PATRICK McGOOHAN LE PRISONNIERFRANCE

The Prisoner Nummer 6


SITEMAP

TV-Magic

DIE MAGIE DES FERNSEHENS

PERSÖNLICHE
BESTENGALERIE

Die nase voll von arzt-, krankenhaus- oder anwaltsserien, sitcom ausgesessen, die "mystery"-masche ausgelutscht und dazu noch zu spät geboren,
um all die originalschätze zu kennen? Tragisch!

Hier ist zumindest das basiswissen. Viele wenn nicht die meisten der hier beschriebenen serien sind inzwischen auf DVD erhältlich. Ein trost. Die "magie des fernsehens" ist und bleibt jedoch eine angelegenheit der fernsehgeschichte selbst, der eigenen biografie und (fernseh-) sozialisation.

Oft lagen jahre zwischen der US- oder GB- und der deutschen erstsendung einer serie. Die intros der meisten serien veränderten sich von staffel zu staffel leicht, das gilt auch heute noch. Vor allem die titelmusiken wurden und werden oft variiert. In den 50ern und 60ern und bis in die 70er jahre wurden vorspänne weitgehend eingedeutscht, d.h. auch mehr oder weniger deutlich verändert gegenüber dem original, etwa durch zwischentitel, meistens verkürzte besetzungsangaben, fehlenden kommentar bzw. geänderte titelmusik. Die konnte anders instrumentiert oder orchestriert sein und war oft nur instrumental. So ist das titelthema z.b. bei Familie Feuerstein, "Meet the Flintstones", ohne gesang, bei Flipper dagegen wurde der text eingedeutscht.

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DIE MAGIE DES FERNSEHENS

Unschwer lässt sich in dieser BESTENLISTE ein fokus auf krimi- bzw. agentenserien feststellen, symptomatisch für die mitt-60er und 70er jahre. Das utopische genre bediente sich z.t. noch lachhafter tricks. Mit Kubricks 2001 und den Apollo-mondflügen änderte sich dies allmählich auch bei serien, aber erst STAR WARS brachte einen durchbruch auf dauer hin zu glaubwürdigeren spezialeffekten. Andererseits bedeuteten "realistische" tricks in SF-serien noch keine intelligenten stories bzw. figuren, wie am beispiel Space: 1999 oder UFO zu sehen.

 

Wer in den 80er jahren des 20. jahrhunderts geboren ist, kann unmöglich nachvollziehen, was die frühen fernsehjahre in Deutschland bedeuteten, die zeit vom beginn regelmäßiger sendungen anfangs der 50er jahre bis zur etablierung der ersten privatsender in den neuen kabelnetzen mitte der 80er.

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MARTIN COMPART: SOAPS - FERNSEHSERIEN...
TV TÖNE TVT 1 - 7 · TV CLASSICS VOL 1 - 4 · SCIFI'S GREATEST HITS · STRASSENFEGER

Die ARD (das "erste programm") gab es ab 1952, zu beginn der 60er auch das ZDF und beide bis 1967 natürlich nur in schwarz-weiß, was für viele familien aus finanziellen gründen auch nach der einführung des farbfernsehens so blieb. Die regionalen dritten programme traten erst später auf den plan, und von überlappungsgebieten abgesehen, war auch nur das jeweils "eigene" dritte zu empfangen, dessen sendezeiten sich auf wenige abendstunden beschränkten.

Das TV (es hieß zu dieser Zeit noch "Fernsehen") gab es zwar schon, allerdings mit nur einem einzigen Programm und selbst dort war nur wenige Stunden am Tag etwas zu sehen (abgesehen vom Testbild). Damit nicht genug, das, was zu sehen war, war ausschließlich schwarz-weiß. Also nicht nur die alten Schinken, auch aktuelle Sendungen wie Nachrichten (Tagesschau), Sport, sogar die Werbung. Einfach alles, gänzlich ohne Farbe. Selbst als sporadisch einige Sendungen in Farbe ausgestrahlt wurden, war sowohl das Farblogo, das die Farbsendung ankündigte, als auch der anschließende Farbfilm auf unserem Bildschirm immer noch schwarz-weiß!

Das Programm des Deutschen Fernsehens startete zwar schon am 25. Dez. 1952, allerdings gab es da nur ein paar hundert Fernsehbesitzer. Im Laufe der 50er-Jahre steigerte sich die Anzahl der Fernsehteilnehmer, insbesondere nach der Fußballweltmeisterschaft 1954. Im Jahre 1957 überschritt sie dann die Millionengrenze. Das primäre elektrische Informations- und Unterhaltungsmedium blieb jedoch bis in die 60er der Hörfunk. Erst in den 60ern bekam er durch das Medium Fernsehen ernsthafte Konkurrenz. Die 60er-Jahre sind das Jahrzehnt, in dem das Fernsehen in die Haushalte Einzug hielt und sich zum führenden Unterhaltungsmedium entwickelte. Optisch konnte man die Ausbreitung des Fernsehens an den Antennen auf den Dächern der Häuser erkennen. Kabel- oder Satellitenempfang lag noch weit in der Zukunft.

Fernsehen in den 60ern war noch recht beschaulich und nicht so actionlastig und hyperaktiv wie heute. Die meiste Zeit des Tages änderte sich am Fernsehbild nichts, es blieb dunkel, da ausgeschaltet. Schaltete man den Fernseher kurz vor Programmbeginn ein, sah man auf dem Bildschirm eine bildfüllende Uhr (natürlich analog) und man konnte dem Sekundenzeiger auf seinen Runden folgen. Die einzelnen Sendungen wurden durch eine Fernsehansagerin vorgestellt, damit der Zuschauer wusste, was ihn in der kommenden Sendung erwartete. Im Programm selbst überwogen eher ruhige Sendungen. Dokumentarfilme, Nachrichtensendungen, Theateraufführungen, Operetten, Komödien und Sportübertragungen bildeten die Schwerpunkte. Es wurde noch erzählt (Luis Trenker, in fröhlicher, munterer Weise, oft auch wild gestikulierend über Abenteuer in den Bergen und seine Filme) oder vorgelesen (Margot Trooger, z.B. aus Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren). Nachmittags gab es Sendungen für Kinder und in den Regionalprogrammen zwischen 18 und 20 Uhr die eine oder andere 25-minütige TV-Serie. Internationale Spielfilme waren selten und liefen meist zu einer Zeit, zu der Kinder schon lange im Bett lagen. Ab einem Alter von ca. 10 Jahren durfte ich samstags schon mal einen Spielfilm, etwa einen Western, sehen. Vor dem Film lief nach der Tagesschau häufig noch eine Quizsendung (z.B. Einer wird gewinnen mit Joachim Kulenkampff). Ärgerlicherweise wurde die dafür vorgesehene Sendezeit meist überzogen. Im Anschluss daran folgten Nachrichten und die Ziehung der Lottozahlen. Danach sprach ein Geistlicher Das Wort zum Sonntag, wobei es aber nicht bei einem Wort blieb, sondern das Wort sich als minutenlange Predigt hinzog. Dann endlich, nach einer mehr oder weniger ausführlichen Inhaltsangabe durch die Fernsehansagerin, begann der Spielfilm, auf den ich oft schon die ganze Woche gewartet hatte - und meistens hatte sich das Warten gelohnt.

So ein röhrenfernseher - vorausgesetzt, man hatte schon einen und musste nicht zu onkel oder freunden gehen - hatte mehrere minuten aufwärmzeit (von wegen stand-by!), die, wenn man zu spät dran war, von der sendung abging. Zum umschalten zwischen beiden programmen musste man sich aus dem sessel erheben, kabelfernbedienungen kamen jahre später auf den markt. Stationstasten am gerät waren auch noch nicht üblich, und so war es nötig, an den frequenzreglern vom VHF- auf das UHF-band umzuschalten. Störungen durch schlecht installierte hausantennen oder schlechte empfangslage waren an der tagesordnung.

Die monopolstellung der beiden öffentlich-rechtlichen sender brachte zuschauerquoten von 30 prozent und mehr pro sendung hervor. Die frühesten deutschen fernsehserien von mitte oder ende der 50er jahre wie etwa SO WEIT DIE FÜSSE TRAGEN oder DIE FIRMA HESSELBACH waren gassenhauer. Die landesweite fixiertheit auf das noch junge medium machte sich 1962 der schauspieler und kabarettist Wolfgang Neuss (für seinen eigenen neuesten film im kino) zunutze, indem er, noch während der neueste Francis-Durbridge-krimi DAS HALSTUCH deutsche straßen leer fegte, in einer zeitungsanzeige öffentlich den mörder verriet. Ein aufschrei der empörung war die folge. Dabei hatte Neuss einfach ins blaue hinein geraten. Unterhaltungssendungen wie Hans-Joachim Kulenkampffs EINER WIRD GEWINNEN, der deutsche krimi-dreiteiler DIE GENTLEMEN BITTEN ZUR KASSE und später AUF DER FLUCHT oder RAUMPATROUILLE waren ab mitte der 60er jahre die tagesgespräche an den arbeitsplätzen und in den wirtshäusern.

Hast du gestern .... gesehen? Dies war häufig die erste Frage, die vor Schulbeginn auf dem Schulhof gestellt wurde, und häufig wurde diese Frage mit "ja" beantwortet, denn gesehen bezog sich auf ferngesehen, und wenn jemand am Vortag ferngesehen hatte, hatte er auch zwangsläufig .... gesehen. Es gab nämlich nur ein einziges Programm. Weil es das einzige war, hatte es für uns auch keinen Namen. Fernsehen und Fernsehprogramm waren eins. Offiziell hieß es "ARD" (Arbeitsgemeinschaft der öffentlich- rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland), und dann gab es noch die einzelnen Regionalprogramme, wie BR, HR, WDR, NDR, SWR usw. Aber auch da gab es keine Auswahl, man empfing immer nur das für sein Bundesland vorgesehene Regionalprogramm. In unserem Fall war es der HR (der Hessische Rundfunk). Erst als auch das ZDF von immer mehr Fernsehgeräten empfangen wurde, bekamen die Sender für uns einen Namen: Das 1. Programm (ARD und die Regionalprogramme) und das 2. Programm (ZDF). Später bekamen die Regionalsender den Namen 3. Programm. Und als die Privat-Sender hinzukamen haben wir mit der Nummerierung aufgehört. Da waren die 60er aber auch schon lange vorbei.

Eine Fernbedienung war damals noch völlig unbekannt. Ihr Nutzen wäre aufgrund der geringen Anzahl der Fernsehsender auch nicht besonders groß gewesen. Die ersten Fernsehgeräte verfügten über einen Ein-Aus-Schalter, einen Regler für die Lautstärke sowie

Regler für Helligkeit/Kontrast und die Feinabstimmung der Frequenz. Diese waren ausschließlich manuell zu bedienen. Der Start des 2. Fernsehprogrammes (ZDF) im April 1963, das im UHF-Bereich sendete, machte nicht nur eine zweite Antenne sondern auch noch einen Umschalter zwischen dem 1. und dem 2. Programm erforderlich. Um das neue 2. Programm zu empfangen, mussten ältere Geräte erst einmal auf den erweiterten Frequenzbereich umgerüstet werden. Dazu gab es im Handel einen UHF-Vorsatzkonverter, der von einem Radio- und Fernsehtechniker in das Fernsehgerät eingebaut wurde. Da das Ganze mit nicht unerheblichen Kosten verbunden war, dauerte es noch einige Jahre, bis die meisten Haushalte mehr als nur ein Fernsehprogramm empfangen konnten.

Selbstredend noch unbekannt war fernsehen rund um die uhr. Je nach wochentag und programm war gegen mitternacht oder kurz darauf sendeschluss, das jedoch ohne nationalhymne, anschließend blieb das testbild, danach nur noch "white noise". Wer in grenzgebieten zum ausland wohnte, war wegen seiner empfangslage privilegiert. Vermutlich im vorfeld der einführung des farbfernsehens konnte sich glücklich schätzen, wer zufällig vormittägliche testsendungen, unter anderem auch zeichentrickfilme, mitbekam.

Zigarettenreklame im fernsehen war unumstritten und völlig normal. Nicht nur in der sonntäglichen diskussionsrunde DER INTERNATIONALE FRÜHSCHOPPEN wurde gequalmt (und darüberhinaus dem wein zugesprochen), was das zeug hielt. So manche fernsehberühmtheit warb allabendlich vor einem prasselnden offenen kamin: "Drei dinge braucht der mann: feuer - pfeife - Stanwell". Der "duft der großen weiten welt" von Peter Stuyvesant war der inbegriff bundesdeutscher modernität, während man als kind die werbung mit dem HB-männchen lieber sah. Auch die heile familienwelt wie heutzutage in dem spot für eine bekannte nuss-nugatcreme, deren mitglieder sich bei stets strahlendem wetter gemeinsam an einer margarinensorte, die das frühstück gut machte, labte, gab es bereits.

HI-TECH VON QUELLE: DER TOMBOLA-GEWINN DES VATERS
ETWA 1970 REVOLUTIONIERTE DAS FERNSEHVERHALTEN BETRÄCHTLICH...

SESAMSTRASSE, RAPPELKISTE, DIE SENDUNG MIT DER MAUS - diese und andere oft weniger kinder- als pädagogenspezifischen formate waren noch nicht erfunden, gesendet wurde hauptsächlich US-amerikanisches material, also serien. Für kinder und jugendliche begann der fernsehtag frühestens gegen 16, 16:30 uhr, wenn nicht eine übertragung aus dem Bundestag dazwischen kam. Und beileibe nicht jeder nachmittag bot etwas für die jugend. Beliebt waren "Dick-und-Doof"- und Charlie-Chaplin-filme, bei denen es sich eigentlich um sinnfrei zusammengestückelte slaptisck-schnipsel ihrer für das kino entstandenen filme handelte. IVANHOE war wie auch SIR FRANCIS DRAKE englisch, beide liefen nachmittags. Dagegen waren übertragungen von der Bad Segeberger freilichtbühne mit ihren Winnetou-, Old-Shatterhand- bzw. Kara-Ben-Nemsi-aufführungen weniger gern gesehen, einfach weil sie nicht dem gängigen muster der serienformate entsprachen. Vorabendliche hilights waren, wahllos herausgegriffen, FAMILIE FEUERSTEIN und etwa BEZAUBERNDE JEANNIE als sitcom avant la lettre. Beendet war der fernsehtag gewöhnlich mit der TAGESSCHAU um 20 uhr.
Und während das vorabendprogramm von heute sich durch stark menschelnde polizeiserien oder eher schlechte als gute zeiten metastasiert zeigt, staunt man nachträglich über so etwas wie KOMMISSAR FREYTAG, der nur 25-minütige krimiklassiker mit seinem an den
film noir
erinnernden intro und ohne die psychologisierende geschwätzigkeit der Herbert-Reinecker-serien DER KOMMISSAR sowie DERRICK. Wenn die eltern zum sonntagnachmittäglichen spaziergang drängten, war es zeit für die DIE KLEINEN STROLCHE und FLIPPER. Mit WALTER AND CONNIE gab es just um diese sendezeit sogar einen englischkurs mit kleinen spielszenen, bevor das schulfernsehen in den dritten programmen heimisch wurde. Am frühen sonntagabend erwartete einen dann eine zeitlang BONANZA.

Die Fernsehsendungen begannen unter der Woche im ersten Programm meist gegen 17 Uhr. Den größten Teil des Tages blieb der Fernseher ausgeschaltet, da es außer dem Testbild nichts zu sehen gab. Von 18 Uhr bis 20 Uhr sendeten die regionalen Sender. Wir empfingen, wie schon erwähnt, den Hessischen Rundfunk (HR). Er begann mit den Nachrichten, danach lief eine Folge einer Serie, eine Dokumentation oder eine Kultursendung, die alle nicht viel länger als 20 Minuten dauerten. Anschließend kam das Sandmännchen ("Nun, liebe Kinder gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht."), dann wieder Nachrichten und im Anschluss daran die nächste Serie. Zu dieser Zeit liefen im Fernsehen Filme wie Sprung aus den Wolken, eine amerikanische Serie über die Abenteuer von zwei Fallschirmspringern oder die Hafenpolizei, Episoden aus dem Hamburger Hafen, Jedermannstraße 11, eine deutsche Familienserie oder Gestatten, mein Name ist Cox, eine Detektivserie mit Günther Pfitzmann. Zwischen diesen Serienfilmen gab es Werbung. Die einzelnen Werbesendungen liefen aber nicht einfach hintereinander ab, sondern wurden von kurzen, lustigen Zeichentrickfilmchen unterbrochen. Am bekanntesten sind da wohl die Mainzelmännchen aus dem ZDF. Bei uns im Hessischen Rundfunk war es "Onkel Otto".
Zur gleichen Zeit, also zwischen 18 Uhr und 20 Uhr lief auch im ZDF ein ähnliches Programm mit dem Magazin Die Drehscheibe und ebenfalls ca. 25-minütigen Serien wie Dezernat M, Lassie, Tammy, Bezaubernde Jeannie oder Percy Stuart.
An den Wochenendnachmittagen, liefen Serien wie Fury, Flipper, Die Kinder von Bullerbü, Die kleinen Strolche oder die Augsburger Puppenkiste. Typische Samstag-Nachmittagsserien waren Daktari, Tarzan oder Time-Tunnel, während sonntags am späten Nachmittag Western-Time mit Bonanza, Rauchende Colts oder Big Valley war.
Um 20 Uhr lief die Tagesschau. Spätestens dann war für mich unter der Woche Schluss, weil ich ins Bett musste. "Hier ist das deutsche Fernsehen mit der Tagesschau" war häufig der letzte Satz, den ich am Abend aus dem Fernseher hörte. Nur die Tiersendung Ein Platz für Tiere mit Professor Grzimek, die nach den Abendnachrichten um 20:15 Uhr begann, durfte ich hin und wieder sehen. Viele TV-Serien, besonders Krimi- und Agentenserien, liefen im Abendprogramm nach 20:15 Uhr, z.B. Mit Schirm, Charme und Melone, Auf der Flucht, Kobra, übernehmen sie! oder Solo für O.N.C.E.L. Einige Serien liefen noch im Spätprogramm wie die 1969 gestartete Serie Nummer 6, die samstagsnachts nach 23:00 Uhr ausgestrahlt wurde.

SPORT SPIEL SPANNUNG war eine bei jugendlichen ganz besonders beliebte reihe, die, für eine nachmittagssendung ungewöhnlich, dreigeteilt daherkam: Sammy Drechsel, der legendäre sportjournalist, moderierte einen (freilich als solchen noch nicht erfundenen) talk über themen des sports. Klaus Havenstein, sein mitstreiter beim kabarett der Münchner "Lach- und Schießgesellschaft", leitete den SPIEL-teil der sendung. Mit feuereifer von den jugendlichen erwartet wurde allerdings der letzte teil der show. Die SPANNUNG bestand darin zu erfahren, welcher ausschnitt (!) aus einem spielfilm diesmal gezeigt wurde; das größte überhaupt.
Im fortgeschritteneren alter waren schließlich serien (vor allem freitag-) abends erlaubt, KOBRA, ÜBERNEHMEN SIE bzw. die "große" abendunterhaltung mit Kulenkampff oder Peter Frankenfelds VERGISSMEINNICHT. An sieben Samstagen 1966 war es so möglich, dem wochenlangen tagesgespräch RAUMPATROUILLE "live" beizuwohnen.

WEIHNACHTSVIERTEILER IM ZDF DER 60ER JAHRE, DIE BLEIBEN:
1966 DIE SCHATZINSEL ("15 MANN AUF DES TOTEN MANNES KISTE ...")
1968 TOM SAWYER UND HUCKLEBERRY FINN (IMMER NOCH SCHWARZ-WEISS)
1969 LEDERSTRUMPF (ERSTMALS IN FARBE AUF ONKELS FERNSEHER)

Fazit, praktische jede sendung hatte einen außerordentlichen gesellschaftlichen stellenwert, weil sie, weil fernsehen etwas neues und einziartiges war. Schließlich waren videorecorder noch nicht erhältlich und jede sendung, jede serie somit einmalig, in echtzeit nur hier und jetzt erlebbar, und wiederholungen, die gab es - vorerst - auch noch nicht. Diese merkmale, die magie des fernsehens, man kann es bedauern oder nicht, sind für immer dahin, seit mehr sender und sendungen auf der mattscheibe erschienen sind.

Weil es einen Sendebeginn gab, gab es natürlich auch einen Sendeschluss. Dieser war meist zwischen 23 Uhr und Mitternacht, manchmal früher, selten später. Danach sah man nur schwarz-weißes Geflimmer. Das heißt jetzt aber nicht, dass man damals von Sendebeginn bis Sendeschluss ferngesehen hätte, denn spannende Kindersendungen oder interessante Filme waren rar. So bedeutete warten auf..., häufig tagelanges Warten. Manche Serien liefen auch als Fortsetzungsfolgen, meist endeten sie an einer spannenden Stelle und auf die Fortsetzung musste man eine Woche warten (...wie es weitergeht, erfahren Sie in einer Woche).

Bunt wurde die Welt Ende der 60er. Poppig, knallig, Flower-Power. Veraltete Strukturen brachen auf, und überall sprossen Farben aus dem grauen Staub. Das Schwarz-weiß der frühen 60er wurde mit Farbe übertüncht. Fotografiert wurde in Agfacolor, und die Schwarz-weiß-Fotos wurden von Farbbildern verdrängt. Ob Mode oder Plattencover, knallige Farben waren in. Die Edgar-Wallace-Krimis in den Kinos wurden jetzt in Farbe gedreht und auch das gewohnte Schwarz-weiß-Fernsehen blieb vom Zeitgeist nicht verschont.
Bunt wurde es im Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland ab dem 25. August 1967. Allerdings vorerst nur einige wenige Sendungen, insgesamt so ein paar Stunden (in der Woche!). Der erste Film, der im deutschen Fernsehen in Farbe ausgestrahlt wurde, lief am 25. August 1967 um 14:30 Uhr zeitgleich in der ARD und im ZDF. Es war der französische Spielfilm CARTOUCHE DER BANDIT mit Jean-Paul Belmondo und Claudia Cardinale. In den Fernsehzeitschriften tauchten jetzt bei den Programmübersichten bunte Bilder und der Hinweis "In Farbe" auf. Im Fernsehen wurden die farbigen Sendungen durch ein animiertes Farblogo angekündigt. Farbsendungen waren damals so exotisch wie die Schwarz-Weiß-Filme im heutigen Fernsehprogramm. Anfang der 70er war dann das Programm komplett auf Farbe umgestellt, ausgenommen natürlich jene Sendungen, die nur in Schwarz-Weiß aufgenommen worden waren. Von all dieser neuen, schönen, bunten Fernsehwelt bekam der "Normalbürger" jedoch noch nichts mit. Sowohl das Farblogo als auch der daran anschließende Farbfilm erstrahlten weiterhin im gewohnten Schwarz-Weiß. Zum bunten Fernsehen benötigt man einen speziellen Fernsehapparat, den Farbfernseher. Diese Geräte waren jedoch noch sehr teuer. Mit 2500 bis 4000 DM kosteten sie damals fast so viel wie ein Kleinwagen. Erst in den 70ern wurden Farbfernseher aufgrund sinkender Preise erschwinglich. Es gab jedoch noch bis weit in 80er Jahre hinein reine Schwarz-Weiß-Fernseher zu kaufen, heute sind sie Geschichte.

MIT BESTEM DANK AN HANS-DIETER FRANKOWSKI FÜR DIE ÜBERLASSUNG DIESER PASSAGEN! http://www.das-waren-noch-zeiten.de/
 

TV-MAGIC BESTENGALERIE

   

TV MAGIC - BESTENGALERIE
TV TÖNE - TV TUNES

Sorry, sounds oder musikdateien - gibt's hier aus verständlichen gründen keine, nur hinweise für alle diejenigen, die sich über sampler mit pophits hinaus für film- und fernsehmusik interessieren. Für liebhaber eine nahezu unerschöpfliche quelle
ist Television Tunes, ein archiv mit über 9.800 fernehserienmusiken und TV-showintros - bis auf die rein deutschen auch die hier vorgestellten. Nahezu alle
sind zum anhören bzw. zum download, wenn auch oft kaum mehr als in telefonhörerqualität. Aber wahre freunde stört so etwas natürlich nicht.
 

 

Television's Greatest Hits 1
TVT/SilvaScreen
From the 50's and 60's

65 titel, enthält u.a.:
The Little Rascals
Popeye
The Addams Family
Star Trek
Rin Tin Tin
The Man From U.N.C.L.E.
Hawaii Five O

 

Television's Greatest Hits 2
TVT/SilvaScreen
50er und 60er jahre

65 titel, enthält u.a.:
Pink Panther
Peanuts
Bewitched
The Monkees
Daktari
Maverick
The Saint

 

Television's Greatest Hits 3
TVT/SilvaScreen
70's & 80's

65 titel, enthält u.a.:
The Muppet Show
Cheers
Dallas
M.A.S.H.
Charlie's Angels
Starsky & Hutch
Magnum P.I.

Television's Greatest Hits 4 - TVT
Black & White Classics

60 titel, enthält u.a.:
Father Knows Best
Lassie
Gunsmoke
M-Squad
The Untouchables
The Fugitive

 

Television's Greatest Hits 5 - TVT
Living In Color

65 titel, enthält u.a.:
Stingray
Gentle Ben
Skippy, the Bush Kangaroo
The Big Valley
Cannon
Six Million Dollar Man
Night Gallery
The Invaders

 

Television's Greatest Hits 6 - TVT
Remote Control

64 titel, enthält u.a.:
The Golden Girls
Police Squad
V: The Series
The New Twilight Zone
Roots

 

Television's Greatest Hits 7 - TVT
Cable Ready

61 titel, enthält u.a.:
The Simpsons
Roseanne
Seinfeld
Beverly Hills 90210
Sledge Hammer
N.Y.P.D. Blue
Twin Peaks
Lois and Clark
Max Headroom

Television's Greatest Hits ist eine inzwischen klassische sammlung von vornehmlich US- und einigen GB-serienthemen und wohl auch im handel erhältlich. Aber obacht: Nicht alle titel hören sich so original an wie damals im fernsehen! Zum teil liegt dies daran, dass die deutschen titelthemen anders instrumentiert bzw. orchestriert sein konnten. Andere sind mehr oder weniger deutlich nachinterpretiert, wenn keine aufnahmen mehr zur verfügung standen, was zum größen teil nicht vermerkt ist. Hier heißt es für fans, genau hinhören und immer wieder vergleichen! Das mindert den wert der kollektion allerdings überhaupt nicht.
Übrigens, wer glaubt, sehstörungen zu haben, irrt! Es handelt sich um "gimmicks"-cover mit pseudo-3D-wackeleffekt.
 

 

TV Classics Vol. 1 - 4
Castle

enthält u.a.:
Robin Hood
The Saint
Man In A Suitcase
Department S
Sir Francis Drake
Emmerdale Farm
General Hospital

TV Classics ist eine sammlung vorwiegend britischer serientitel, auch mit überschneidungen zu den TV Tunes. Nicht alles ist original soundtrack, vieles neu interpretiert.
 

 

Sci-Fi's Greatest Hits Vol. 2
The Dark Side
TVT

enthält u.a.:
The Twilight Zone (TV)
Night Gallery (TV)
Videodrom
Suspiria
The Prisoner (TV)
Dark City
The X-Files (TV)

 

Sci-Fi's Greatest Hits Vol. 3
The Uninvited
TVT

enthält u.a.:
The Day The Earth Stood Still
The Invaders (TV)
War of The Worlds (TV)
V: The Series (TV)
The Creature From The Black Lagoon
Killer Klowns From Outer Space

Sci-Fi's Greatest Hits sind genre-bezogene sampler nicht nur mit fernsehserienthemen, sondern auch solchen aus kinofilmen. Da geht es kunterbunt durcheinander, alt und neu, von ALIEN NATION (film) bis THE X-FILES (serie). Schöne Sache!

 

 

Strassenfeger
Colosseum

Wenn schon, von Raumpatrouille und etwa John Klings Abenteuer abgesehen, kaum bei den serien selbst, gibt es zumindest bei den titelmusiken einige deutsche hinhörer, und so bietet Strassenfeger eine wiederbegegnung mit dem Kriminalmuseum, der deutschen Stahlnetz-variante, Die Gentlemen bitten zur Kasse und natürlich dem Kommissar. Rehbeinchen, koch schon mal kaffee!

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