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Bahnhofstraße – Gebäude Ostseite, Kaplansgasse bis Wolkengasse
Straßen- und Häuserplan
Katharinengasse Löwengasse Kaplansgasse Teufelslustgärtchen Seltersweg Wolkengasse  |
Der heutige Gießener Bahnhof entstand 1853/54, die
Bahnhofstraße in der Zeit danach als Vorzeige-Boulevard. Ihre Länge beträgt 967 Meter. In die vorliegende Recherche einbezogen ist ein Teil der Bahnhofstraßen-Ostseite zwischen Kaplans- und Wolkengasse. Mit dem Bau des City Centers Ende der 1970er Jahre wurde die Ostseite der Bahnhofstraße komplett wegsaniert und ein Großteil der Wolkengasse bis hin zur Bahnhofstraße verschwand, wo eine neue Verbindungsstraße von der Westanlage bis hin zur Schanzenstraße angelegt wurde. Diese Straße heißt heute Reichensand. Früher war das ein Flurname bzw. ein Gässchen im Gebiet zwischen der Löwen- und der Wolkengasse. In einer Nachbetrachtung kommt Heinrich Schmidt, einer der Hauptvertreter der Gießener Kahlschlagspolitik, 1981 zu der Auffassung, "daß bei Anwendung der heutigen städtebaulichen Maßstäbe zumindest die Wohn- und Geschäftshäuser Bahnhofstraße 23 bis 33 nicht abgebrochen worden wären." Alles vorbei. Zuerst denken, dann handeln.
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Bahnhofstraße 7, Ecke Kaplansgasse
1975
Quelle: Gunter Klug
Bemerkung: Das Eckhaus an der Kaplansgasse war Jahrzehntelang als Gaststätte "Schipkapaß" bekannt, jetzt "Mama of Africa". Das Haus wurde 1901 mit Sichtfachwerk und Eckturm errichtet, der Anbau mit Eingang links ist älter. Es überlebte den Krieg und wurde, weil für das Stadtbild prägend, bewahrt. Für die Häuserzeile gegenüber traf das nicht zu. |
Bahnhofstraße 11, Ecke Kaplansgasse
1960er
Quelle: N.N.
Bemerkung: Gegenüberliegend von Nr. 7 auf der südlichen Seite der Kaplansgasse; abgerissen Ende der 60er Jahre. Hier ist heute der Anlieferungsbereich für C&A/Rötherpark (früher Kaufhaus Horten). |
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Bahnhofstraße 13
–
Quelle: –
Bemerkung: Keine Abbildung |
Bahnhofstraße 15
1960er
Quelle: N.N.
Bemerkung: Das dreistöckige Haus, Bildmitte |
ca. 1935 im Gießener Altstadtmodell: die Einmündung
der Kaplansgasse in die Bahnhofstraße; links Gaststätte Schipkapaß
(QUELLE: ARNO BAUMGÄRTEL) |
1950er, Bahnhofstraße, Blick nach Süden, das Eckhaus
an der Wolkengasse ist das von Samen-Hahn (Pfeil).
Alle
Gebäude
im
Vordergrund fielen
um 1970 für das City-Center.
(QUELLE: N.N.) |

Um 1970: Abriss 1, Bahnhofstraße 15; kaum zu erkennen:
die Obergeschosse sind bereits verschwunden.
(Quelle: SIEGFRIED TRÄGER) |

Um 1970: Abriss 2, Bahnhofstraße 15; und jetzt richtig. Unklar,
ob es sich um denselben Aufnahmezeitpunkt handelt.
(Quelle: N.N.) |
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Bahnhofstraße 17
1970er
Quelle: Siegfried Träger
Bemerkung: Haus Bildmitte, der Anbau links gehört zu Nr. 15; rechts daneben: Löwengasse 28 (Lebensmittelgeschäft Rose) |
Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse
1950er
Quelle: N.N. (Montage aus zwei Aufnahmen)
Bemerkung: Das markante Eckhaus mit Zwiebelturm gegenüber
Löwengasse 28 musste wie etliche andere bis hin zur Wolkengasse (heute: Reichensand) dem City-Center weichen. |
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Bahnhofstraße 27
1910er
Quelle: N.N.
Bemerkung: Das Haus stammt aus der Zeit nach Anlage der Bahnhofstraße Mitte des 19. Jahrhunderts. |
Bahnhofstraße 29
ca. 1968
Quelle: Stadtarchiv Gießen
Bemerkung: Hier residierte eine Filiale der Supermarkette Schade & Füllgrabe. Ja, schade. |
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Bahnhofstraße 31
ca. 1971
Quelle: Stadtarchiv Gießen
Bemerkung: Schon verschwunden: Nr. 33 rechts davon |
Bahnhofstraße 33, Ecke Wolkengasse (heute Reichensand)
1950er
Quelle: N.N.
Bemerkung: Das Haus an der Wolkengasse war Gießens erstes besetztes Haus, als Protest gegen die Vernichtung von Wohnraum. Schließlich waren vom Abriss der gesamten Bahnhofstraßen-Ostseite intakte Wohn- und Geschäftshäuser betroffen, keinesfalls Kriegsruinen. |
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