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| GADGET UND GENERAL |
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The Prisoner Nummer 6 Serien
gehören zum bodensatz des fernsehens, omnipräsent und so unendlich
wie das medium selbst. Die wenigsten kratzen auch nur an der unterseite
unserer aufmerksamkeitsschwelle. Fantastisches
fernsehen
FEEDBACK |
Dem gegenüber stories, in denen Nummer Sechs übel mitgespielt wird oder er zu fliehen versucht: "A, B & C", "2:2=2", "Herzlichen Glückwunsch", "Die Glocken von Big Ben", "Schachmatt", "Free For All", "Living In Harmony". "The Schizoid Man" ist in dieser kategorie eine der originellsten. Science fiction ist, aus dem kontext der entstehungszeit heraus, eins von mehreren versatzstücken. Die dargestellte futuristische technologie ist jedoch naiv und krankt auch an serienbedingten beschränkungen, besonders in "Der General", wo mit wahrhaft fehlgeleiteten annahmen über künstliche intelligenz operiert wird. Es ist die schlechteste episode, zusammengewürfelt aus überresten und nur verbunden durch eine ferne idee allgewaltiger kontrolle. Aber so wenig NUMMER 6 sich ins schema der soap opera einordnet, so unfocusiert sind die einzelepisoden. Auf die SF-prämisse, jedenfalls, ist die serie nicht angewiesen.
Die deutlich kafkaesk verfremdete figur Nummer Sechs dominiert in "Die Ankunft", "Schachmatt", "Die Anklage" und "Pas de deux". Entsprechende motive enthalten "A Change Of Mind", "Demaskierung" und ein stück weit die ganz andersartige "Living In Harmony". Logische
löcher gibt es einige in der kontinuität. In "2:2=2"
hat Nummer Sechs im privatleben offenbar eine verlobte, die tochter seines
ehemaligen chefs. In "Die Glocken von Big Ben" gibt er an, keine
(frau) zu haben. Unklar bleibt auch, wie lange er überhaupt im Ort
ist. Doch das mag absicht sein. Abgesehen von den beiden letzten, gibt
es keine handlungsbezüge der episoden untereinander.
Der gravierendste widersinn allerdings ergibt sich gerade durch die scientific plots: Denn wenn man über die geschilderten möglichkeiten der bewusstseinsmanipulation und gehirnwäsche verfügt, um an informationen zu gelangen oder konformes verhalten zu erzwingen, warum dann Nummer Sechs in einem goldenen käfig einsperren? Natürlich schlägt hier der symbolismus durch, und die reihe lebt von dieser grundannahme, die schwelle des unglaubens wird zudem geschickt auf schnürsenkelhöhe gehängt. Etwa so, wie man akzeptiert, dass Kiefer Sutherland in der "echtzeitserie" 24 all seine probleme innerhalb von 24 stunden lösen können, nie aufs klo müssen und stets einen vollen handyakku dabei haben soll. Einblicke
in machtstrukturen des Ortes verschaffen, mit einer etwas wirren logik,
"Das Amtssiegel" sowie "Hammer oder Amboss"; die bessere
von beiden wegen der art und weise, in der Nummer Zwei ausmanövriert
wird. "--3-2-1-0" ist die englischste, "Living In Harmony" die amerikanischste episode. Beide sind indizien dafür, wie weit die ideenlieferanten zu gehen hatten, als die handlungsmöglichkeiten im Ort selbst sich erschöpften. "--3-2-1-0" ist comic live, eine verrückte Holmes/Bond-parodie und wurde bereits für die DRAKE-serie geschrieben. "Harmony" paraphrasiert mit dem namenlosen fremden muster einschlägiger western.
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Psychologie ist der ausgangspunkt der "Schachmatt"-episode. Und das schlussbild liefert die zentralmetapher der serie in einem bild: Der Butler stellt eine bauernfigur auf das schachbrett zurück. Abspann. Das spiel beginnt von neuem. Die fragen bleiben: Wer ist gefangener, wer wärter? Wer ist spieler, wer figur? Wer spielt mit wem? |
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"Wir sehen uns!" oder L'année dernière au Village · The Prisoner · Nummer 6 | |||
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