THE GENERAL
DER GENERAL

 

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Produktionsbedingte verzögerungen führen zu unterschieden in der US- und
GB-reihenfolge. Die deutsche weicht wiederrum und ohne ersichtlichen grund davon ab.
Die listung der episoden
entspricht der sog. englischen standard-reihenfolge.
Handlungslogisch betrachtet erfordern die episoden von NUMMER 6 keine zwingende abfolge. In praktisch allen ländern, in denen NUMMER 6 lief, gab es eigene reihenfolgen.

Mehr zur episodenreihenfolge...

 

 

"I AM NOT
A NUMBER.
I AM
A PERSON."

"SIX OF ONE,
HALF A
DOZEN OF
THE OTHER."

 

 

DREHBUCH: Joshua Adam
REGIE: Peter Graham Scott
DEUTSCHE EPISODE nr. 4
DEUTSCHE FASSUNG: Joachim Brinkmann
DEUTSCHE ERSTSENDUNG: ZDF 15.11.1969

MEHR: DIE TITEL
SYNCHRONREGIE: JOACHIM BRINKMANN

EPISODENWÜRDIGUNG

DARSTELLER UND
DEUTSCHE STIMMEN
KOMPLETTE BESETZUNG

Patrick McGoohan
Nummer Sechs
Bernd Rumpf
Angelo Muscat
Butler
ohne Sprechrolle
Colin Gordon
Nummer Zwei
Ernst Fritz Fürbringer
Peter Swanwick
Supervisor
Leo Bardischweski
Peter Bourne
Projektorbediener
Michael Gahr
Al Mancini
Reporter/Fernsehansager
Christian Marschall

Die anonymen herrscher des Ortes propagieren über das fernsehen die vorzüge eines schnelllernverfahrens - der stoff eines jahres in wenigen minuten gelernt. Nummer Sechs findet heraus, dass damit weitreichende manipulationen möglich sind. Ist "der Professor" mit seinem supercomputer auch nur ein werkzeug von Nummer Eins? Nummer Sechs stellt die ultimative frage...

PLATZ 16 Gibt nach vielen jahren die rote laterne an "A. B. und C." ab wegen der über weite strecken ironischeren note. Dennoch, plakative fortschrittskritik und sieg der idee über die handlung. Aller Orwell-referenzen zum trotz, die episode macht einen zusammengeflickten eindruck. Auch für die 60er jahre lachhaft die futuristische vorstellung von "künstlicher intelligenz". Das ende des Generals ist SF-trash.

Lesen Sie nur dann weiter, wenn Sie NUMMER 6 bereits kennen und sich näher mit hintergründen, der produktionsgeschichte, therorie und diskussion beschäftigen wollen. - Wir sehen uns!

Künstliche intelligenz ist kein wort in den frühen und mittleren 60er jahren des 20. jahrhunderts. PCs waren noch nicht erfunden. Das computerzeitalter, wie es sich in filmen und fernsehserien darbietet, scheint dem physiksaal einer fachoberschule zu entstammen: "main-frames", großrechner in gestalt wohnzimmergroßer schaltschränke mit riesigen sich drehenden magnetbänderspulen, lochkarten, blinkenden lämpchen und hektisch ausschlagenden anzeigenadeln oder oszilloskopkurven bestimmen das alltägliche bild vom computer. Computermäuse hätte man sicherlich als eine bedrohung für kabelstränge angesehen. Eher gelegentlich kommen wirklich moderne visuelle ausgabegeräte, monitore, hinzu; und wenn, wird das angezeigte meist von

knarrenden "computerstimmen" synchronisierend vorgetragen oder akustisch von tastaturanschlägen begleitet; das ebenso wie das ende des "General" genannten supercomputers, der ob der unlösbarkeit der ultimativen frage im rauch aufgeht - allesamt sind es analoge vergewisserungen, zeichen für das vorhandensein eines noch unbegriffenen digitalen umbruchs. 1968 würde Stanley Kubricks "HAL9000" das verständnis von "KI" jedoch komplett verändern.

Die in NUMMER 6 dargestellte technologie ist freilich beschränkt durch das finanzielle korsett einer wenn auch teuren TV-produktion. Doch nie begibt sich die in der zeitgenössischen presse als "utopische" oder "science-fiction" gehandelte serie NUMMER 6 auf das technizistische niveau, im gegenteil. Das dispositiv von NUMMER 6 ist analog. Sein futurismus liegt, wenn schon, im decor oder besser: im spannungsfeld zwischen den vorgefundenen architektonischen stilen des schauplatzes Portmeirion und denen der eigens geschaffenen studiosets, die sich prägnant als wahlweise "klassizistisch" bzw. "modern" kennzeichnen lassen. Aber fortschritt - was ist das?

"The trouble with science is that it can be perverted." Worte des von McGoohan dargestellten und in der folge "Der Doppelgänger" "wissenschaftlich" verdoppelten - geklonten - charakters. Nie waren sie so wertvoll wie heute.

Die episode "Der General", ähnlich wie die ikonischen "Schachmatt" und "Freie Wahl", wird gelegentlich herangezogen, wenn es darum geht, NUMMER 6 einem eher nichtinformierten publikum nahezubringen. Oft als szenenbild mit Nummer Sechs, drapiert mit sonnenbrille und kopfhörern vor einer nach weltraumsatellit aussehenden apparatur; sehr futuristisch das erscheinungsbild (s. abb. oben). Die vorherrschenden inhaltlichen motive, die jeden von uns angehen (sollten), wecken das interesse. Als da wären: erziehung, schule, wissensvermittlung und indoktrination sowie die science-fiction-computertechnologie vom standpunkt der 60er jahre des 20. jahrhunderts. Ergänzen wir aus der sicht des jahres 2018 ruhig: als schreckgespenst. Warum? Im Ort arbeitet "der Professor" an einem Speedlearn genannten verfahren, mit dem lerninhalte per fernsehübertragung direkt in die köpfe der bevölkerung transportiert werden. "Ein dreijahreskurs in drei minuten." - so das motto. In der folge überbieten sich die kursteilnehmer gegenseitig mit ihrem faktenwissen im herunterbeten geschichtlicher daten.

Kein zweifel, Nummer Sechs vernimmt diese botschaft natürlich mit misstrauen. Schließlich sind außer der schnelleren lehrstoffvermittlung noch weitergehende manipulationen des menschlichen verstandes denkbar. Er verschafft sich zugang zum sendezentrum und sabotiert die anstehende ausstrahlung des programmes. Er findet auch den "Professor", der aber eher eine marionette des Ortes zu sein scheint und heimlich an der zerstörung des "Generals", des supercomputers im hintergrund, arbeitet. Bei der finalen konfrontation stellt Nummer Sechs die ultimative frage - woraufhin dem computer buchstäblich die sicherungen durchbrennen. Es qualmt und stinkt. Ach ja, die frage lautete: "Warum?"

"Warum?" - weder für mensch noch computer ist so eine frage, out of context, zu beantworten. Was bleibt, ist ein öder plot, in der McGoohan sich, leider, auf solides nichtwissen stützend auf die seite der maschinenstürmerei schlägt.

Bevor Sie nun die nase rümpfen, bedenken Sie: Zu der zeit, 1966, hätte sich niemand träumen lassen, dass menschen aus der zukunft, 50 jahre später, die serie NUMMER 6 begutachten und sie auf erzählerische plausibilität und ggf. auf wissenschaftliche faktizität abklopfen würden.

Berechtigterweise muss man feststellen, dass "Der General" die am stärksten gealterte NUMMER 6-episode ist. Zwar leidet sie unter dem mangel, ausschließlich im studio entstanden zu sein. Außenaufnahmen beschränken sich auf stock footage sowie auf solche, die bei anderen episoden aussortiert worden waren. Aber das ist nicht der grund für die alterung.

Eher ist es die banale, einem FLASH GORDON-serial der 30er, 40er jahre zu ehren gereichende handlung mit einem extrem klischeehaften klimax, bei dem der computer ob der ultimativen frage kapitulieren muss und in rauch aufgeht. Aber vor allem, die von Nummer Sechs gestellte frage "warum", sie geht nicht wirklich aus dem plot hervor. Patrick McGoohans auktoriale präsenz hält uns hier den zeigefinger entgegen. Er will uns bedeuten, dass eine maschine niemals menschliche kategorien ausfüllen kann. Seine warnung vor zu viel maschinen-, sprich technologiegläubigkeit, vor der überforderung angesichts komplexer sozialer und/oder psychologischer, politischer, vielleicht auch theologischer probleme ist in der sache durchaus gerechtfertigt, und manche mögen sein vorgehen gutheißen. Nicht immer, nicht unbedingt jedoch ist es für McGoohans kunstwerk von vorteil, dass hier so gut wie keine der allegorischen und symbolischen mittel zur anwendung kommen.

Und dann ist da die essenzielle wahrheit, wie ein jeder von Ihnen, die Sie sich über Ihr smartphone beugen, weiß, auch ohne wissenschaftler zu sein, wie sehr die zeit mit siebenmeilenstiefeln über diese naive, billige und, schlimmer noch, ideologisch voreingenommene konzeption von computertechnologie hinweggefegt ist; steckt doch in ihrem gadget ein hundertfaches an rechenpower dieses turnhallengroßen computers aus der serie. Und wahrscheinlich wird man in 50 jahren über Sie und Ihr komisches ding lachen, wenn alle welt ins gehirn implantierte "embedded computer" mit sich herumschleppt.

Zu beginn wird, wie sich herausstellt, der "Professor" vom mob über den strand gejagt und eingefangen. Man weiß nicht recht warum. Immerhin gibt dies gelegenheit, Portmeirion-szenen aus einer anderen episode zu recyclen. In einem nebenplot ist der gesellschaftliche stellenwert von kunst das thema, denn die frau des "Professors" erteilt kunstunterricht. Es werden skulpturen von bewohnern, unter anderem auch Nummer Sechs hergestellt. Am bett des schlafenden "Professors" greift sich Nummer Sechs plötzlich und zu aller überraschung einen stock und zertrümmert dem schlafenden den schädel - es war nur ein wachsmodell. Wer hat es angefertigt, "Frau Professor"? Warum erschrickt sie dann? Konnte sie zwischen künstlichem und echtem nicht mehr unterscheiden? Nummer Sechs konnte es schon. Wie auch immer, die einzige szene mit nachdruck in dieser episode, surreal.
Lewis Greifer, der autor der episode, hatte die idee zu der story, weil seine beiden söhne von ihrem schulunterricht gelangweilt waren. Schauspieler Colin Gordon ist hier zum zweiten mal als Nummer Zwei im einsatz, nicht so servil wie in "A. B. und C.", und doch ist die figur nicht notwendigerweise dieselbe. Ein besetzungsproblem, die für das casting zuständige Rose Tobias Shaw hat das in einem interview mit Steven Ricks bestätigt.

Regisseur Peter Graham Scott spricht achtungsvoll von McGoohans "tatkräftiger überzeugung" mit der er dieser episode seinen stempel aufdrückte, während er selbst keine rechte ahnung hatte von dem, was er da tat. Er wurde von Patrick McGoohan kurzfristig an bord geholt und führte die episode "Der General" innerhalb von zehn tagen zu ende. Scott: "Die eine episode unter meiner regie war quatsch."* Auch Ian L. Rakoff, autor des "Harmony"-drehbuchs, äußerte sich wenig schmeichelhaft über seine arbeit "an den beiden erbärmlichsten episoden - 'Der General' und 'Das Amtssiegel' (...) das war wahrlich keine inspiration" [im interview mit Dave Barrie]. So schlicht kann es sein. Das stückwerkhafte, man merkt es der episode an.

Was diese episode rettet, ist der heutzutage verschobene schwerpunkt. Man muss die betrachtungsebene wechseln und sie auf die übertragbarkeit auf die heutige zeit überprüfen. Die allegorische botschaft, wenn man so will, steckt in der warnung vor scheinbar exakten fakten, universalem wissen, unfehlbaren autoritäten, faszinierenden gerätschaften, diensten usw. Und in der gefahr, sie hinzunehmen ohne zu fragen, sie zu benutzen, ohne die langfristigen folgen zu bedenken. Nummer Sechs tut genau das. Er kümmert sich. Er widersteht dem trend. In der episonde "Pas de deux" wird Nummer Zwei ihm genau die frage stellen: "Why do you care?" [auf deutsch allerdings: "Was geht in Ihnen vor?"] Antwort Nummer Sechs: "You'll never know."

Es ist zur normalität geworden, dass supercomputer für uns rechnen oder uns informationen geben, seien es straßenkarten, datenbankanwendungen oder "Wikipedia". Dadurch wird es aber auch normalität zu erleben, was dies wiederrum aus unserem wissen und unseren lernprozessen macht. Nicht der dämon supercomputer bedroht uns, sondern der uns meist unbekannte verwendungszwecke der von uns freiwillig an firmen gelieferten, manchmal "sinnlosen" daten. Der schritt von Speedlearn zu Apples "Siri", Microsofts "Cortana" oder Amazon's "Alexa" ist nur ein gradueller, kein prinzipieller mehr. Insofern ist die "Warum"-frage und die damit verbundene zerstörung der geschaffenen, scheinbar unfehlbaren autorität, die alles bis ins letzte detail bestimmen will, eine allegorische lösung ganz im sinn der PRISONER-serie.

Umgekehrt, im unterschied zu all den supercomputern, drahtlosen telefonen und überwachungstechniken in der serie, die tendenziell schnell veralten, ist und bleibt ein gebilde wie ein wetterballon - Rover in der serie - als requisit ein starkes und vor allem zeitloses nichttechnisches symbol, das auf die gesamte serie und über die serie hinaus ausstrahlt, vielleicht einfach deshalb, weil diese amorphe gestalt sowie seine weiße membranoberfläche wie eine kinoleinwand die vorstellungkraft stimuliert.

Und letztlich ist es auch eine gute portion spezieller ironie, die gerade der folge "A. B. und C." abgeht, im englischen sprachraum als tongue-in-cheek bezeichnet. Geradezu subversiv, ausgerechnet das fernsehen, durch das die zuschauer die serie überhaupt ansehen können, wird hinterrücks zur mentalen benebelungsmaschine. Die ehrwürdigen mitglieder des Speedlearn-aufsichtsrates, schwarz gewandet, mit zylinder und sonnenbrillen, "Men in Black" avant la lettre, sind stark überzeichnet in der unangemessenheit ihrer bekleidung und derart dem bestatter aus der titelsequenz nicht unähnlich. Und das als "coffin bank"** bekannt gewordene kinderspielzeug, das als zugangssperre zum sendestudio fungiert, wird hier zum objet trouvé.

In den berühmten einleitenden worten von Edward D. Woods chef d'oeuvre PLAN 9 FROM OUTER SPACE (1959) heißt es: "There comes a time in each man's life when he can't even believe his own eyes!" Hoffentlich hat man im Ort für ein datenback-up gesorgt, sollte der "General" einmal versagen...

TEXT: Arno Baumgärtel, dank an Jana Müller und Michael Brüne

* in Roger Langleys McGoohan-biografie, "Danger Man Or Prisoner"
** Dabei handelt es sich um eine spardose in form eines sarges. Wird eine münze in den aufnahmeschlitz gesteckt, öffnet sich eine klappe, ein händchen erscheint und holt sich blitzschnell das geldstück.

Written by: Joshua Adam
Directed by: Peter Graham Scott

APPRECIATIVE EXAMINATION

ACTORS AND
GERMAN VOICES
COMPLETE CAST

Patrick McGoohan
Number Six
Horst Naumann
Angelo Muscat
Butler
non-talking role
Colin Gordon
Number Two
Ernst Fritz Fürbringer
Peter Swanwick
Supervisor
Leo Bardischweski
Peter Bourne
Projektionist
Michael Gahr
Al Mancini
Reporter/TV announcer
Christian Marschall

A new speed-learn technique is propagated via television by the anonymous Village authorities: one year of learning lessons condensed into one minute. Number Six discovers the possibility of far reaching manipulations. "The Professor" with his supercomputer, is he but a mere tool of Number One? Number Six asks the ultimate question...

RANKED 16th: Exchanges places after many years with "A. B. und C." because of its more frequent ironic touches. It's a rather blatant concept of progress criticism. Ideas’ victory over plot: despite all the Orwell references this episode appears to have been quickly stitched together. Even by Sixties’ standards the futuristic design of "artificial intelligence" is hopelessly ridiculous. The General's defeat is bargain-basement style.

Don't read any further unless you know THE PRSIONER already and you want to delve more indepth into theoretical discussions and facts around the history of the production. - Be seeing you!

Artificial intelligence - the word wasn't out yet in the early and mid 60s of the 20th century. Personal computers still had to be invented and not the faintest idea of a smartphone. The predominant image of the computer, as it displays in films and TV series, with its wall-sized switch cabinets, huge spinning reels of magnet tapes, punchcards, flashing lights and hectically deflecting meter needles or oscilloscope curves appears to have been lifted from a physics lab of any technical school. Computer mouses would perhaps be considered a threat to the cables and wires. Rarely and rather occasionally genuine modern visual display devices, monitors, are seen. And if so, readout messages are often being dubbed

with creaking "computer voices" or accompanied by keyboard stroke sounds. All these, like the "General" of the series, a super computer that in the end goes up in smoke because of an unanswerable question, are analogue assertions and verifications, indications of the existence of a digital turnover, yet beyond comprehension. Until in 1968 Stanley Kubrick's "HAL9000" was to change the understanding of what "AI" really means.

Although THE PRISONER is one of the more expensive TV productions the displayed technology is limited, financially and factually not well funded. However, the series being labeled a "utopian" or a "science-fiction" series in the contemporary press, never surrenders to technicism, on the contrary. THE PRISONER's dispositive is analogue. Its futurism, if any there is, is founded in the production design or, to put it this way: in the contrasting interaction of the architectural features and diverse styles of the Portmeirion location and those studio sets created especially for the series which one may call either "neo-classical" or "modern". But what's that - progress?

"The trouble with science is that it can be perverted." Words from the episode "The Schizoid Man" by one of the characters played by McGoohan who has been doubled - cloned - using "scientific" means. Precious words, more than ever.

In the Village somebody known as "the Professor" has established the Speedlearn technique, a method of transferring data and knowledge directly into the mind of the populace by making use of the television broadcasting signal. The advertising slogan goes, "A three year course in three minutes." Thus, classroom members are seen trying to outdo each other by quoting all kinds of historical dates and facts, whether useful or not.
Arguably, Number Six digs the message and, of course, he is very suspicious of all this. Because, after all, apart from learning facts quicker than ever a wide range of manipulations of the human mind could become possible. So, he secretly enters the broadcasting centre, thus interfering the next transmission. He also finds "the Professor" who would appear to be hardly more than a Village puppet but who at the same time seems to be working on destroying the "General" which is the name of a vast computer. During the final confrontation Number Six asks the ultimate question. And he's quite successful as the computer literally goes nuts, overloads and goes up in smoke. Oh yes, the question he asks is "Why?"

The PRISONER episode "The General", similar to the iconic "Checkmate" and "Free For All", is one likely to be used if it's about bringing THE PRISONER closer to an unknowing audience. This may happen via a still picture (see above) from a scene with Number Six, donning sunglasses and headphones, in front of something looking like a space satellite. The look is very futuristic.

The main issues that we should be concerned about are well addressed. Such as: education, school, the transfer of knowledge and indoctrination and so is the science-fiction computer technology seen from the 1960s POV. Looking from the year 2018 we may add here: as the bogey. "Why?" - a question, out of context, is an unsolvable one either for man or computer. Instead, it's a case of solid ignorance on the side of McGoohan thus making him a luddite.

Now, please don't wrinkle your noses! Just consider: Nobody in 1966 would have dreamed of time travelers, people from 50 years in the future, would be looking back at series THE PRISONER, examining it, scrutinising it for narrative plausibility or its scientific accurateness.

As a matter of fact, one has to say that "The General" has aged more than any other of the PRISONER episodes. Certainly, the episode suffers from being completely studio-based. The only exterior shots there are is a little stock footage, unused scenes left over from other episodes. However, the reason for ageing is different.
It is, rather, the mundane plot worth of a 1930s or 40s FLASH GORDON serial and the cliche-ridden climax with the computer's crashing surrender and going up in smoke. Besides, the question asked by Number Six – "Why?" - does anything but relate to the plot. It is Patrick McGoohan's auctorial presence here pointing out towards us with his moralising finger. There may be people going in accordance with him, though. Factually speaking, he's right by no means, his warning of too much machinery and too much blind faith in technology, the overload that we are facing of ever more complex social and/or psychological, political and perhaps also theological problems.

However, doing so may well be to the disadvantage of McGoohan's work of art if one considers the absence of the otherwise ever-present allegorical and symbolic means. Also, there's an essential truth, isn't it, amongst all of you without being scientists at all. All of you now leaning over your smartphones, that and to which degree time has gone by this truly naive, cheap and - worse even - ideologically biased computer technology conception. Any of our current gadgets is a hundred times more powerful than this specimen of a ballroom-sized computer from the series. Most likely, the last laugh will be on you and about your silly gadget, 50 years from now, when "embedded computers" implanted in one's brain will be a natural thing to have.

At the beginning "the Professor" is chased across the beach by the Village mob. Why so remains unclear. But some Portmeirion footage from a different episode is used here. In a subplot the social value of art is dealt with because "Madam Professor" is an art teacher. Sculpting is one of the lessons, busts are made, among them one of Number Six. As a real surprise, Number Six at one point suddenly picks up a stick and thrashes it onto the sleeping "Professor"'s head which then falls into pieces: it was a wax model only. But who created it, "Madam Professor"? Why would she be shocked? Wasn't she able to tell real from artificial? Number Six, however, was. No matter which way, surely surreal and the only scene full of vigour.

Script author Lewis Greifer came about the episode idea when his two sons were complaining about their mind-numbing school lessons. It is actor Colin Gordon's second time in the Number Two role but not as servile as in "A. B. and C." The character is not necessarily supposed to be the same. As far as is known, there was a problem with casting actors. Casting director Rose Tobias Shaw confirmed this in an interview with Steven Ricks.

Director Peter Graham Scott very respectfully speaks of McGoohan's "forceful conviction" in conveying his vision with this episode - while he himself hardly knew what he was doing. He was brought in by Patrick McGoohan on short notice and finished the episode within ten days. Scott: "The one [episode] I directed was tosh."* "Living In Harmony" script author Ian L. Rakoff was less merciful and spoke of his work as assistant editor "on possibly two of the poorest bloody episodes - "The General" and "It's Your Funeral" - and "that was not an inspiration." Simple as it can be. The piecemeal approach of this episode, one gets a sense of it here.

Now, the redeeming value of this episode is the contemporary shifting in bias. But one has to change the level of observation in order to get the whole picture. The allegorical message, if there is one, is the warning of seemingly hard facts, universal knowlege, impeccable authorities, spellbinding devices etc. The danger of acquiring them without asking, without thinking about the consequences. That's something Number Six does. Number Six cares. Number Six opposes. He resists the trend. In the episode "Once Upon A Time" Number Two would thus ask him: "Why do you care?" Reply Number Six: "You'll never know."

It has become a household thing for us to either rely or depend on supercomputers doing calculations or providing information such as street maps, database applications or "Wikipedia" articles. This, in turn, changes the way that we look at knowledge and the transfer of knowledge as well. It becomes an everyday event. The supercomputer isn't the demon threatening us today, it's the data generated every single moment and them being used and processed by companies for purposes mostly unknown. Data both useful and meaningless supplied by us on a voluntary basis. Hence, it is only a small step from Speedlearn to Apple's "Siri", Microsoft's "Cortana" or Amazon's "Alexa", a gradual step, not a principle one.
In this respect, after the "Why" question, the resulting destruction of the established all-knowing, all encompassing computer-authority that reaches out into the very remotest details of our lives is indeed an allegorical solution of the PRISONER kind.

Vice versa and contrary to all those super computers, wireless telephones and techniques of surveillance which tend to quickly become obsolete that weather balloon - known as Rover - remains a stark and timeless non-technical symbol. One that keeps lasting for the whole series and beyond, perhaps simply because its amorphous shape and white membranous surface which like a film screen is ready to stimulate imagination.
As a subversive twist, television itself which would enable people to watch the series becomes the source of mental obfuscation. Then we have the dignified members of the Speedlearn board donning their black attire with top-hats and sun glasses, "Men in Black" avant la lettre. They resemble the undertaker from the title sequence - but here caricatures with their inappropriate code of dressing for what they are doing.

Also, one objet trouvé is here: the access control device to the broadcasting room, a children's toy known as the "coffin bank"**. A good deal of irony eventually, a specific tongue-in-cheek approach that makes this episode watchable. Something which, for that matter, is absent in the "A. B. and C" episode.

One line in the memorable introduction of Edward D. Woods' 1959 chef d'oeuvre PLAN 9 FROM OUTER SPACE was: "There comes a time in each man's life when he can't even believe his own eyes!" Hopefully the Village was keeping data backups in case "the General" failed.

TEXT: Arno Baumgärtel, thanks to Jana Müller and Michael Brüne

* In Roger Langley's McGoohan biography "Danger Man Or Prisoner"
** It is a savings box disguised as a coffin where a coin, put into the slot, is quickly grabbed by a small hand reaching out from a flap.

 


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