignet waren, sie der erforderlichen länge und beschaffenheit der jeweiligen szene anzupassen. Er schrieb das "gebetsbuch", welches archivstück in welcher szene verwendet werden sollte. Es war seine idee, das Beatles-stück "All You Need Is Love" in der letzten folge "Demaskierung" zu verwenden.

John S. Smith: Smith war eigentlich filmcutter und war als musikredakteur nur an der episode "Das Amtssiegel" beteiligt. Er arbeitete eng mit McGoohan zusammen und setzte dessen ideen um; letztlich ist er dafür verantwortlich, dass die episode "Die Anklage" in der heute bekannten form realisiert wurde.

Wilfred Thompson: Tonmeister bei NUMMER 6. Gewissenhafter mitarbeiter, verantwortlich für die geräusche von Rover sowie viele andere toneffekten. (Alle angaben von Larry Hall)

• CD-SOUNDTRACK-SETS
• DIE RON-GRAINER-STORY
• MUSIK BEGINNT, WO WORTE ENDEN
• LIEBE IST ALLES, WAS IHR BRAUCHT
• DER HÜFTKNOCHEN KOMMT WIEDER ZUM BECKENKNOCHEN
• VILLAGE MUZAK

• DIE KOMPONISTEN

NUMMER 6 LAUSCHT DEM NACHMITTAGSKONZERT DER VILLAGE BAND, ODER DOCH NICHT?

Käuflich zu erwerben ist immer noch die zweite auflage des soundtrack-CD-packs von SilvaScreen.

ERSTES SET __

NEUES SET __

DIE ZUSAMMENSTELLUNG DER TRACKS IM NEUEN SET IST UNTERSCHIEDLICH,
ZUSÄTZLICH ENTHALTEN SIND DIALOGAUSSCHNITTE

DIE RON-GRAINER-STORY

Über 42 jahre ist es her, seit die titelmusik für NUMMER 6 in den Denham-Studios von Middlesex in der nacht zum Sonntag, des 5. März 1967 aufgenommen wurde. Seit mitte des jahres zuvor war man damit beschäftigt gewesen, und in den dazwischen liegenden monaten waren zwei ansätze verworfen worden. Das erste titelstück stammte von Robert Farnon, dessen mächtiges thema sich an motiven des klassischen westerns THE BIG COUNTRY orientierte. Diese version stieß jedoch sofort auf ablehnung. Daraufhin wurde Wilfred Josephs beauftragt, eine alternative zu finden. Sein aufmüpfiges, forderndes thema klang beinahe dissonant. Immerhin überlebte es als anwärter bis in die zeit der post-production.

Wer die alternative version der episode "Die Glocken von Big Ben" gesehen hat, hat auch Josephs stück zu beginn der episode gehört. Und wer die originalkomposition nicht im ohr hat, findet eine gemäßigtere version davon in "Die Ankunft", und zwar, als Nummer Sechs am swimming pool samt badender schönheiten vorbeigeht. Hier erklingt das Josephs-stück im hintergrund. Inzwischen hatte man sich auch an Ron Grainer gewandt. Eric Mival, bei NUMMER 6 verantwortlich für die musikauswahl,

The Wilfred Josephs PRISONER Theme

Wilfred Josephs was then asked to write the theme. This time a little more insight was given into THE PRISONER's style and he produced a more appropriate big-band tune with lots of percussion and punchy brass. Unfortunately it was a bit too much over the top and it too was rejected.

Wilfred Josephs Recording Session
Denham Master Roll 16
One track available only
Length 2:19

Actually there's not much to go on here as the complete recording session tape has never come to light. It's probable he would have done a complete session to include the usual opening and closing themes plus variations and ins-and-outs but all that remains is his version of the "opening titles" theme dropped into the "working copies" tapes. It's sandwiched in between a bunch of what I can only decribe as "odds and ends" so was obviously never seriously considered. Having said that, the theme isn't so bad and it certainly works very well as incidental music. You can hear it, albeit re-arranged and re-rescorded by Albert Elms, as Number Six approaches the helicopter during the escape attempt in "Arrival".
Like the Robert Farnon theme, the Josephs' one is shorter than expected and confirms that the title sequence was originally intended to be mainly sound effects. Also, Ron Grainer wrote his theme to fill the whole title sequence (length-wise), and his manuscript reveals he wrote a lot more music (density-wise) than he actually recorded. The Grainer theme is exactly the length of the sequence but the manuscript reveals a lot of crossing-out, again perhaps indicating that McGoohan wanted a thinner music track with more emphasis on sound effects.

Larry Hall (SIX OF ONE)

erinnert sich, dass Grainer das titelthema aufgriff, als McGoohan es vor sich her pfiff! Grainer machte sich an die arbeit und entwarf zuerst eine ruhige cembalo-fassung des späteren titelthemas.

Die frühere Grainer-version trug den arbeitstitel "The Age of Elegance". Wer sich mit filmen und musik auskennt, dem dürfte der filmtitel DER OMEGA-MANN von 1971 bekannt sein, in der Charlton Heston die hauptrolle spielt. Die musik stammte von Ron Grainer, manche passagen haben eine starke ähnlichkeit mit seinem NUMMER-6-thema. Drei jahre vor seinem tod gab er zu, dass da eine gewisse ähnlichkeit war, und er erzählte von seiner vorliebe für musikalische "modellsequenzen". "The Age of Elegance" ist auch auf den SilvaScreen-CDs enthalten, im booklet gibt es informationen dazu.

SIX OF ONE, die Prisoner Appreciation Society, produzierte 1987 eine flexidisc mit dem "Elegance"-stück. Larry Hall schrieb damals in den liner-notes: "Seine ursprünge liegen im dunkeln, aber das arrangement hat einen ähnlichen aufbau wie die gewohnte fassung, die mehr up-tempo ist. Daraus kann man schließen, dass dies Grainers originale version des thema war. Es wird angenommen, dass Patrick McGoohan die melodie beisteuerte und eine verschärfte kombination von instrumentierung und tempo haben wollte."

Das NUMMER-6-titelstück erschien 1978 erstmals auf einer vinyl-EP, produziert von SIX OF ONE. Allerdings stammte das stück von einem ITC-masterband der episode "Die Ankunft" und enthielt also auch die toneffekte. Auf dieser inzwischen gefragten aufnahme hört man demnach das röhren des fahrzeugmotors, den ticketautomat an der einfahrt zur tiefgarage und so weiter. Ohne diese effekte erschien das titelstück erst 1985 auf platte. BAM-CARUSO veröffentlichte später einen sampler mit musik aus der serie. Und es gab sogar eine bootleg-CD des BAM-CARUSO-albums.
1989 erschien von SilvaScreen ein PRISONER-sampler, diesmal auch als cassette und CD erhältlich. Und seitdem sind viele weitere veröffentlichungen mit PRISONER-musik erschienen, die hier nicht alle genannt werden können.

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VON 1986 STAMMT DIESER PRISONER-LP-SOUNDTRACK AUF VINYL, ERSCHIENEN
BEI BAM-CARUSO. DANK AN HEINZ WIPPERFÜRTH FÜR DAS BILDMATERIAL

Eine version des titelthemas darf freilich nicht vergessen werden. 1967 veröffentlichte RCA Victor "The Prisoner" vom Ron-Grainer-Orchester. Dabei handelte es sich aber um eine kommerzielle version des themas, die eindeutig auf die charts zielte. Sie hatte nur noch wenig ähnlichkeit mit dem stück, das wir alle kennen und schätzen.
Diese version wurde im September 1967 in den RCA-studios in London aufgenommen, gerade einmal 14 tage, bevor die serie auf die fernsehschirme kommen sollte. Anzunehmen, dass

The Robert Farnon PRISONER Theme

Robert Farnon's brief from Patrick McGoohan was to write him a theme for THE PRISONER and make it big, "something like THE BIG COUNTRY theme", which had been a major Western film. Whether Farnon misunderstood, we'll never know, but what he wrote was exactly like THE BIG COUNTRY with powerful sweeping strings and strong imaginative rhythms. A wonderful theme for a Western which in other circumstances would still be played today, but unfortunately it was totally inappropriate for a spy/secret agent/surrealistic drama like THE PRISONER.
The Farnon theme, like all the PRISONER music, was recorded at the Denham studios. Blissfully unaware that his efforts were destined for the dumpster, the composer conducts the session himself, his Canadian accent can be heard while discussing a "missing diminuendo" at one stage and an occasional "Sorry, Bob" comes over as a musician plays a bum note or two. This session includes variations on his basic theme for opening titles and closing credits plus two 'ins-and-outs' for commercial break segues. The timings are different to the ones used by Ron Grainer and it appears that the original title sequence for THE PRISONER was to have just sound effects to begin with, then gradually bring the theme in as the McGoohan character leaves Westminster. It certainly doesn't fit any other way.

Larry Hall (SIX OF ONE)

Grainer und RCA sich einen hit versprachen, denn man erwartete, dass die fernsehserie ein ein großer erfolg würde. Daraus wurde dann leider nichts, die serie war beim durchschnittspublikum kein erfolg. Und so blieb die single eher unbeachtet.

Das arrangement ist recht jazzig und das stück klingt eher laut und roh im ohr. Im mittelteil ist es sogar penetrant, dass man vergisst, wozu es eigentlich dienen sollte. Überraschenderweise wurde diese version aber zum gesuchten sammlerstück.

Dank Larry Halls engagement besitzt SIX OF ONE einige originalexemplare von Grainers handschriftlichen blättern zur RCA-veröffentlichung der titelmusik wie auch der schlusstitel - im A3-format, mit 27, 13 bzw. 9 seiten!

Die noten der eigentlichen titelmusik wurden im gegensatz zu dem RCA-chartstitel nie kommerziell veröffentlicht. Er ist inzwischen unter sammlern ebenfalls sehr gefragt und erschien 1967. Auf dem titel sieht man McGoohan und die hubschrauber-speedbootjagd aus "Free For All". Etwas irreführend heißt es da: "Theme from the ATV network presentation The Prisoner". Gareth Bramley, früher SIX OF ONE-mitglied, überließ der society dankenswerterweise ein exemplar des 1967 von New World herausgebrachten notenheftes.

Larry Hall besorgte ein tape mit Grainer-aufnahmesessions, aus denen auch das berühmte ITC-PRISONER-thema entstammt. Während dieser sessions kam es zu mehreren takes und alternativen arrangements. Ein solches arrangement ist auch auf den PRISONER-CDs enthalten, hören Sie sich die titelmusik der episode "Demaskierung" an!
Im vergleich zum gewohnten titelthema geht die musik an der stelle weiter, wo Nummer Sechs sich nach der bewusstlosigkeit vom sofa erhebt und auf den Ort blickt. Wer gute ohren hat, erkennt hier einen patzer bei den bläsern. Es ist amüsant, die verschiedenen sessions des tapes anzuhören. Man merkt, dass die musiker mit etwas mehr übung es hätten besser machen können. Durch die unterschiedlichen tempi und gegenläufigen motive brauchte man mehrere versuche, bis sich das titelstück schließlich so geglättet herausschälte. Die zeit im studio muss auch sehr knapp gewesen sein, denn die musik zu den bildern war noch nicht hundertprozentig perfekt, wie bei "Demaskierung" zu hören.

Auf Grainers manuskript des titelstücks sind einige interessante anmerkungen. Auf dem cover listet er die instrumente auf:
2 trompeten
2 flügelhörner
2 basstrompeten
orgel
piano
2 elektrische gitarren
kesselpauken
trommel und schlagzeug.
Auf szenenmarkierungen ist z.b. festgehalten: flugfeld, fahrzeug, Westminster Bridge, Houses Of Parliament, Pat dreht sich nach rechts, korridor, faust auf schreibtisch. Im weiteren verlauf dann: "Resigned"-schild (anm.: das im deutschen serienvorspann weggelassen wurde), überblendung auf schreibmaschine, Pat im auto, korridor, Pats titelschriftzug, zoom auf fahrzeug und "The Prisoner". Gegen ende des stücks totengräber, mann auf treppe, gas durch schlüsselloch, schließlich "fällt auf bett" bei minute 1:44. Abblende und ende dann bei minute 1:47. Das alles sieht in Grainers handschrift extrem kompliziert aus. Dafür dass es ihm gut gelungen ist, die vertracktheit des titelthemas der komplexität des titelvorspanns anzupassen, hätte Grainer eine medaille verdient.
Eine kostprobe für die, die es noch nie gehört haben (144 kB).

Das kürzere schlussthema endet bei minute 1:07, im allgemeinen gilt es als "straffer" als das titelthema. Und ganz sicher bleiben die letzten takte jeder episode, wenn Rover über die wellen gleitet, in erinnerung. Damit ist die geschichte des NUMMER-6-titelstücks abgeschlossen. Natürlich sollen auch die anderen an der musik zu NUMMER 6 beteiligten nicht vergessen werden, besonders zu nennen ist hier Eric Mival.

Wirklich unvergesslich bleiben jedoch Grainers mitreißendes titel- sowie das schlussthema. Grainer starb 1981. Als ehrengast war er 1978 bei einer SIX-OF-ONE-convention (im heutzutage nicht mehr existierenden Thatched Barn Hotel in Borehamwood) aufgetreten. Neben seinen zahlreichen fernseh- und filmmusiken erinnert man sich natürlich vor allem an seine titelmusik für NUMMER 6.

Ron Grainer's session is more easily catalogued as the pieces are easily identifiable and I can refer to his notes on the manuscript. Surprisingly, his session is the sloppiest of the lot, with certain musicians finding the going very difficult. The trumpets, for example are often guilty of bum notes and false starts. The drummer also has his problems and, in one take he plays at an ever-increasing pace, finally ending up several bars ahead of everyone else. The first take of the title theme ishorrendous!

When Patrick McGoohan called Ron Grainer in to discuss writing the theme, legend has it that McGoohan whistled a few bars of what he thought might be a good "tune" and asked him to go away and expand it into the required piece. Whether that's true or not, I don't know, but whatever came back met with approval and, on Sunday 5th March 1967, Ron Grainer and session musicians recorded numerous takes of the main theme from 2 PM onwards at the Denham Studios, in Middlesex, UK.

Eric Tomlinson was the sound mixer. He now works at Abbey Road studios where "All You Need Is Love" was re-mixed. Unfortunately there are no surviving records of who the musicians were except that some research reveals that the following were at some or all of the recording sessions.

Martin Kershaw - Lead Guitar
Vic Flick - Lead Guitar
Terry Walsh - Electric bass
Roy Willocks - Woodwind

The best-known of these is Vic Flick who provided that distinctive liquid guitar which provides much of the feel of the piece. Besides being a session musician, he was part of The John Barry Seven who had a number of hit records in the early seventies. John Barry became a rather famous composer and, among a lot of other things, wrote and recorded the James Bond theme with Vic Flick playing lead guitar and providing the distinctive "DANG-a-dang-dang-DANG-dang" hook which everyone remembers. As another piece of trivia, the James Bond theme was recorded at CTS studios where we re-mastered the first Prisoner soundtrack album.

Martin Kershaw recalls that the score he was shown was covered in crossings-out and pencil markings; "That was how the session scene was, back then. Parts were written in the back of taxis on the way to sessions ? sometimes the copyist would be working as you played a take."

"Ron Grainer wanted a twin lead guitar sound, and because the studio had no multi-track facilities, he hired two players. Ron really knew what he was doing with guitar scores. He understood what was possible between strings, and all about the instrument's range. In The Prisoner, he scored for two rhythm guitars, playing different positions for a really big chord sound."

The band finished the music for the show in that one Sunday afternoon session, but this wasn't particularly unusual at the time. Vic Flick; "There was no room for second-rate guitar playing ? although there was a lot of work around, it was incredibly competitive. You would just sight-read what was in front of you and go home. To be honest, I can't even remember the session"

Larry Hall (SIX OF ONE)

"DOCTOR WHO & OTHER CLASSIC RON GRAINER THEMES"

Der CD-sampler in wenig ansprechener verpackung, erschienen bei Play It Again, enthält nicht die original-titelmusik, jedoch Grainers "The Age Of Elegance" sowie u.a. die titel zu den serien DER MANN MIT DEM KOFFER und MAIGRET.

Erschienen im SIX-OF-ONE-magazin Number Six 29/1991; aus dem englischen von Arno Baumgärtel; die auszüge in kästen sind der nicht mehr existierenden website von Larry Hall entnommen. Sie ist bei archive.org unter "Wayback machine" in verschiedenen ausbaustadien einsehbar, wenn man in der suchmaske "www.the-prisoner-6.freeserve.co.uk/" eingibt.

"MUSIK BERUHIGT DAS GEMÜT."
"MUSIK BEGINNT, WO WORTE ENDEN."

Einzig in der episode "Hammer oder Amboss" finden sich die obigen slogans. Nicht unmittelbar ersichtlich ist indes, warum die verantwortlichen im Ort gerade der musik so ein besonderes gewicht beimessen. Immerhin beschäftigt der Ort eine eigene

blaskapelle bzw. band, die - dem charakter als kur- oder ferienort entsprechend - öffentliche konzerte gibt. Als kalkül mag der unterhaltende und zum teil beschwichtigende charakter von musik eine rolle spielen.

Vielleicht aber sind es auch eher die produzenten der serie. Sie haben natürlich recht. Kein kinofilm, keine fernsehserie kommt ohne musikalische untermalung aus. Schon die allerersten filmvorführungen ende des 19. jahrhunderts hatten wie die meisten kleineren und mittleren kinos der stummfilmzeit eine klavierbegleitung. Und die größten lichtspielhäuser leisteten sich eigene orchester. So kann noch das ödeste synthesizer-gedudel einer filmwahrnehmung eine völlige andere richtung geben. Was filmmusik leistet, bemerkt man indes oft erst dann, wenn es keine gibt und diese abwesenheit als dramaturgisches mittel eingesetzt wird.

"Music begins where words leave off" ist offenbar die englische übersetzung des deutschen originalzitats "Wo die sprache aufhört, fängt die musik an" von ETA Hoffmann (1776 - 1822). Kleine, leicht übersehene verweise auf die vielfältigen wurzeln der serie NUMMER 6 im allgemeinen. In "Hammer oder Amboss" spielt "source music", das von einer schallplatte abgespielte stück "L'Arlésienne" von George Bizet eine markante rolle. Die anmutung des PRISONER-Villages als kurort wird durch die von

DIE VILLAGE BAND IN AKTION

der Village-Band interpretierte musik unterstrichen. Als "source music" dient nicht nur der bei vielen gelegenheiten zu hörende "Radetzky Marsch" vom bekannten Johann Strauß (probe: längen- u. qualitätsreduzierte probe), sondern auch etwa ein stück von Arnold Steck (i.e. Leslie Statham), das sinnigerweise den originaltitel "Freedom Of The City" trägt (probe:längen- u. qualitätsreduzierte probe). Zudem das passend als "Village afternoon concert" bezeichnete schmissige "Double X" von C.H. Jaeger. Beide nur gefühlt, jedoch nicht wirklich 19. jahrhundert.

Platzkonzerte sind besonders in kurstädten eine sehr beliebte unterhaltungsform. Obwohl das repertoire von leicht angepopptem bis zur kammermusik umfassen kann, wird ein typisches platzkonzert mit eher schwungvoll-zackiger volkstümlicher musik bestritten, auch märsche fehlen nicht, wenn sie in ziviler gewandung gegeben werden.

"LIEBE IST ALLES, WAS IHR BRAUCHT..."

--- The Beatles (1967)

Neben der berühmten NUMMER-6-titelmusik von Ron Grainer finden sich die unter "tracks" genannten stücke, darunter die "Farandole" von Georges Bizet, arrangiert von Albert Elms, sowie die musik zum karnevalsumzug, eine originalkomposition

von Elms. Nicht jedoch "All You Need Is Love". Das stück wurde am 25. Juni 1967 aufgenommen. Music editor Eric Mival sagte zur auswahl dieses titels, McGoohan habe sich von dem stück erhofft, es würde sich ebenso wie die serie als eine art zeitkapsel erweisen. Interessanterweise sind die ersten takte dieses songs die der Marseillaise, der französischen nationalhymne. Mehr....

McGoohan and The Beatles

Arguably the two finest British exports of 1967 were The Prisoner and the Beatles' famous "Sergeant Pepper" album. Of course, the two were in fact linked by the use of their 1967 anthem "All You Need Is Love" in "Fall Out". Patrick McGoohan spoke highly of the group, during the same year in a T.V. World magazine interview: ''I think The Beatles are marvellous. They are venturing into astonishing fields of music and are really searching in their embryonic 'retirement' to find new sounds. I am always listening to their latest work and get something new out of it each time I hear it. They epitomise the age. They parody all the things we grown-ups pay lip service to, but don't practise. In one of their latest numbers they sing "All you Need Is Love" - just that, over and over again. Afterwards you realize that love is the thing that we have least of. They parody such ambiguities''.

Eric Mival, Music Editor on the Prisoner, recalled that the decision to use "All You Need Is Love" on the "Fall Out" soundtrack cost the princely sum of £48. Commenting on the series generally, he says there was the feeling that new ground was being broken and that the principles by which McGoohan governed his life came through in the series.

Patrick Kilmer writes: "The offer was made to McGoohan [to direct their movie] after the Beatles watched the last episode, in which they knew their song 'All You Need is Love' was being used. They were impressed with McGoohan's style, and with the debacle of self-directed Magical Mystery Tour fresh on their minds, they were looking for a director with whom they felt in sync but who would do a more professional job. Unfortunately, McGoohan had already made his decision to move out of the country, so nothing ever came of this missed opportunity; the Beatles lost interest in active movie-making and only put in a token cameo at the end of Yellow Submarine." (evidence for this appears in George Harrison's autobiography)

In relation to the Beatles, a curious similarity exists between the Beatles movie HELP! (filmed in 1965) and "The Girl Who Was Death" episode. HELP! features a pair of Number Twos Leo McKern ("Fall Out") and Patrick Cargill ("Hammer into Anvil") as the evil baddie and chief inspector respectively. The plot of HELP! involves a mad scientist trying to take over the world and a mysterious beautiful girl who leads the heroes onward.

Zusammenstellung: Larry Hall (SIX OF ONE)

"Hip bone connected to my thigh bone
Thigh bone connected to my leg bone
My leg bone connected to my ankle bone.
I get so hung-up on bones.
Dr. Funkenstein, here.

Preoccupied and dedicated
To the preservation of the motion of hips.
"

--- "The Clones Of Dr. Funkenstein", George Clinton/Parliament 1976

Ein titel aus dem bereich incidental music ist auf keinem der CD-sets enthalten: "Dem Bones", auch "Dry Bones", in einer fassung der Four Lads. In den 50er und 60er jahren war diese

ALEXIS KANNER ALS NUMMER 48:
" THANKS FOR THE TRIP, DAD! - HÖRT DAS WORT DES HERRN"

kanadische acapella-gruppe mit gospel-interpretationen recht erfolgreich. Ihre version des alten spirituals wurde 1962 auf LP veröffentlicht. In den 90er jahren kam eine limitierte neuauflage als single heraus, vertrieben von SIX OF ONE.

Incidental, d.h. ohne konkret erkennbare quelle, ist es zu hören in der letzten episode "Demaskierung" beim auftritt des von Alexis Kanner gespielten jugendlichen rebellen Nummer 48, vor der versammlung der maskierten und nochmals, als die kleine truppe um Nummer Sechs auf dem weg zurück nach London ist. Zu diesem zeitpunkt gibt es schon länger keine nennenswerten dialoge mehr; ein umstand, der den chaotischen produktionsverhältnissen zuzuschreiben ist. Man kann viel gegen diese abschließende episode einwenden. Diese - wie schon andere non-verbalen - momente aber sind grandios.

Nummer 48 mischt die versammlung der maskierten gehörig auf und injiziert ihr eine portion anarchie, indem er unaufhörlich den text von "Dem Bones" halb rezitiert, halb singt - ...was sich schlimmer liest, als es in der deutschen fassung dargeboten

DEM BONES "COLLAR BONE'S CONNECTED TO THE NECK BONE,
NECK BONE'S CONNECTED TO THE HEAD BONE.

wird: "Der hüftknochen kommt wieder zum beckenknochen; der armknochen kommt wieder zum schulterknochen...; und hört das wort des Herrn!" Tatsächlich, das establishment, die versammelten maskierten erheben sich von ihren sitzen, geraten

The Four Lads and "Dem Bones"

Another addition to the list of musical oddities used in THE PRISONER episode "Fall Out" was a rendition of an old negro spiritual "Dem Bones" recorded by The Four Lads, a vocal group formed in Toronto, Canada around 1950. The lineup of the group has changed over the years and only one of the original members remain, but they are still active today and you could very easily book them to appear at your PRISONER get-together to sing "Dem Bones" just for you!

The Four Lads first-release LP's are extremely rare and a virgin copy of their 1960's album sells for more than $200. However, their music is re-released from time-to-time and it might be possible to find the track on a re-issue. The version of "Dem Bones" chosen for "Fall Out" comes from a 1962 album called "Dixieland Doin's" which was a Kapp recording released on the London label in stereo, catalogue number SAH-R 6213. The distinctive instrumental backing comes from the "Swingin' Nine Minus Two" and the album was produced by Joe Shermon.

Coincidentally, another of the tracks on this album was called "Do Not Forsake Me Oh My Darling", the same as a PRISONER episode. The song actually comes from the Gary Cooper film HIGH NOON and both film and song were very big during what would have been Patrick McGoohan's formative years. The film was all about a man in a small community having to stand up alone against great danger on a point of principle - sounds familiar, doesn't it?
The song lyrics include the line "Do not forsake me, oh my darling - on this our wedding day" and another one goes "For I must face the man who hates me". Obviously it was written and recorded a long time before THE PRISONER but, remembering that the "Do Not Forsake Me" episode title was changed from "Face Unknown", one can speculate that perhaps the song title, lyrics and nature of the film inspired that change.

The Four Lads sang close harmony and capella and were much influenced by negro spirituals and gospel music. They produced an enormous number of very popular recordings. Formation of the original group took place in Toronto where all the members had been choirboys. Original members included James Arnold (first tenor) Connie Codarini (bass) Frank Busseri (baritone) Bernard Toorish (second tenor). They launched their professional career in 1950 singing in local clubs around Toronto.

In 1952 Columbia released their first hit, "The Mockingbird". Among their others were "Moments To Remember" and "No, Not Much" written by the songwriting team of Bob Allen and Al Stillman, who wrote Johnny Mathis's big hit "Chances Are". They received their first gold record in 1953 for "Istanbul." With Columbia Records The Four Lads produced 73 numbers. Their success story included the sale of some 50 million singles and albums to date. Bernie Toorish (shortened to "Torish") is leader of the group, sings second tenor and does all the vocal arranging and orchestrating. As an eighth grader at St. Michael Choir School, he sang with the "Jordanaires", forerunner of The Four Lads, with the accent on church music. Early on, Bernie was greatly impressed by the Golden Gate Quartet, then famous in the United States for its Negro spirituals, and he sang many of its songs.

During its heyday, the Lads had fan clubs totaling 150,000 members. In Pittsburgh alone there were 20,000. But their popularity, which reached its zenith in 1957, began to decline as the pendulum swung to folk music and later rock.

After a number of changes in personnel, the group finally broke up, with Bernie joining Equitable as an insurance underwriter, a job he continues to hold today.

He reactivated the quartet after a 17-year hiatus (he calls it a sabbatical). Teamed with him to make up the latest edition of The Four Lads are Peter (Pete) Selvaggio of Lakewood, bass singer and one of the finest jazz pianists around; James (Jimmy) Murphy, high tenor, who lives in South Euclid; and Frank Albano, baritone, of Euclid, who plays the keyboard and handles the synthesizer. The 1992 Four Lads: Jimmy Murphy, Frank Albano, Pete Selvaggio, Bernie Torish

Today The Four Lads continue their musical history bringing exciting and truly "golden" performances to receptive audiences on cruises, at conventions, night clubs, dinner theatres, concert halls and Nevada's hotel-casinos.

Zusammenstellung: Larry Hall (SIX OF ONE)

ins schwingen, klatschen, die verknöcherung buchstäblich und im übertragenen sinn beginnt sich zu lösen... Aber das ist nur von kurzer dauer. Nummer 48 wird in eine projektilähnliche kapsel eingeschlossen und in einer untergrundzelle verwahrt.

Nach der flucht, unterwegs... Die szenen auf dem weg nach London zeigen Nummer Sechs, Nummer 48 und die frühere Nummer Zwei in der auf einem tieflader mon tierten wohnzelle aus der vorletzten episode "Pas de deux" und tanzend zu den klängen von "Dem Bones", die nun aus dem autoradio zu hören sind. Ein herr mit bowlerhut verliert beim vorbeifahren fast die kontrolle über sein fahrzeug und zieht leicht indigniert schnell vorbei.... Hip bones.

NACH DER FLUCHT AUS DEM ORT...
WUNDERBARE ANIMATIONEN, QUELLE: HTTP://DEANXIETIZED.TUMBLR.COM

Den "alten knochen" reverenz erwiesen hat auch schon der große altmeister des P-Funk, George Clinton (siehe oben). Das stück ist wie das Pennyfarthing - das hochrad - so merkwürdig unzeitgemäß und darum auffällig innerhalb der serie.

Ein typischer vertreter sogenannter source music, solcher musikstücke also, die einer quelle im handlungszusammenhang zuzuordnen sind, ist der leitmotivische von der Village-Band intonierte "Radetzki-Marsch" von Johann Strauß, die heimliche titelmelodie von NUMMER 6. Diesen bittersüßen operettenarmeemarsch hört man auch in anderen episoden, meistens in situationen, in denen der Ort wieder die oberhand über Nummer Sechs behalten hat.

Abgesehen von der im bild oder außerhalb des bildes von der Village Band gebotenen musik, spielt die typische hintergrundbeschallung in NUMMER 6 eine nicht unwichtige rolle.

Village-muzak läuft als akustische tapete im Village-radio und schwillt unmerklich an. Sie weckt am morgen und säuselt am abend in den schlaf. Von Brian Eno wurde diese spezielle ausprägung funktionaler musik als ambient music oder fahrstuhlmusik geadelt ("Music For Elevators"). Typischerweise hat sie keinen anfang und kein ende, keine höhepunkte, kaum dynamik. In NUMMER 6 wird sie dramaturgisch eingesetzt, zeigt sowohl bei Nummer Sechs als auch beim publikum ihre wirkung. In der ersten episode begleitet M. Lubbocks "Moon Lullaby" (probe:längen- u. qualitätsreduzierte probe) Nummer Sechs, als er seine neue unterkunft in augenschein nimmt. Und auch als zuschauer geht diese muzak einem (gezielt) auf die nerven. Village-muzak ist überall und immer schon. An einem punkt kann er sie nicht mehr ertragen und zertrümmert sein radio, ohne freilich damit die quelle zu treffen.

Den komponisten der am stärksten in diese richtung neigenden titel darf man dabei nicht unrecht tun. Denn ihre lullabies - und sie heißen wirklich so: etwa "Lullaby for Isabelle" von P. Aliprandi sowie der eine oder andere mehr - sie sind nicht wirklich muzak, aber sie funktionieren im gegebenen kontext so.

• DIE KOMPONISTEN
• CD-SOUNDTRACK-SETS
• DIE RON-GRAINER-STORY
• MUSIK BEGINNT, WO WORTE ENDEN
• LIEBE IST ALLES, WAS IHR BRAUCHT
• DER HÜFTKNOCHEN KOMMT WIEDER ZUM BECKENKNOCHEN
• VILLAGE MUZAK

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GUILLAUME GRANIER: DIE BEDEUTUNG VON SPRACHE


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  "Wir sehen uns!" oder L'année dernière au Village The Prisoner · Nummer 6

 

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