FALL OUT
DEMASKIERUNG

 

VORIGE EPISODE:

NÄCHSTE EPISODE:

 

 

Produktionsbedingte verzögerungen führen zu unterschieden in der US- und
GB-reihenfolge. Die deutsche weicht wiederrum und ohne ersichtlichen grund davon ab.
Die listung der episoden
entspricht der sog. englischen standard-reihenfolge.
Handlungslogisch betrachtet erfordern die episoden von NUMMER 6 keine zwingende abfolge. In praktisch allen ländern, in denen NUMMER 6 lief, gab es eigene reihenfolgen.

Mehr zur episodenreihenfolge...

 

 

"I AM NOT
A NUMBER.
I AM
A PERSON."

"SIX OF ONE,
HALF A
DOZEN OF
THE OTHER."

 

 
 

DREHBUCH & REGIE: Patrick McGoohan
DEUTSCHE EPISODE nr. 13
DEUTSCHE FASSUNG: Joachim Brinkmann
DEUTSCHE ERSTSENDUNG: ZDF 25.04.1970

Mehr über den titel...

 

EPISODENWÜRDIGUNG

DARSTELLER UND
DEUTSCHE STIMMEN
KOMPLETTE BESETZUNG

Patrick McGoohan
Nummer Sechs
Horst Naumann
Angelo Muscat
Butler
ohne Sprechrolle
Kenneth Griffith
Versammlungspräsident
Christian Marschall
Leo McKern
alte Nummer Zwei
Walter Reichelt
Alexis Kanner
Hippie/Nummer 48
Jürgen Clausen
Peter Swanwick
Supervisor
Leo Bardischewski

Die episode schließt nahtlos an die vorhergehende an: Nummer Sechs hat sich das recht erworben, ein individuum zu sein. Nun darf er zu Nummer Eins. Zuvor ist er der ehrengast eines merkwürdigen tribunals, das im chaos endet, der auflösung aller ordnung. Und er bekommt einen mitstreiter: Nummer Zwei. Erneut flucht.

PLATZ 7: Für die farce auf die Französische Revolution und einen gewissen surrealismus-cum-happening mit Kenneth Griffith als versammlungspräsident und Alexis Kanner als jugendlicher revoluzzer. Mehr fragen als erklärungen und auflösungen bleiben.

Lesen Sie nur dann weiter, wenn Sie NUMMER 6 bereits kennen und sich näher mit hintergründen, der produktionsgeschichte, therorie und diskussion beschäftigen wollen. - Wir sehen uns!

War "Pas de deux", die vorletzte episode, ein bewusst inszeniertes intensives kammerspiel, ein schauspielerisches ereignis mit einer minimalbesetzung und praktisch nur einem einzigen schauplatz, dem Embryoraum, so ist "Demaskierung" von allem etwas: eine untertasse voller geheimnisse, ein bunter luftballon voller ideen oder, weniger wohlwollend, eine luftblase mit rudimentärer handlung und, von etwas stock footage abgesehen, auch nur zwei schauplätzen, einem unterirdischen gewölbe sowie außenaufnahmen aus London ohne irgendwelchen dialog.

KENNETH GRIFFITH, DER PRÄSIDENT - EIN BEGNADETER REDNER
VOR EINEM AUSSERGEWÖHNLICHEN AUDITORIUM

"Demaskierung" - dem originaltitel "Fall Out" nach eigentlich "Abgang", aber auch radioaktiver niederschlag - ist aus der schieren not geboren, die serie NUMMER 6 zu einem schluss zu bringen. Vordergründig und als einzige episode überhaupt knüpft die handlung an die vorhergehende "Pas de deux" an. Diese wiederrum war schon monate früher entstanden als abschluss einer geplanten ersten staffel, zu einem zeitpunkt, als niemand ahnte, dass und wie schnell das ende kommen würde. Nach der psychotour der Extremen Absoluten Position (arbeitstitel von "Pas de deux") wird Nummer Sechs einer art gerichtsversammlung vorgeführt.

Man befindet sich an einem ort, dessen setting und ausstattung an Ken Adam denken lässt, den chefarchitekten so manches James-Bond-films, ein mit technischen innereien bestücktes höhlengewölbe. Als Nummer Sechs, der Supervisor und der Butler die unterirdische kaverne betreten, ist auf dem soundtrack "All You Need Is Love" von den Beatles zu hören, ein den frieden propagierender flower-power-titel, der im selben jahr, 1967, herauskam. Warum McGoohan gerade diesen song auswählte, darüber kann man nur spekulieren. Auf jeden fall sorgt seine verwendung gleichermaßen für irritation durch verfremdung wie für eine höchst ambivalente bestärkung dessen, was sich sogleich abspielen wird: ein tribunal. Denn interessanterweise, die ersten takte dieses songs sind die der Marseillaise, der französischen nationalhymne aus der zeit der Französischen Revolution von 1792, die zeit der standgerichte und der politischen (schau-) prozesse, bei denen mit politischen gegnern meist kurzer prozess gemacht wurde; als kontrast dazu die emphatischen verse des liedes über den kampf ums vaterland.

Ringsherum nehmen mit weißen capes und schwarz-weißen gesichtsmasken gekleidete personen platz, die bestimmte rollen verkörpern: "nationalisten", "abweichler", "reaktionäre" etc. Zu seiner und vor allem unserer überraschung ist Nummer Sechs nun der ehrengast. Er habe sich, so der versammlungspräsident, das recht erworben, nun nicht mehr mit einer nummer, sondern mit "Sir" angesprochen zu werden. Kenneth Griffith als Präsident schrieb seine rede auf McGoohans wunsch selber, weil dieser keine zeit hatte, während er über der generallinie der episode brütete. NUMMER 6, das brainchild McGoohans, ist hier wenig child und sehr viel brain, wo es um eine diskursive abhandlung des themas revolte und außenseitertum geht. Nicht wenige zuschauer damals dürften entnervt den fernseher abgeschaltet haben. Sie verpassten die chance, zeuge eines einmaligen stücks fernsehgeschichte zu sein. Dabei sind die didaktischen ausführungen des tribunalspräsidenten so präzise vorgetragen, dass jede parlamentssitzung sich dieser rede glücklich schätzen müsste.

Wie beim gesprochenen prolog des serienvorspanns geht die deutsche synchronfassung unter Joachim Brinkmanns regie in dieser episode beim wortgefecht zwischen dem hippie Nummer 48 (Alexis Kanner) und dem versammlungspräsidenten (Kenneth Griffith) einen signifikant eigenen weg. Eine begründung für das abweichen vom originaldialog ist nicht überliefert.

1967 war das flower-power-jahr, der summer of love. Das berühmte festival von Woodstock, das diesem ereignis ein bild in den medien verschaffen würde, fand erst zwei jahre später, am wochenende des 16. Augusts 1969 statt, dem tag der deutschen erstausstrahlung von NUMMER 6. Sicher ist: Die vergangenen rund zwei jahre seit der produktion von "Demaskierung" etwa im sommer 1967 bis zur synchronisation 1969 durch das ZDF waren voller politischer und gesellschaftlicher brisanz gewesen, in den USA, in Deutschland und in kontinentaleuropa, mit ereignissen, die Brinkmann vor augen und im kopf haben musste. So die von gewaltsamen auseinandersetzungen geprägten demonstrationen gegen den staatsbesuch des persischen (Iran) Shahs 1967 in Berlin mit der ermordung des studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni des jahres durch einen polizisten; das attentat auf studentensprecher und mastermind Rudi Dutschke im April 1968; in Frankreich universitätsbesetzungen mit protesten und der generalstreik im Mai; in den USA die sich inbesondere nach der Tet-Offensive des Vietcong im September 1968 ausweitenden gewalttätigen proteste gegen den krieg in Vietnam. Und sicher spielt auch der kulturelle umbruch in Deutschland eine rolle. Die studentenbewegung etwa seit mitte der 60er jahre und die entstehung der außerparlamentarischen opposition (APO) richteten sich sowohl gegen die verkrusteten strukturen der ordinarienuniversität wie gegen das persönliche wie auch gesellschaftliche schweigen von vätern und politikern über ihre vergangenheit und rolle während der Nazizeit. Aber auch gegen den anhaltenden einfluss alter nazis auf die bundesrepublikanische politik der nachkriegszeit.

GRIFFITHS REDE ALS VERSAMMLUNGSPRÄSIDENT
DIALOG ZWISCHEN PRÄSIDENT UND NUMMER 48

Die themen des originaldialogs: anpassung und norm, der generationenkonflikt, manifest in gestalt der beiden figuren Präsident und Hippie, werden von Brinkmann relativ stark umgearbeitet, ja umgedeutet in eine auch recht kryptische auseinandersetzung über gewalt und zwang.

LONLEY AT THE TOP: NUMMER SECHS GANZ BEI SICH SELBST - UND DEM BUTLER...

Zwei bekannte treten wieder auf: Alexis Kanner, The Kid aus "Living In Harmony", stiehlt fast allen die show als unangepasster jugendlicher hippie im rüschenhemd. Er springt herum, redet dazwischen, bimmelt mit seinem glöckchen, singt und rezitiert das spiritual "Dem Bones", bringt die versammlung gehörig durcheinander (mehr...). Leo McKern als ex-Nummer Zwei, von der zentrale eigens für den job in "Pas de deux" reaktiviert und gestorben - oder nicht? - wird nun reanimiert und findet sich gleichfalls vorgeführt als ein dem establishment angehörender revolteur, der die hand biss, die ihn fütterte. Und Nummer Sechs? Der darf auf einem thron sitzend zuschauen, muss sich dann entscheiden zu regieren oder zu gehen. Nicht ohne genugtuung beweist man ihm, wie nutzlos gerade er für jede art von gemeinschaft oder gesellschaft ist. Denn er ist der wahre revolteur und individualist, "das letzte störrische überbleibsel einer aussterbenden art" (wie von Nummer Zwei in dem kurzfilm RESOLUTION jahrzehnte später zu hören) oder, wer weiß, vielleicht sogar das allererste individuum...? Vergessen wir nicht, wie sehr McGoohans figur seine indivdualität und integrität über die serie hinweg zu behaupten hatte. Denn gerade er wurde gezwungen, gestoßen, abgestempelt, eingestuft, bewertet, abgewertet oder nummeriert.

Bereits in "Pas de deux" ließ eine bemerkung von Nummer Zwei darauf schließen, dass Nummer Sechs der beste ersatz für ihn selbst sein würde, wenn es gelänge, ihn für den Ort zu gewinnen: Hier nun muss er sich entscheiden zu regieren oder zu gehen. In der schlüsselszene darf er eine rede halten, deren erstes wort "ich" von den anwesenden maskierten skandierend niedergeschrieen wird: "Ich, ich, ich...!" Der doppelcharakter von Nummer Sechs' anstrengungen, ein individuum zu bleiben oder zu werden, wird hier auf den punkt gebracht bzw. gleich höhnisch affimiert: "aye, aye, aye!". Die rede geht im - kalkulierten - getöse unter. Danach das chaos.

EIN PAAR SEKUNDEN, SERIENGESCHICHTE

Zeit auch, an Nummer Eins zu denken: McGoohans alternativen für den posten des oberschurken waren arg limitiert, B. Frank hat das in seinem artikel herausgearbeitet. Dass Nummer Sechs Nummer Eins ist, konnte nach allem gar nicht anders sein - denn was kann es schlimmeres geben als das schlimmste alptraummonster: das eigene alter ego, das böse zwilligs-ich, the evil side of man, Mr. Hyde im gewand von Dr. Jeckyll. McGoohan stand in der pflicht, fernsehsender wie publikum eine auflösung liefern zu müssen, in seinem unwillen jedoch verweigerte er dem publikum, nach was es verlangte: Mr. X, Dr. Mabuse, außerirdische - eine genrekonforme coda. Darüber war er lange hinaus. Bemerkenswert, wie viele kommentatoren diese paar neuralgischen bilder links liegen lassen in ihren betrachtungen. Schauen wir genauer hin, alles geht sehr schnell. Unwesentlich länger als diese animation ist die sequenz der "enttarnung" von Nummer Eins im realfilm. Das muss sie, sonst würde man ihr zu recht einen extremen zeigecharakter vorhalten. Und besser würde sie dadurch erst recht nicht.

In der reihenfolge des erscheinens:
1. Vom tribunal in die katakomben ist Nummer Sechs jetzt in einem kommandoraum (einer rakete, wie man später sieht), wo er eine wie die gestalten des tribunals mit einem weißen cape und maske gekleidete person trifft, die ihm eine kristallkugel reicht.
2. Nummer Sechs tritt näher, nimmt die kugel, die person präsentiert sich - und uns - frontal. Die kugel fällt und zerbricht.
3. Überdeutlich ist die nummer "1" zu erkennen.
4. Nummer Sechs greift nach der gesichtsmaske, reißt sie herunter.
5. Ein affengesicht kommt zum vorschein, brabbelnd, giggelnd, spottend.
6. Nummer Sechs erkennt irritiert, dass auch der affe eine maske ist und reißt die affenmaske ab; darunter...
7. ... sein eigenes gesicht! Merkwürdig verzerrt, aggressiv, herausfordernd.
8. Für momente gleichen die gesichtszüge von Nummer Sechs sich denen seines doppelgängers/alter egos an. Beide stoßen schreie aus.
9. Blitzschnell verschwindet "Nummer Eins-Sechs" eine steigleiter hinauf und aus dem raum. Nach einer schrecksekunde macht "Nummer Sechs-Sechs" sich an die verfolgung, zu spät.
10. "Ätsch! - Du kriegst mich nicht!" Das letzte bild von "Nummer Eins-Sechs", bevor das schott zufällt, auf nimmerwiedersehen.

Mit diesen paar einstellungen lässt McGoohan die luft aus dem bis dahin vermeintlich größten geheimnis der fernsehseriengeschichte. Distanziert und lapidar, ein bisschen Brecht und episches theater, ein bisschen "hasch-mich"-kinderspiel. Es kann nicht funktionieren. Nicht wie erwartet. Was wir zu sehen bekommen, fast die gesamte episode "Demaskierung", ist reichlich mehr theater- als filmische inszenierung in der fast völligen übereinstimmung von handlung, zeit und ort, den als kulissen erkennbaren sets, den deklamatorischen dialogen und im schauspielerischen ausagieren. Was wiederrum nicht wenig beiträgt zur geringschätzung dieser doch außergewöhnlichsten monsteraustreibung der seriengeschichte. So viel reverenz sollte schon sein.

Bewundernswert auch nach über 40 jahren ist die chuzpe, mit der McGoohan geglaubte unvereinbarkeiten, entfernt liegendes und disparates zusammenführt - und wie doch alles, wider erwartung, nicht ohne wirkung bleibt. Nein, diese episode ist wirklich nicht gut im herkömmlichen sinn von serienentertainment. Sie ist zu gut für vieles andere.
Was von der episode bleibt, sind bilder, töne, stimmungen, "der hüftknochen kommt wieder zum beckenknochen... Hört das wort des Herrn (mehr...)!"

MEHR: 27 MEILEN VON DAHEIM
DAVE BARRIE: THE MAJESTY OF FALL OUT
(E)
DAVE BARRIE: DER UNMÖGLICHE TRAUM
NUMMER 6 - NICHT DER GEFANGENE

Das ende beginnt (fast wie) der anfang: mit einer straßenszene, der Lotus Super Seven im Londoner verkehr, darübergelegt das wort Prisoner - Gefangener. So simpel und doch so enigmatisch. Die szene fehlte in der ZDF-bearbeitung 1969/70.
Das schlussbild zeigt die figur, die wir als Nummer Sechs kennen gelernt haben, auf demselben (?) lost highway wie zu
beginn. Schon hier ist das ende der straße nur der anfang. Ein angemessener schluss also? Ja, insofern McGoohan eine mögliche mainstream-auflösung ebenso wie die erwartungshaltung des publikums zugunsten eines unkonventionellen endes umging. Nicht unbedingt logisch, aber vielleicht unvermeidlich.

 

Written & directed by: Patrick McGoohan

 

APPRECIATIVE EXAMINATION

ACTORS AND
GERMAN VOICES
COMPLETE CAST

Patrick McGoohan
Number Six
Horst Naumann
Angelo Muscat
Butler
non-talking role
Kenneth Griffith
Assembly president
Christian Marschall
Leo McKern
former Number Two
Walter Reichelt
Alexis Kanner
Hippie/Number 48
Jürgen Clausen
Peter Swanwick
Supervisor
Leo Bardischewski

Seamlessly this episode continues where the previous ended: Number Six has vindicated to be an individual. Now he is allowed to meet Number One. Prior to this he is guest of honour of a strange tribunal which terminates in chaos, the desintegration of order. And he's got a new co-fighter: Number Two. Escape again.

RANKED 7th: For the farce on the French Revolution and a certain surrealism-cum-happening with Kenneth Griffith as the President of the assembly and Alexis Kanner as the youthful revolutioner. More questions than solutions remain.

Don't read any further unless you know THE PRSIONER already and you want to delve more indepth into theoretical discussions and facts around the history of the production. - Be seeing you!

Whereas "Once Upon A Time", the penultimate episode, was a decidedly staged intensive intimate play, an acting event using a minimum cast and virtually one set only, the Embryo room, the ingredients of "Fallout" are manifold, a saucerful of secrets, a colourful balloon full of ideas or, less favourably said, a bubble of rudimentary plot and, disregarding of some stock footage, merely two sets, one of them an underground cavern, the other one location footage without any dialogues shot in London.

KENNETH GRIFFITH, THE PRESIDENT - A BLESSED SPEAKER IN FRONT
OF AN EXTRAORDINARY AUDITORIUM

"Fallout" - the German title "Demaskierung" deceptively hinting to definite unmasking and the expectation of some higher truth - was created out of the utter necessity to terminate THE PRISONER as a series. At first the episode reaches back recalling events from the previous "Once Upon A Time" which, in turn, is the only time this happens throughout the series. "Once Upon A Time" in fact had been produced months earlier as the finale of a proposed first season but nobody ever imagined the end would come so quickly. After having overcome the psychological ordeal of Degree Absolute Number Six is put to some sort of trial. The location is a subterranean cavern fitted with technical equipment the setting and design of which reminding of Ken Adam's creations of a couple of famous James Bond filmsets.

Surprisingly he is welcomed as the guest of honour and, as the President of the assembly says, he has vindicated the right of the individual and must no longer be addressed by a number but "Sir", which is very much to his, and our, surprise. The moment Number Six, the Supervisor and the Butler enter the subterranean cavern on the soundtrack we hear "All You Need Is Love" by the Beatles, a flower-power song propagating peace, released also in 1967. Why McGoohan exactly chose this particular song is up to speculation. It is clear that its use, at the same time, causes irritation by means of alienation as well as a highly ambialent confirmation of what's about to happen next: a tribunal. It is interesting that the initial chords of this song are those of the Marseillaise, the French national anthem from the time of the French Revolution of 1792, the era of courtmartialing and political (show) trials, when political adversaries were being disposed of in short order. Contrasting to this we have those emphatic verses of the song on the battle for the fatherland.
The surrounding places are occupied by hooded guises donning black & white face masks who represent certain roles: "nationalists", "reactionaries", "dissidents" etc.

Kenneth Griffith, as the President of the assembly, wrote his speech himself according to McGoohan's wish because he was too busy getting the storyline of this episode done. THE PRISONER here, McGoohan's brainchild, is less child and much more brain in dealing with a discourse on revolt and nonconformity. Quite likely that many TV viewers in the 60s exasperatedly turned their TV-sets off. Indeed, they missed the chance of experiencing some unique piece of TV history. Thereby the President bringing forth his didactic presentations right to the very point that any parliamentary session ought to be lucky to witness.

GRIFFITH'S SPEECH BEFORE THE ASSEMBLY
THE DIALOGUE BETWEEN THE PRESIDENT AND NUMBER 48

As with the spoken prologue of the credit sequence the 1969 German dubbing version by dialogue director Joachim Brinkmanns takes its own very significant course again here with the battle of words between the hippie, Number 48 (Alexis Kanner) and president (Kenneth Griffith). No reason is given for the obvious changes Brinkmann made.

One thing is sure: Roughly two years had past since the production of "Fall Out" in the summer of 1967. Two years that, particularly in continental Europe, the USA and Germany, were filled with events that Brinkmann must have had in mind ever since. In 1967 violent protests were raging in Berlin against the visit of Persian (Iran's) dictator-emperor The Shah and the subsequent killing of student Benno Ohnesorg by a police officer on June 2nd; the assassination attempt at political master mind and student leader Rudi Dutschke in April of 1968 which left him severly injured; student's protests and demonstrations, the occupation of universities were followed by a general strike in France during May 1968; the Vietcong Tet-offensive in September of 1968 was followed by violent demonstrations against the Vietnam war in many parts of the USA. And, not the least, there was the political and cultural upheaval in Germany that had been going strong since the beginning of the student's movement by the early mid-60s against outdated structures of what was then called the "university of the ordinaries" as well as against the silent fathers and politicians as to their own past involvement during the period of the Third Reich in Germany and the enduring influence of old Nazis in contemporary federal German politics.

Thus, adaptation and the norm, the generation conflict manifest in both characters the President and the Hippie - the subjects of the English dialogue - were considerably reworked and rewritten by Brinkmann, even given new meaning, into a rather cryptical dispute on violence and coercion.

LONLEY AT THE TOP: NUMBER SIX ALL ON HIS OWN - AND THE BUTLER...

We see the reappearance of two of the previous characters: Alexis Kanner, The Kid of "Living In Harmony", who as a rebellious juvenile hippie with ruchings upstages almost all the others jumping around, rapping, jingling his bell, singing and reciting the spiritual "Dem Bones" (more...). This causes some considerable chaos among the participants of the assembly. Leo McKern, as the ex Number Two, had been called into position again by the authorities for the job in "Once Upon A Time" and then died - or had he? - is reanimated. He finds himself being brought to trial, too, as a member of the establishment who bit the hand that fed him. And Number Six? He is allowed to be sitting on a throne observing the proceeding, then he is to decide on whether to govern or to leave. It is not without satisfaction that he is demonstrated his uselessness for any kind of community or society. Because he is the true revolter and individualist, "the last stubborn remnant of a dying breed" (as Number Two in the short film RESOLUTION would put it decades on) and, who knows, maybe he's the very first individual as well...? Let's not forget the many difficulties the McGoohan character encountered in his fight for individuality and integrity of his person. Indeed, he was pushed, filed, stamped, indexed, briefed, debriefed or numbered!

From a remark by Number Two in "Fall Out" we can conclude that he considered Number Six the best replacement for himself if ever the were successful in getting Number Six to join them: now it's up to him to make up his mind eventually, decide on whether to rule or to leave. There is the key scene where Number Six is allowed a speech to the assembly. As he starts his very first word "I" is interrupted by the masked knocking on their tables and shouting repeatedly: "I, I, I!" to leave his speech unheard in this - well calculated - pandemonium. The crucial point of this scene is the double character, the the taunting affirmation "Aye, aye, aye...! of just how much his efforts are Janus-faced. Next is chaos.

A FEW SECONDS OF TV HISTORY

Time to think of Number One, too: Author B. Frank has pointed out (in a German-language article) that McGoohan's options for a suitable top villain had been limited. The fact that Number Six is Number One, after all, was without alternative - what could have been more wicked than the worst nightmarish monster: one's own alter ego, the vicious twin personality, the evil side of man, Mr Hyde in the garb of Dr. Jeckyll. McGoohan was obliged to both the TV station and the audience to deliver a solution to the show. But he denied the audience what it wanted most: Mr. X, Dr. Mabuse, extraterrestrials - some conclusion according to the genre rules. He was far beyond this point.

What we eventually experience, almost the entire "Fallout" episode, onscreen, is less cinematic than stage-looking in its congruence of action, time and setting; and the appearance of its backdrop-like sets, the dialogues being elocutionary, the theatre-stage acting. Which, probably, contributes a lot to the disregard of this most extraordinary monster expulsion in the history of TV series. So much for the esteem that ought to be attributed to this episode.

It is remarkable how many comments tend to neglect those few crucial images. Let's take a closer look, all happens very quickly. The "disclosure" of Number One, in the reel, is only marginally longer than it is in this little animation. And that's quite right. It would have been with too much ostentation otherwise, and never would it have been better.

In the oder of appearance:
1. From the trial into the catacombs, Number Six is in a control room (which will we'll see later to be that of a rocket) where he encounters a hooded and masked person like one of the trial before. He is offered a crystal sphere.
2. Number Six approaches, takes the sphere, frontally the masked spreading his arms presents himself - and to us; the sphere is dropped and breaks.
3. Clearly as anything the number "1" can be seen.
4. Number Six grabs at the facemask and snatches it off.
5. The face of an ape is under it, babbling, giggling, taunting.
6. Bemused Number Six realizes that the ape is a mask, too. Again, he snatches the mask off; beneath it...
7. ... his own face! But a strange looking one, warped, aggressive, challenging.
8. For only a few instances both their faces, that of Number Six and that of his doppelgänger/alter ego, blend in. There is shouting by both of them.
9. Rapidly Number "One-Six" escapes the room by clambering up a vertical ladder. Number "Six-Six", shocked for one moment, hurries after him, but too late.
10. "Serves you right! - You won't get me!" It's the last glimpse of Number "One-Six" before the hatch door shuts, never ever to be seen again.

One of the supposedly biggest secrets in the history of TV series making is deflated by McGoohan within only a couple of shots, rather detached, utilizing a little Brechtian epic theatre style, a little "catch-me-if-you-can" child's play. As such it wouldn't work. Not as expected.

40 years on the chutzpah employed by McGoohan is still admirable for merging elements contradicting, incommensurate and disparate. And yet, against anticipation, all this does have some impact. No, this episode isn't really a good one. Not in terms of TV serialized entertainment. It's too good for many others.
What remains are images, sounds, the moods, "Collar bone's connected to the neck bone... Hear the word of the Lord (more...)!"

MORE: 27 MILES FROM HOME
DAVE BARRIE: THE MAJESTY OF FALL OUT
(E)
NUMBER 6 - NOT THE PRISONER (D)

The end is (almost like) the beginning: a London street scene with the Lotus Seven, the word Prisoner - [German] Gefangener - superimposed. As simple as that but it's enigmatic. The scene dropped in the original German screening from 1969/70.
In the final image we see the character we used to know as Number Six driving his Lotus on the same (?) lost highway as he does at the outset of each episode. Yet here, the end of the road is just the beginning. Thus, a "fitting end"? Yes, "fitting" insofar as McGoohan eschewed any mainstream solution as well as audience's expectations for his anyway offbeat series. "Logical" not necessarily but perhaps unavoidable.


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