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Von Jana Müller

Der Ort döste friedlich in der Mittagssonne. Ein paar ältere Herrschaften gingen spazieren, die Regenschirme geschlossen an den Handgelenken baumelnd. Zwei Kellnerinnen genossen ihre Pause bei einem Kaffee und unterhielten sich. Das Steinboot war gut besucht. Nur ein bisschen warm war es.
Nummer Sechs und der Admiral spielten Schach, als die Lautsprecherdurchsage höflich nach der geschätzten Aufmerksamkeit verlangte.

 

THIS TEXT IN ENGLISH

Wieder ein wunderschöner Tag! Wir sind glücklich, ihnen mitteilen zu können, dass es uns nun noch besser möglich ist, auf Ihre Bedürfnisse einzugehen. Dank eines völlig neuartigen Gerätes, das Sie wie ein Armband tragen können, sind wir nun noch besser in der Lage …

"Schöner Tag, Nummer 18!"
"Schöner Tag, Admiral.  Hallo Nummer Sechs."
"Hm."

...Ihre Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen,
noch bevor Sie…

Nummer Sechs brütete gerade über einem schwierigen Zug. Er sah kurz auf und lächelte, wandte sich dann aber wieder dem Schachbrett zu.

"Wer gewinnt?"

...damit es uns zum Wohle der Gemeinschaft, hier bei uns ...

"Das kommt darauf an. Der Richtige."

Nummer Sechs traf seine Entscheidung und zog. Nummer 18 sah neugierig zu. "Ein guter Zug?" fragte sie den Admiral, der respektvoll schweigend das Schachbrett betrachtete. "Das kommt darauf an. Der Richtige.", erwiderte stattdessen Nummer Sechs. Der Admiral schmunzelte. Dann vertiefte er sich in seine taktischen Überlegungen.

Jeder Einzelne zählt. Helfen Sie uns, Sie zufrieden zu stellen, damit…

"So ein Schmarren", brummte er schließlich. Dann zog er. "Was heutzutage alles möglich ist... unglaublich, nicht wahr?"
"Nicht wahr." Nummer 18 war weitergegangen.
"Ich werde mir ein solches Armband besorgen. Wie sieht es mit Ihnen aus?"
"Was meinen Sie?"
"Na gerade Sie, Sie... - Sie sollten doch Interesse daran haben. Gerade Sie wollen das doch, wenn Sie ganz ehrlich sind, dass man auf Ihre Bedürfnisse eingeht."
"Will ich das?"
"Warum nicht?"
"Warum? Meine Bedürfnisse sind meine Angelegenheit."
"Aber erfüllen darf man Sie Ihnen, ja?"
"Was ist mit dem Bedürfnis nach Privatsphäre? Nach Geheimnissen? Nach Antworten? Werden die damit auch erfüllt?"
"Sie sind unverbesserlich."
"Schachmatt."

Jedem Einwohner des Ortes wird das Tragen des Gemeinschaftsbandes dringend empfohlen. Das Band nicht zu tragen kann zu Engpässen in der Versorgung führen, ebenso schadet die fehlende Einbindung des Einzelnen in die Gemeinschaft Ihrer Gemeinde, also auch Ihnen. Bei Fragen lesen Sie das Handbuch.

Ich wiederhole. Das Tragen...

"Sehen Sie, diese Diskussion ist doch völlig sinnlos."
"Wer sagt das?"
"Wer auch immer. Nummer Zwei, wenn sie so wollen. Oder meinetwegen Ihre heißgeliebte Nummer Eins. Fakt ist, Sie werden es tragen müssen, wie jeder andere auch. Und ob sie wollen oder nicht, sie werden davon profitieren wie jeder andere auch."
"Ich werde es nicht tragen. Noch ein Spiel?"
"Sie beginnen."

Am nächsten Morgen stand spontan wie immer Nummer Zwei in seiner Küche, als er sich gerade seinen Tee aufbrühen wollte. "Tagchen Sechs, gut geschlafen?" Nummer Sechs ignorierte ihn weitestgehend, nahm aber doch das beinahe transparente Armband wahr, das der andere trug. Er kümmerte sich um seinen Tee.
"Machen Sie mir auch eine Tasse?"
"Bedienen Sie sich, mein Heim ist ihr Heim. Sie kennen sich ja aus."
"Danke, sehr entgegenkommend."
Nummer Zwei bediente sich. Nummer Sechs betrachtete ihn vom Wohnzimmer aus aus den Augenwinkeln. Das Armband pulsierte leicht.
"Sie interessieren sich für das Armband, nicht wahr?" Nummer Zwei lächelte und wandte sich ihm zu. "Das Gemeinschaftsband. Es hat schon was für sich. Hier!" Er zog ein flaches Gerät aus seiner Tasche, eine Art Bildschirm im Miniformat.
"Schauen Sie. Das ist die Empfängerstation. Im Moment gelüstet es mich nach… Tee. Und einem Gespräch mit ihnen. Das hier, diese Skala, das ist die Anzeige für mein Bedürfnis nach Kommunikation. Das hier ist die Anzeige für Durst. Das Gerät kann mir auch aufgrund meiner bekannten Vorlieben entsprechende Vorschläge machen, was ich  trinken will..."
"Tee."
"...und ist versorgt mit allen bekannten Daten über Vorlieben, Hobbys, Abneigungen, Allergien, Freunde, und so weiter. Und es lernt. Es merkt sich, wenn Sie sich ändern. Ändern wollen. Es geht auf die Veränderungen ein. Es…"
"Ich weiß selbst, was ich will. Ich muss es nicht in ihren, in meinen Akten nachlesen."
"So, wissen Sie das."
"…"
"Dann ist ja gut."
"Zum Beispiel hätte ich im Moment gern meine Ruhe."
"Ah, ja. Sicher. Nun, ich habe aber hier noch etwas für Sie."
"Das überrascht mich nicht."
"Sie werden es tragen."
Nummer Sechs warf einen Blick auf den Bildschirm.
"Weil Sie das wollen."
"Nein, mein Bester, weil SIE es wollen."
Damit legte er ein gelbliches Plastikbändchen mit der Aufschrift Nummer Sechs auf den Tisch.
"...und wo ist meine Empfängerstation?" Nummer Zwei lachte und verließ das Haus.

Als er allein war oder besser, als Nummer Zwei seine Räume wenigstens nicht mehr mit seiner körperlichen Anwesenheit belästigte, machte Nummer Sechs es sich in seinem Liegestuhl bequem. In seinem Kopf arbeitete es: Es lag auf der Hand, dass der Ort mit diesem Ding, das da noch immer auf seiner Küchenanrichte lag, offensichtlich nicht nur die Nahrungsmittelbeschaffung rationalisieren wollte. Das für ihn im Moment drängendere Problem war jedoch die Frage, was Nummer Zwei plante, um ihn dazu zu bringen, das Armband zu tragen. Er erhob sich, gestikulierte auf dem Weg zur Anrichte ein "Wir sehen uns!" in Richtung des Fernsehgerätes, griff das Band, warf es in den Müll und begab sich wieder in sein Wohnzimmer, um zu warten. Erfahrungsgemäß würde er so wohl am schnellsten erfahren, was sie mit ihm vorhatten.

Als nach ein oder zwei Stunden niemand erschienen war, um ihn zu belehren oder auf eine andere Art und Weise aufzuklären, verließ er sein Haus. Er wollte sich ein wenig im Ort umhören und umsehen. Auf dem Weg kam er am Zeitungsstand vorbei. Der Zeitungsjunge war seltsamerweise still, lachte aber über das ganze Gesicht, als Nummer Sechs sich seinen Tally Ho von der Walze riss. Dieser ließ ihn sein Karte lochen und warf dann einen Blick auf die Schlagzeilen:

Sie haben gewählt - Nummer Sechs ist nach Nummer Zwei der interessanteste Bewohner des Ortes!
Eine interessante Untersuchung, liebe Leser, ermöglicht durch die Analyse Ihrer Gemeinschaftsbänder, hat ergeben, dass Nummer Sechs  gleich nach Nummer Zwei der Bewohner des Ortes ist, der am stärksten Ihr Interesse weckt. Sein Datenblatt wurde von nur 13 Bewohnern des Ortes noch nicht aufgerufen!

Ohne mit der Wimper zu zucken überflog er den Artikel und entsorgte ihn in den Müll. Dann begab er sich ins Café. Er hatte so ein Gefühl, dass er da nicht lang allein sitzen würde. Und richtig. Alle Köpfe wandten sich ihm zu, als er dort ankam. Einige lächelten, andere sahen ihn an als wollten sie sich ein Bild von ausgerechnet seiner geistigen Gesundheit machen. Kaum hatte er Platz genommen, kam die Kellnerin an seinen Tisch und servierte ihm eine Tasse wohlriechenden Tee.

"Ich habe keinen Tee bestellt", wies er sie so freundlich es ihm noch möglich war, zurecht. Reine Formalität, natürlich.
"Oh, das macht nichts, Nummer Sechs. Nummer Zwei lädt sie ein."
"Setzen Sie sich zu mir, kommen Sie, mein Freund!"
Nummer Sechs erwiderte säuerlich ihr hilfloses Lächeln und wechselte grußlos den Platz. Seinen Tee ließ er stehen. Nummer Zwei grüßte ihn mit der wohlvertrauten Geste.
"Wie komme ich zu der Ehre?"
"Sie werden die Zeitung gelesen haben, nicht wahr?"
"Sollte ich?"
"Nun, es sieht so aus. Ich muss sagen, es überrascht mich nicht, aber -" Er wartete, bis Nummer Sechs ihn wieder ansah. "...aber Sie verstehen sicher, dass ich Sie, gerade Sie, mein lieber Freund, nach dem, was so auf Ihrem..." - wieder eine kleine Kunstpause - "...Datenblatt erscheint, im Auge behalten muss."
"Ach?"
Nummer Sechs amüsierter Blick ließ Nummer Zwei präziser werden.
"Sie tragen Ihr Armband nicht, wie ich sehe."
"Gut beobachtet."
"Nun, dann werde ich für die Richtigkeit Ihrer Angaben sorgen müssen, wenn Sie das nicht tun."
"Meiner Angaben?"
"Wenn Sie nicht wissen, wovon ich spreche, dann legen Sie das Armband an, und lesen Sie das Handbuch." Mit diesen Worten stand Nummer Zwei auf und schickte sich an, das Café zu verlassen. Doch vorher legte er noch das Plastikbändchen auf den Tisch.
"Das haben Sie verloren. Nehmen Sie es mit. Wir sehen uns!"
"Mit Sicherheit.", antwortete Nummer Sechs betont freundlich. Dann machte er sich auf den Weg zum Strand.

"Nummer Sechs!" Nummer 18 winkte ihm vom Steinboot aus eifrig zu.
"Hallo Nummer 18." Aufgeregt gesellte sie sich zu ihm.
"Schöner Tag!"
"..."
"Stimmt es, dass Sie tatsächlich Katzen mögen? Ich hätte ihnen keine Tierliebe zugetraut. Es ist so schade, dass wir hier keine Haustiere haben können... Ach, es war eine so tolle Idee, diese Gemeinschaftsbänder. Wenn man sich doch auch plötzlich so viel genauer kennenlernt."
"Mhm?"
"Aber vielleicht, wo sich doch so viele Bewohner ein Haustier wünschen, vielleicht werden ja die Regeln noch geändert!"
"Vielleicht."
"Wir haben eine neue Gruppe gegründet, die Gruppe der Katzenliebhaber, und wir würden uns freuen, wenn Sie vielleicht..."
"Die Antwort lautet nein. Technisch unmöglich." Er präsentierte der jungen Frau seine bloßen Handgelenke und ließ sie stehen.

Mehrere ähnliche Gespräche später, einmal sollte er den Liebhabern des Schachspiels beitreten, einmal den Freunden von Bizet, hatte er genug und begab sich zu seinem Haus. Er hatte weder den Admiral getroffen, noch einen der tapferen 13 Bewohner, die sein "Datenblatt", was immer darin stand, noch nicht gelesen hatten. Dafür hatte er erfahren, dass er neben Katzen, Schach und Bizet auch Tee, schwarze Anzüge und Ei mit Schinken mochte, und dass er zwei oder drei Vorlieben mit Nummer Zwei, andere mit dem jeweiligen Gesprächspartner teilte. Er hatte dagegen nichts von irgendwelchen Aussagen oder Vorlieben erfahren, die Nummer Zwei als kompromittierend eingestuft hätte, seiner Einschätzung nach. Wenn auch einige seiner Gesprächspartner ihm wissend und "ironisch" zugeblinzelt hatten.

Vor seinem Haus waren vier Blaumänner damit beschäftigt, einen großen Bildschirm zu errichten. Genau vor seinem Fenster.
"Was wird das, wenn es fertig ist?"
"Eine Maßnahme des Programmes 'Neue Offenheit'".
"Neue Offenheit?"
"Sie sollten wirklich öfter Ihre Nachrichten prüfen! Die Auswertung der Gemeinschaftsbänder hat ergeben, dass sich die Bewohner vor allem eines wünschen: Mehr übereinander zu erfahren. Und Nummer Zwei hat beschlossen, ihnen das einfacher zu machen und Anzeigetafeln zu errichten, die das wichtigste zusammenfassen. Für Leute, die Ihre Empfängerstationen nicht ständig mit sich herumtragen wollen."
"Genau vor meinem Fenster."
"Das ist der Platz, der uns gesagt wurde." Der Blaumann, Nummer 168, wandte sich wieder seiner Arbeit zu.

Am nächsten Tag hatte die Anzeigetafel ihren Betrieb aufgenommen. Sie zeigte ein vielfach vergrößertes Exemplar des Tally Ho, der heute nur ein Thema kannte: seinen Steckbrief. Offensichtlich hatte er über Nacht Nummer Zwei als interessantesten Bewohner abgelöst. Denn das erste, was der geneigte Leser erfuhr, war, dass Nummer Sechs Schach, Musik, Tee, schwarze Anzüge und Ei mit Schinken mochte, mit den Katzen hatte er es sich offensichtlich anders überlegt. Dem folgte - endlich - eine Auswahl beliebter Zitate. An erster Stelle:

"Ich bin eine Nummer! Ich bin ein freier Mensch!"

Er las das zwei oder drei Mal. Der entscheidende Buchstabe blieb verschwunden. Auch an anderen seiner Aussagen waren recht beträchtliche Anpassungen vorgenommen worden. "Ich lasse mich nicht gern abstempeln.", erfuhr er. Und "Viele von Ihnen haben sich, anders als ich, nicht mit ihrem Leben hier abgefunden und werden hier sterben."

"Ich schätze, das ist es, was sie meinten, als sie so hilfsbereit anboten, sich um mein Datenblatt zu kümmern? Ich hätte es wissen können."
Er hatte das nicht besonders laut gesagt, es eher als ein zorniges Flüstern ausgestoßen, aber Nummer Zwei hatte wohl nur auf diese oder irgendeine Äußerung gewartet. Über den Fernseher erhielt er umgehend Antwort.
"Nun, wir wollen doch sicherstellen, dass die Leute erfahren, welches ihre wahren Einstellungen sind. Nicht wahr? Wenn Sie doch so von Interesse sind."
"Meine wahre Einstellung..."
"Die Bürger erfahren nichts als die Wahrheit."
"...ist, dass ich dieses Spiel nicht mitspielen werde! ICH BIN KEINE NUMMER!"
"Nummer Sechs, Sie wissen, dass das, was dort steht, Realität ist. Realität wird. Realität ist Wahrheit. Wollen Sie nicht, dass es dort erscheint, dann müssen Sie es entfernen."
Pro Forma, er kannte die Antwort, fragte er:
"Wie?"
"Legen Sie das Armband an. So einfach ist das."
"Nein."
"Wir beide wissen, dass Sie es tun werden. Tun müssen. Letzten Endes."
"Warum kommen Sie nicht und zwingen mich?"
"Dann leben Sie mit den Folgen."
Mit diesen Worten unterbrach Nummer Zwei die Verbindung.

Dann leben Sie mit den Folgen. Das tat er und ging hinunter zum Strand. Das Wetter war wieder einmal sonnig warm, und ein leichter Wind sorgte für eine angenehme Frische. Aber der Ort hatte sich verändert. Die Anzeigetafeln waren allgegenwärtig, und die Menschen standen in Grüppchen beieinander und schienen viel lebhafter zu sein als je zuvor. Und natürlich wollte jedermann mit ihm sprechen. Er schien mit jedem mindestens ein Hobby zu teilen oder eine Vorliebe oder einen Gedanken oder was auch immer. Mit buchstäblich jedem. Vor allem schienen ihn alle für äußerst mitteilsam und unterhaltsam zu halten. Aber diesen Irrtum aufrecht zu erhalten, war auch nicht sonderlich schwierig. Es war ihm zuwider, andererseits jedoch erforderte es nur ein gelegentliches Nicken und hin und wieder ein leichtes Lächeln. Auf diese Weise erfuhr er immerhin einiges. Und er erkannte, was er zu tun hatte.

Nummer Zwei im Kontrollraum lächelte zufrieden.

In seiner Küche war er gerade dabei, sich sein Abendessen zu bereiten, zu dem weder Eier noch Schinken noch Tee gehörten. Das Radio hatte er im Küchenschrank untergebracht und den Fernseher zur Wand gedreht. Es würde jetzt nicht mehr lange dauern, vermutete er, und er wollte die letzten paar Minuten in Ruhe genießen. Leider vernahm er das vertraute Summen der Tür noch bevor er sein Essen zu sich genommen hatte. Er sah nicht auf.
"Guten Abend Nummer Sechs."
"Nummer Zwei."
"Nun, ich will direkt zur Sache kommen. Ich vermute, Sie haben es sich inzwischen überlegt?" Er legte das Armband auf die Küchenanrichte.
"Was - überlegt?"
"Werden Sie das Armband tragen?"
"Was glauben Sie?"
"Die Leute glauben, was sie lesen, das wissen Sie!"
"Es ist mir egal, was die Leute glauben."
"So, ist es das."
"..."
"Nummer Sechs, wir haben unsere Mittel und Wege!" Wie um diese Aussage zu illustrieren, nahmen zwei der Männer, die mit Nummer Zwei eingetreten waren, hinter Nummer Sechs Aufstellung. Einer blieb vor ihm stehen und bereitete eine Injektion vor.
"Muss ich Ihnen das wirklich extra sagen? Sie haben die Wahl. Sie legen jetzt und hier ihr Armband an, oder wir erledigen die Sache im Krankenhaus. Subkutan." Er sah sein Gegenüber herausfordernd an. "Nun?"

Eine kleine Pause entstand. Dann neigte Nummer Sechs leicht den Kopf. Sofort griff Nummer Zwei nach seinem Arm und streifte ihm das Armband über. Es legte sich eng um sein Handgelenk und begann, leicht zu summen. "Dass sie sich aber auch immer so bitten lassen müssen. Manche Leute muss man wirklich zu ihrem Glück zwingen. 58, geben Sie Sechs das Handbuch! Und den Empfänger. Lassen wir ihn ein wenig allein."

"Begrüßen Sie mit uns freudig den neuen Tag, begrüßen Sie mit uns die Neue Offenheit", erklang am nächsten Morgen die freundliche Stimme der Wetterfee.

Teilen Sie allen mit, was Sie mögen. Helfen Sie uns, besser auf Ihre persönlichen Bedürfnisse einzugehen. Zeigen Sie sich und den anderen, wer sie sind. Zeigen Sie Persönlichkeit! Ihr Gemeinschaftsband macht es Ihnen möglich! Und vergessen Sie nicht, Ihre Bedürfnisse sind die Bedürfnisse der Gemeinschaft. Es ist ein sonniger, warmer Morgen, genießen Sie ihn!

Nummer Sechs hatte nicht geschlafen. Nachdem er sich ein wenig mit der Funktionsweise des Bändchens vertraut gemacht hatte, war es ihm nach einigen Versuchen schließlich gelungen, das verloren gegangene "K" zu ersetzen. Es hatte ihm im wahrsten Sinne des Wortes Kopfschmerzen verursacht, ein unangenehmes Summen im Handgelenk und eine beinahe taube Hand, als sich das Armband so fest ums Handgelenk schloss, dass der Blutfluss behindert war. Das Ganze wurde von ermunternden kleinen Schmerzimpulsen untermalt, die sich anfühlten wie leichte Stromstöße. Er trank, wie es sein Stimmungsbarometer vorschlug, ein Glas Wasser und hörte ein wenig der Musik zu, die ununterbrochen lief. Eine kleine Aufmerksamkeit von Nummer Zwei. Das brachte Linderung. Aber er erreichte, was er wollte. Er rettete das "K" - nur war das Zitat drei oder vier Minuten später von der Anzeigetafel verschwunden. Laut Handbuch sollte das ein Zeichen dafür sein, dass der Gedanke an Popularität eingebüßt hatte. Er hatte so eine Ahnung, woran das liegen konnte.

Seine nächsten Gedanken beschäftigten sich mit dem Wunsch, der ihn am stärksten trieb. Er war sich bewusst, dass es ein gefährliches Experiment war, das er da startete, aber schon der Form halber musste er es riskieren. Er machte es sich in seinem Liegestuhl bequem und konzentrierte sich voll und ganz auf das Bedürfnis, am Abend nach der Sperrstunde seine Wohnung zu verlassen, zum Strand zu laufen und schwimmen zu gehen. Die Wirkung war vorhersehbar, heftig und äußerst unangenehm. Außerdem hörte er, wie sich Rover vor seinem Haus postierte. Mühsam stand er auf und stellte sich vor den Fernsehapparat. "Keine Panik, die Botschaft ist angekommen.", meinte er trocken. Dann, als zuletzt auch die Schmerzen in seinem Arm langsam nachließen, hatte er sich ins Handbuch vertieft.

Inzwischen allerdings war er eifrig dabei, sich mit einem anderen Aspekt seines neuen "Freundes" vertraut zu machen. Er las interessiert die Datenblätter der anderen Bewohner und trat verschiedenen Gruppen bei, zuerst quasi zur Übung der Verbindung der Teeliebhaber. Der Lohn des Armbandes war ein warmes Kribbeln, das sich von der Leistengegend aus im gesamten Körper ausbreitete und ihm ein Lächeln abrang. Oh ja, das würden ein paar angenehme Tage werden. Das Lächeln war echt, doch seine Augen sprachen Bände.

Tage vergingen.

"Nummer Sechs, aber warum Fische?" der Admiral sah ihn interessiert an. Das Schachspiel stand zwischen den beiden auf dem kleinen Tisch.
"Warum nicht? Ich finde es eben faszinierend, ihnen zuzusehen, diese perfekte Harmonie, diese perfekte gegenseitige Abstimmung."
"Nun, da haben Sie sicher Recht, aber - ich hätte das nie von Ihnen erwartet, Nummer Sechs. Sie als derjenige, der die neue Mode vorgibt, das ja, aber – ausgerechnet Fische! Aber wenigstens liest man endlich wieder etwas von ihnen. Stört es Sie eigentlich gar nicht, dass Sie nicht mehr der beliebteste Bewohner des Ortes sind? Dass Sie auf den Anzeigetafeln noch nicht einmal regelmäßig erwähnt werden?"
"Sollte mich das stören?"
"Das tut es doch, oder nicht?"
Nummer Sechs lächelte und zog.

Als er nach Hause kam, wartete Nummer Zwei auf ihn. Ungerührt begab er sich in die Küche und bereitete sich ein Abendbrot.
"Hallo Nummer Sechs!"
"Nummer Zwei."
"Es wird Zeit für ein kleines Gespräch, denke ich."
"So?"
"Es ist sehr interessant zu beobachten, Nummer Sechs." Nummer Zwei erhob sich aus dem Sessel, in dem er Platz genommen hatte, und begab sich zu dem neuen, großen Aquarium, das zwischen Küche und Wohnbereich aufgebaut worden war. "Nein, es ist sogar spannend zu beobachten, wie ausgesprochen gut sie sich mit dem Gemeinschaftsband angefreundet haben. Ich hoffe, Sie sind zufrieden mit ihrem Aquarium?"
Nummer Sechs lächelte zustimmend und setzte sich an den Tisch, um zu essen.
"Gut. Guten Appetit."
"Vielen Dank. Bedienen Sie sich."
"Danke, ich habe keinen Hunger. Ich bin aus einem bestimmten Grund hier. Ich bin fasziniert von Ihrer Verwandlung. Vom Einzelgänger zum Musterbürger. Mitglied in jeder verfügbaren Gruppe, in jedem Fanclub, es scheint, sie mögen alles, essen alles, trinken alles, wollen alles, lesen alles, hören alles. Habe ich etwas vergessen? Und dann machen sie noch jeden neuen Trend mit, selbst die von mir ins Leben gerufenen. Ich meine, ich fühle mich geschmeichelt, aber..."
Nummer Sechs antwortete nicht.
"Ich glaube...", meinte Nummer Zwei nach einer kurzen Pause, in der er Nummer Sechs genau beobachtet hatte. "Nummer Sechs, ich denke, Sie haben etwas vor. Alle Karten auf den Tisch, ich denke, Sie planen etwas. Ich nehme Ihnen Ihre Verwandlung nicht ab."
"Nun, das ist bedauerlich."
"Was haben Sie vor?"
"Ich habe nichts vor, Nummer Zwei, ich genieße lediglich das Leben und die kleinen Freuden, die mir dieses Armband verschafft. Offenheit, Kommunikation. Ich helfe Ihnen, besser auf meine Bedürfnisse einzugehen, ich zeige Gemeinschaftssinn, ich zeige Persönlichkeit! Das ist es doch, was Sie wollen." Er trank einen Schluck. "Sehen Sie, ich habe etwas begriffen. Diese Fische zeigen etwas, versinnbildlichen etwas, die Schönheit des Schwarms. Da passt sich jeder einzelne Fisch perfekt dem großen Ganzen an, gibt jeder einzelne Fisch die Richtung an. DAS ist faszinierend." In Nummer Sechs' Augen blitzte es.
Plötzlich stand Nummer Zwei auf und trat zur Tür.
"Sie haben etwas vor, und ich werde herausfinden, was es ist."
"Nun, wenn Sie das glauben."
"Ich... weiß es. Wir sehen uns."
"Wir sehen uns."

Zurück im Kontrollraum besprach sich Nummer Zwei mit dem Supervisor.
"Er macht das, was wir uns nur wünschen können. Er verhält sich genau nach dem, was wir den Leuten vorschlagen. Nach ALLEM, was wir vorschlagen."
"Aber Sie würden mir zustimmen, dass etwas daran verkehrt ist?"
"Nun ja. Ja. Es passt nicht. Nicht zu dem, was wir bisher über ihn wussten oder angenommen haben."
"Er plant etwas. Dieses ganze Gerede mit den Fischen, das gefällt mir nicht. Dieses Gerede von Schwärmen. Seit fünf Tagen ist es das erste Mal, dass er tatsächlich Initiative ergreift und ein eigenes Bedürfnis ins Spiel bringt. Und dann ausgerechnet Fische, ha! Aalglatt ist er, glauben Sie mir! Aalglatt, ohne Profil. Mag alles, kennt alles, will alles. Das ist nicht Nummer Sechs. - Und ich glaube DAS ist es. Er meint, sich uns so entziehen zu können. Er spielt mit uns, er führt uns an der Nase herum!"
"Nun, es scheint, als seien Sie über das Ziel hinausgeschossen. Sie haben erreicht, was andere vor Ihnen nur träumen konnten – nur zu vollkommen. Und - es gibt inzwischen andere, die seinem Beispiel folgen. Ihn als Muster von Gemeinschaftlichkeit wahrnehmen. Eine wachsende Anzahl von Bewohnern tritt wahllos in jede Gruppe ein..."
"Ja, ja, danke, mir ist dieser Trend bekannt. Immerhin hatten wir tatsächlich noch nie, wirklich noch nie so eine immense Menge an Daten über unsere Sorgenkinder zur Verfügung."
"Das stimmt. Was schlagen Sie vor?"
Nummer Zwei überlegte und betrachtete still das Bild, das von der Kamera vor Nummer Sechs' Haus übertragen wurde. Schließlich schlug er mit der flachen Hand auf den Tisch.
"Das Armband hält bisher alle seine Bemühungen für der Gemeinschaft förderlich. Aber er hält als kleiner Fisch in der großen Menge nicht lange durch, das ist völlig gegen seine Natur. Früher oder später wird er zucken. Ich denke, ich weiß, was zu tun ist."
"Wie sollen wir mit den anderen Nachfragen nach Aquarien umgehen? Die Leute mögen die Idee. Wir haben allein heute bei 40 Bewohnern registriert, dass sie sich ein Aquarium wünschen würden. 35 haben konkrete Kaufabsichten geäußert, 20 können es sich leisten."
"Bestellen Sie die entsprechende Anzahl. Fische haben etwas Beruhigendes. Nichts dagegen einzuwenden. Fische... Die Frage ist doch, was schlägt Nummer Sechs morgen vor? Lassen Sie uns angeln gehen! Bevor der Guppy die Richtung wechselt."

Der nächste Morgen brach an. Nachdem Nummer Zwei offensichtlich misstrauisch geworden war, hielt Nummer Sechs es für besser, den nächsten Schritt sofort zu unternehmen. Er konzentrierte sich auf den letzten, wohldurchdachten Zug und machte sich daran, eine neue Gruppe zu gründen. Rovers Freunde.

"Lasst uns den ehren, der den Geist des Ortes wie kein anderer verkörpert", teilte er allen mit, mit denen er in irgendeiner Gruppe in Verbindung stand. Also buchstäblich allen. Er hatte in den letzten Tagen und Wochen eine solche Übung darin entwickeln können, sich in hohlen Phrasen zu äußern, dass ihm schon beinahe vor sich selbst graute. Und seiner Initiative "Aquarien für alle!" waren bisher immerhin 40 Bewohner gefolgt. Das war keine umwerfende Zahl, aber sie war ausreichend groß. Es war den Versuch wert. Und jetzt legte er los.

LASST UNS ROVER EHREN! Rover, der von allen immer nur gemieden wurde, ist doch am Ende der, der am stärksten das repräsentiert, was den Ort, den wir so lieben, charakterisiert. Eine runde Sache. Perfektion. Der Kreis, ja, die Kugel versinnbildlicht doch geradezu Perfektion. Die Perfektion des Ortes.

Hier brauchte er eine kleine Pause, um sich nicht zu verraten. Er hatte den Faden verloren und musste sich zusammen reißen, um seinen Sarkasmus im Zaum zu halten.
"Weshalb aber sollten wir die Perfektion fürchten?" fuhr er endlich fort. "Weshalb sollten wir Rover fürchten? Lasst uns ihn ehren. Lasst uns eine Gruppe gründen, die diesen perfekten Mitbürger endlich gebührend zu würdigen weiß. Lasst uns unsere Angst vergessen und Rover lieben!"

Das musste reichen. Den Versuch war es wert, jetzt konnte er nur noch warten.

Er wartete nicht lang. Es dauerte keine fünf Minuten, bis Nummer Zwei applaudierend in seiner Tür stand.
"Zu guter Letzt, Nummer Sechs, zu guter Letzt haben Sie tatsächlich noch alles verraten, was Ihnen immer so hoch und heilig war. Ich gratuliere Ihnen Nummer Sechs, endlich haben Sie es geschafft. Wie fühlt sich das an?"
Hinter Nummer Zwei traten 4 Wachmänner ein. Nummer Sechs lächelte und schwieg. Drei der Männer hielten ihn fest, ein vierter stellte sich mit gezogener Waffe vor ihm auf, während Nummer Zwei das Armband von seinem Handgelenk entfernte. "Eine Schande, dass niemand Zeuge Ihrer flammenden Liebeserklärung geworden ist." Er sah Nummer Sechs direkt in die Augen. "Eine wahre Schande."

Originalstory von Jana Müller (2011)


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