The Prisoner Nummer 6

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NUMMER 6
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THE PRISONER
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LETZTES JAHR IN
MARIENBAD
L'ANNEE DERNIERE
A MARIENBAD

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BEWEGEN SIE DEN CURSOR
ÜBER DIE ZIFFERN!

No. 12:
You don't believe it. A university level degree in three minutes.
No. 6:
It's improbable.
No. 12:
But not impossible.
No. 6:
Nothing is impossible
in this place.

No. 12:
Nicht zu glauben. Ein Universitätsabschluss in drei minuten.
No. 6:
Unwahrscheinlich.
No. 12:
Aber nicht unmöglich.
No. 6:
Nichts ist unmöglich
an diesem ort.

 

 

LETZTES JAHR IN MARIENBAD
L'ANNÉE DERNIÈRE À MARIENBAD
LAST YEAR IN MARIENBAD

Ein seltsamer film des französischen regisseurs Alain Resnais von 1961. Das skript des films stammt vom französischen nouvelle-vague-autor Alain Robbes-Grillet. Ein film, der nicht jedem etwas sagen, geschweige denn gefallen wird.

Drei menschen, "A", "X" und "M", an einem ort, welcher ort und wo genau bleibt offen. Es scheint ein grand-hotel zu sein, früher vielleicht ein schloss, mit riesigen dekorüberladenen, aber

L'ANNÉE DERNIÈRE AU VILLAGE war von anfang an der untertitel dieser website. Mehr ahnung als wissen und jahrelang in einer unscheinbaren fußnote dahingedämmert ohne angemessene substanziierung. Umso erfreuter, dass nun (hoffentlich) mit dieser neufassung nachvollziehbar wird, warum dem so ist und was der film LETZTES JAHR IN MARIENBAD damit zu tun hat.

sterilen fluren, wasserspielen und gärten, wo zwar menschen, büsche und bäume aber keine schatten werfen. Oberflächlich scheint es um eine beziehung zu gehen. Man habe sich doch, so "X" zu "A", "letztes jahr" schon einmal getroffen. Wo genau? Vielleicht sei es "hier" gewesen. Der name des kurorts Marienbad fällt lediglich im zusammenhang mit weiteren (fiktiven) möglichen orten. Es bleibt den zuschauern überlassen. Die figuren sind isoliert, bisweilen statuarisch wie die steinernen skulpturen draußen im park, ihr handeln ist distanziert. Ort- und zeitangaben sind ohne jede relevanz bzw. realität, dialoge, kameraeinstellungen und handlung oft genug inkongruent.

IMAGINÄRES SCHACHBRETT 1961

Die deutsche Wikipedia schreibt, Alfred Hitchcocks VERTIGO (1958) sei eine der hauptquellen für das MARIENBAD-drehbuch gewesen. VERTIGO wiederrum beruht auf dem französischen roman "D'entre les Morts" ("Aus dem Reich der Toten") von Pierre Boileau und Thomas Narcejac (1954). Und tatsächlich ist zeitlosigkeit bzw. das ineinanderdringen verschiedener womöglich subjektiver epochen ein grundelement des geschehens in VERTIGO. "Beunruhigend" sei die stimmung des films, heißt es in einem filmlexikon. Anderswo wird die negierung, die dekonstruktion und die manipulation filmischer zeit wie auch erzählerischer strukturen üblicher Hollywood-filme betont, indem das menschliche subjekt aus dem zentrum (des filmischen und erzählerischen kontextes) gerückt werde.

WIEDERBELEBTES SCHACHBRETT: PRISONER CONVENTION 2011

Sicherlich ist es nicht sehr fair, Alain Resnais' film L'ANNEE DERNIERE A MARIENBAD mit einer kommerziellen TV-serie wie NUMMER 6 zu vergleichen. Beide, serie wie film, wissen nichts voneinander. Alles in allem jedoch gibt es da ein paar stränge, die beide verbinden bzw. ihre jeweiligen grenzen offen legen. Was wiederum eine sache der - subjektiven - perspektive eines jeden selbst ist.

LETZTES JAHR?
MARIENBAD?
THE VILLAGE?
DER ORT?

Nicht offensichtliche querverbindungen von NUMMER 6 zu MARIENBAD sind es, vielmehr unterschwellige bezüge hinsichtlich der relativen ort- und zeitlosigkeit der schauplätze, hier das hotel oder wie es schon im (off-) vorspann heißt und wiederholte male über bildersequenzen, endlose kamerafahrten durch die flure des gebäudeinneren hinweg, ein "bauwerk einer anderen zeit"; dort der Ort von NUMMER 6 bzw. die von dialogregisseur Joachim Brinkmann und auch nur in der deutschen fassung gern genutzte ersetzung des begriffs "Village" durch das ungefähre "hier" oder "an diesem ort" sowie die von der serie geschaffene gelegentliche unverbundenheit von handlung ebenso wie mancher figuren.

Ein teil der handlung in MARIENBAD findet in einem interieur ähnlich dem der party von Madame Engadine in "A. B. und C." statt. Nummer Sechs rückt dort einen spiegel gerade, in wirklichkeit damit jedoch den gesamten (imaginären filmischen) raum. In MARIENBAD einstellungen von personen in spiegelbildern, innere montagen, die an Orson Welles' CITIZEN KANE denken lassen. Patrick McGoohan war einmal theaterschauspieler bei Welles. Von "falschen türen, falschen säulen" ist die rede. Falsche, weil einseitig durchsichtige fenster findet man in der NUMMER 6-folge "Die Anklage" ebenso wie flure. Aufgemalte fenster und scheinarkaden, optische trugbilder als bewusst gesetzte gestaltungsmittel finden sich in großer zahl am realen drehschauplatz der serie. Filmische montage macht statuen im park lebhafter, als es die menschlichen figuren sind. Nein, es handelt sich nicht um die balinesischen tänzerinnen in Sir Clough Williams-Ellis' theaterdorf Portmeirion oder um die sich drehenden, mit überwachungskameras versehenen steinbüsten in NUMMER 6.
D
ie frage nach der geografischen lage des Ortes als (von ausnahmen abgesehen) praktisch einzigem schauplatz der serie erhält von der produktion geschürte widersprüchliche antworten. Gibt es überhaupt etwas außer dem Ort? In "Die Anklage" wird das von Nummer Zwei bestritten. Er könnte ebenso eine mentale manifestation sein.

Alain Carrazé und Hélène Oswald schreiben in ihrem buch "The PRISONER. A Televisionary Masterpiece": "Alle episoden scheinen in einer ewigen gegenwart stattzufinden und eine unerbittlich zyklische geschichte zu erzählen." Aus der zeit gefallen: Wie lang Nummer Sechs im Ort festgehalten wird, ist nicht eindeutig zu beantworten. Anhaltspunkte innerhalb der handlung und die verwendung von McGoohans eigenem geburtsdatum lassen einen zeitraum zwischen einem halben bis über ein jahr plausibel erscheinen. Indizien wie der sichtbare wechsel der jahreszeiten jedoch sind dagegen zufällig und eher auf produktionsbedingte umstände als auf inhaltliche stringenz zurückzuführen. Auch die radikalere theorie, ob Nummer Sechs' erlebnisse überhaupt im Ort stattfinden und er womöglich alles - wie und weshalb auch immer - nur halluziniert oder geträumt hat: Die inhaltliche unverbundenheit und handlungsmäßige sprunghaftigkeit der einzelfolgen von NUMMER 6 ist die entsprechung der verhältnisse in MARIENBAD.

SPIEGEL, DECORS UND KORRIDORE: LETZTES JAHR IN MARIENBAD

NUMMER 6 steckt voller symbolik wie das schachspiel, masken, spiegel. Das explizit bühnentheatralische element aus den episoden "Pas de deux" und "Demaskierung" findet sein pendant in MARIENBAD zu beginn in dem avantgardistisch anmutenden theater als spiel innerhalb des filmischen spiels - bevor man realisiert, dass es sich um ein theaterstück handelt - sowie am schluss. Wie im grunde jedes theaterstück sind sowohl MARIENBAD als auch NUMMER 6 versuchsanordnungen der speziellen art. Vom Village aus NUMMER 6 sagt Nummer Zwei in "Die Glocken von Big Ben", es sei das rollenmodell einer neuen weltordnung, und - wer weiß - vielleicht das einer neuen erzählordnung, insofern die welt als text, ein system von zeichen begriffen werden kann. Strukturalisten werden den ort von Nummer Sechs voller zeichen: hinweisschilder finden.

Keine namen: "A", "X" und "M" - diese chiffren bzw. de-personalisierte rollen finden, bei allen unterschieden hinsichtlich der (ent-) dramatisierten MARIENBAD-handlung, ihre gegenstücke in den anonymen codebezeichnungen "A. B. und C." aus der gleichnamigen episode wie, last not least, beim protagonisten "Nummer Sechs" selbst und den meisten anderen bewohnern mit nummern als namen. Diesen so offenkundigen hinweis verdanke ich David Stimpson.

Postmoderne elemente finden sich innerhalb einzelner NUMMER 6-folgen ("Harmony" als western) wie auch in McGoohans weigerung, die serie mit "Demaskierung" genre- und fernsehkonform aufzulösen, ergo nach traditionellem serienverständnis ein "schlüssiges" ende mit einem hauptverantwortlichen für all die machenschaften zu präsentieren. Sie treffen sich mit MARIENBAD in ihrer dekonstruktiven narrativen, repetitiven ebenso zirkulären wie imaginären gesamtanlage.

Marienbad ist ein kleiner fin-de-siècle-kurort des 19. jahrhunderts in der heutigen Tschechischen Republik, die wiederrum Teil des K.u.K.-reiches war. "K.u.K.", die bezeichnung "Kaiser und König" steht für die ehemalige österreichisch-ungarische Monarchie, die nach dem Ersten Weltkrieg zu ihrem ende kam. Im 17 jahrhundert wurde das als heilend geltende wasser der dortigen Auschowitzer quellen von kranken getrunken, und man nahm bäder in den heilschlämmen. Die ersten badehäuser wurden 1807/08 errichtet und nach der schwefligen quelle "Marienbad" benannt. 1824 hatte Marienbad bereits einen guten ruf als kurort und wurde von europäischen berühmtheiten wie  Johann Wolfgang von Goethe, dem späteren britischen König Edward VII. oder dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. aufgesucht. Die blüte des badeortes war um 1904. Nach der zäsur aufgrund des Ersten Weltkriegs lebte der kurbetrieb ab 1920 wieder auf. Mit dem ende des Zweiten Weltkriegs jedoch begann für Marienbad, das unzerstört blieb, ein schleichender niedergang durch ausbleibende zahlungskräftige erholungssuchende und durch den umstand, dass der ort hinter dem Eisernen Vorhang in der - damaligen - Tschechoslowakei lag. Seit 1989 und dem ende des "realsozialismus" wurden die stadt und die kur- und badeanlagen nach und nach saniert und wieder instand gesetzt.

Schade nur, dass die serie diesen visuellen und dissoziativen stil nur spärlich und nicht sehr konsequent durchzuhalten weiß, was wiederrum den reichlich wirren produktionsumständen und den oft über Patrick McGoohans absichten im unklaren gelassenen beteiligten drehbuchautoren zuzuschreiben ist. Als prominente ausnahmen wären vor allem "Die Ankunft" , "Die Anklage" und "Free For All" zu nennen. Bleibt als fazit die interessante frage, wie es denn kommt, dass zwei so unterschiedliche und jahre auseinanderliegende produktionen zumindest streckenweise die - nennen wir es einmal - gleiche luft atmen?

SURREALISMUS IN NUMMER 6
NUMMER 6 ALS DISKURS
MEHR: SIR CLOUGH WILLIAMS-ELLIS
MICHAEL BRÜNE ÜBER DIE ANTHONY-SKENE-TRILOGIE
MEHR: INDIFFERENZ
MEHR: PORTMEIRION - THE VILLAGE

Belle Epoque Die anmutung eines kurortes oder sanatoriums wird vor allem durch die abgeschiedene lage sowie die eigentümliche architektur des Ortes unterstrichen.

Kurorte verdanken ihre entstehung der medizinischen wirkung heißer oder mineralstoffreicher quellen, die bereits in der antike bekannt waren. Die ersten offiziellen bade- und kurorte für begüterte entstanden im 18. jahrhundert in England, etwa Bath und Brighton, in Kontinentaleuropa ab dem 19. jahrhundert, orte

ORCHESTERPAVILLON: EINMAL NICHT IN MARIENBAD, SONDERN IN BAD EMS

an der Ostsee, in Böhmen Karlsbad und Marienbad, aber auch anderswo. Hier traf sich die gehobene gesellschaft zur erholung, freizeitgestaltung und zur politik- und geschäftsanbahnung. In kurorten konzentrierten sich einrichtungen für unterkunft, bildung, kommunikation, freizeit und amüsement, für die wiederrum spezialisierte gebäude geschaffen wurden: kurhotels, trinkhallen, (thermal-) bäder, spielcasinos, orchesterpavillons, restaurants und cafés. Dazu gesellten sich häufig theater, museen, ausflugsziele (türme, bergbahnen usw.) sowie, besonders in seebädern, strandpromenaden und als besondere attraktion ins meer hinausgebaute piers (landungsstege).

Schon das spielerische der architektur des Ortes von NUMMER 6, the Village, verschlungene fußwege, gärten und anpflanzungen oder das prominente bauwerk Bristol Colonnade als spielstätte für musikkonzerte, beschwören unbeschwertheit und erbauung herauf. Gelegentliche aufnahmen aus der ferne zeigen die bewohner wie in einer sommerfrische bei urlaubsähnlichen tätigkeiten wie sonnenbaden am strand, schwimmen, beim spaziergang und ab und zu als regelrechter prozessionszug auf der Piazza, stets ausgestattet mit den bunten pullovern, capes und sonnenschirmen.
Darüber hinaus existiert im Ort von Nummer Sechs sowohl eine ausstellungs- bzw. freizeithalle wie ein (allerdings nur dem namen nach auf dem lageplan zu findender) "Palace of Fun" und das von einigen bewohnern für merkwürdige freizeitaktivitäten genutze Steinboot vor einem repräsentativen hotelgebäude, das als Altenheim fungiert.

Wie ein wirklicher kurort verfügt der Ort von NUMMER 6 über ein krankenhaus, darüber hinaus, hinter der heiteren fassade, auch über medizinische einrichtungen von düster-fragwürdigem nutzen. Von psychologischen therapien bis zu versuchen an (wehrlosen) menschen scheint hier alles möglich zu sein.

NUMMER SECHS BEIM NACHMITTAGSKONZERT
IN "DIE ANKUNFT"

Kurorchester Und ganz wie es sich für eine richtige kurstadt gehört, spielt die musik dazu. Schon in der ersten episode besucht Nummer Sechs die darbietung des Village-kurorchesters, im realen Portmeirion in der Bristol Colonnade, wo die platzkonzerte gegeben werden.

Üblicherweise sind kur- oder auch salonorchester in der regel kleinere instrumental-ensembles, die zur erbauung der gäste musik zum hören nebenbei spielen. Gemessen daran, was man in NUMMER 6 zu hören bekommt, dürfte das durchschnittliche repertoire der Village Band aus leicht schmissiger populärer, oft vom militärischen beeinflusster unterhaltungsmusik bestehen. Häufig zu hören ist der "Radetzki-Marsch". Dieses Strauß-stück konnotiert am stärksten die ins zeitgenössische herüber gerettete "gute alte" K.u.K.-vergangenheit. Ein objet trouvé auch das.

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LAST YEAR IN MARIENBAD
L'ANNÉE DERNIÈRE À MARIENBAD

A strange film from 1961 made by French director Alain Resnais. The script was by nouvelle-vague ("new wave") writer Alain Robbes-Grillet. It is a film not for all tastes, it won't mean anything at all to some.

Three people, "A", "X and "M", gathered in one place, which place and where exactly it is nobody knows. It appears to be a grand hotel, formerly perhaps a palace with huge and heavily decorated

From its beginning L'ANNÉE DERNIÈRE AU VILLAGE has been the subheading of this website. A mere notion rather than knowledge, it would slumber as a footnote for years without substantiation. Now more than pleased to tell that this completely re-written article will, hopefully, enable a better approach and convey what once led me to the assumption about the THE PRISONER and what it's got to with film LAST YEAR AT MARIENBAD.

but sterile corridors, fountains and gardens where people cast shadows but none from bushes and trees. On the surface it seems to be about a relationship as "X" says to "A" that they'd met before, possibly "last year". But where? It may have happened "here". The name of the spa Marienbad is mentioned only in connection with further (and, for that matter, fictitious) spa locations. It is left open to the viewers to decide. The characters are isolated and depicted as fixedly like the stone statues in the park outside, their acting is indifferent. There is no relevance as to place and time or reality. Dialogues, camera shots and acting more than often are incongruent.

IMAGINARY CHESSBOARD

It is said, according to the German Wikipedia, that Alfred Hitchcock's film VERTIGO (1958) was one of inspiring sources for the MARIENBAD script. VERTIGO, in turn, is based on the French novel"D'entre les morts" ("From the Dead") by Pierre Boileau and Thomas Narcejac (of 1954). In fact, timelessness, the merging of possibly subjective time layers is one of VERTIGO's action key features. The mood of the film is reported to be "unsettling" while the negation, the deconstruction and the manipulation of cinematic time and narratives usually employed by standard Hollywood films is emphasized, its displacing and removing of the human subject from the central point of its narrative filmic context.

THE CHESSBOARD REANIMATED AT THE PRISONER CONVENTION 2011

It isn't particularly fair to compare Alain Resnais' film L'ANNÉE DERNIÈRE À MARIENBAD with a commercial TV series like THE PRISONER. To be sure, both the series and the film don't know about each other. However, some of both their traits may be seen as linked together or, rather, their respective boundaries could be laid bare. Something which, in turn, is based on one's own - subjective - perspective.

LAST YEAR?
MARIENBAD?
THE VILLAGE?

We are not dealing with manifest interconnections here between THE PRISONER and MARIENBAD, rather those subliminal with regard to the relative absence of time and space as far as the setting is concerned: there's the hotel on the one hand or "a building from another time" as it is called in a voice-over sequence at the beginning of the film and a couple of times again when we see endless tracking shots along the corridors of the interior; on the other hand there's an unrelatedness between the action and some of the characters established by the series. What's more, from the German perspective the name of the Village is something which dubbing director Joachim Brinkmann chose to erase completely in favour of vague circumscriptions like "here" and "in this place" thus making it even more remote from reality.

Some of MARIENBAD's settings resemble that of THE PRISONER episode "A. B. and C." when Number Six attends Madame Engadine's party. There is a mirror hanging at the wall that he adjusts but in reality it's the entire (imaginary cinematic) space he moves. In MARIENBAD we have shots of characters in mirrors, deep focus editing reminiscent of Orson Welles' CITIZEN KANE. Patrick McGoohan had been one of Welles' stage actors once. Mention is made about "fake doors, fake columns". Fake - in THE PRISONER episode "Dance Of The Dead" we find one-way mirror windows as well as corridors. Painted-on windows and dummy arcades, a great number of optical mirages are constitutive of the series' real shooting location. In the park outside shots of statues are edited as to make them more vivid than most of the real people in the film. No, this isn't Sir Clough Williams-Ellis' mockup village Portmeirion with its Balinese dancers or those rotating stone busts equipped with surveillance cameras seen in THE PRISONER. The geographical location of the Village, virtually the sole (with exceptions) place of the action, is never revealed, indeed, false indications about the site are insinuated by the production itself. Is there anything else beside the Village? Number Two of "Dance Of The Dead" denies this. The Village could as well be a mental manifestation.

In their book "THE PRISONER. A Televisionary Masterpiece" Alain Carrazé und Hélène Oswald write: "All the episodes of THE PRISONER seem to take place in an eternal present and to tell an uncompromising cyclical story." Out of time: we are not given any clue as to the duration of Number Six' stay and to how long he's been incarcerated in the village. A few references made in the course of the action and the use of McGoohan's own date of birth may seem to make any duration between one half and well over one whole year plausible. However, the evident changing of the seasons cannot possibly be taken into consideration as this is a mere coincidence resulting from the production circumstances rather than from the purposeful arrangement regarding the plot. Likewise, the even more radical supposition whether perhaps everything that Number Six experiences or does could be only hallucinogenic, for whatever reason, or a dream and that some of the episodes, as erratic and incongruent one may see them at times, can be deemed as the equivalent of the general MARIENBAD disposition.

MIRRORS, DECORATIONS AND CORRIDORS: LAST YEAR AT MARIENBAD

There's a wealth of symbolism in THE PRISONER, the game of chess, there are masks, mirrors. The specific off-beat theatre stage aspect of both episodes "Once Upon A Time" and "Fall Out" finds its MARIENBAD counterpart when a rather vanguard theatrical play within this cinematic play unfolds right at the beginning - before we realise it's a play - and at the end of the film. MARIENBAD and THE PRISONER, basically just like any theatrical play, they are experimental set-ups of some sort. In "The Chimes Of Big Ben" Number Two speaks of the Village as the "perfect blueprint for world order" and - who knows - perhaps as a new kind of narrative order insofar as the world can be interpreted semiotically as a structure of texts and signs. Structuralists will find the Prisoner's Village is full of signs and posts.

No names: "A", "X" und "M" - I owe this seemingly obvious observation to David Stimpson - in a de-dramatised play like this the characters are cyphers, de-personalised roles rather than human beings comparable with those anonymous codes of "A. B. and C." of the episode with the same title. Not forgetting about the series' protagonist himself: "Number Six" or most of the Village inhabitants bearing numbers for names.

After all, we do find postmodern elements in PRISONER episodes ("Living In Harmony"); there's McGoohan's refusal to resolve the series' action according to standard TV adventure conventions - meaning: to provide a coherent finale and to eventually reveal the ugly villain responsible for everything that happened before; all this supports the series' contingent alignment with MARIENBAD in its deconstructive narrative, repetitive, circular and overall imaginary outset.

Marienbad is a small 19th century fin-de-siècle spa situated in what nowadays is the Czech Republic (near the German border). It used to be part of the so-called "K.u.K." empire which in translation reads "Emperor and King" and designates the former Austro-Hungarian monarchy which ceased to exist after World War I. In the 17th century the healing capacities of the Auschowitz water was used by the sick, either as a beverage or physically when people would bathe in the mud. In 1807/08 the first bath houses were erected and named after the sulphuric spring: "Marienbad". By 1824 the location was well known as a spa where European celebrities such as poet Johann Wolfgang von Goethe, Britain's future king Edward VII or Austrian emperor Franz Joseph I would flock to. The spa's heyday was around 1904. World War I constitutes a break for the spa business which was resumed in 1920. However, Marienbad's sublte decline as a spa commenced after the Second World War although being undestroyed by the war. No longer were there enough solvent customers in search of cure for their ailments. In addition, Marienbad was now behind the Iron Curtain in what was then known as the Republic of Czechoslovakia, virtually inaccessible for those from capitalist countries. Ever since "real socialism" ended by 1989 the town and the bathing installations have been gradually restored to their former glamour.

It's deplorable that this visual and dissociative manner of story telling isn't persevered with more often throughout the series. Which in turn is the result of its muddled production circumstances and, for that matter, the script writers left alone and not being told by Patrick McGoohan what exactly he was up to. The prominent exceptions here probably are the episodes "Arrival", "Dance Of The Dead" and "Free For All". What remains is the interesting question of how it is possible that two productions as distinctive as they are and years apart - so to speak - can breathe the same air, at least over a good period of their running times.

SURREALISMUS IN NUMMER 6
THE PRISONER AS A DISCOURSE
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MICHAEL BRÜNE AND THE ANTHONY-SKENE-TRILOGIE
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Belle Epoque The notion of a spa or a sanatorium is emphasized by the Village's supposedly remote geographical location and its peculiar architectural feature.

Spas came into being because of the medical and healing effects of hot springs or such with rich minerals in their water. Already the ancient world knew of these properties and how to use them. The first real bathing locations and spas for the wealthy people were opened in 18th century England, Bath for example and Brighton. On the continent starting in the 19th century at the Baltic coast, in Bohemia Karlsbad and Marienbad

ORCHESTRA PAVILION: NOT MARIENBAD HERE BUT AT BAD EMS (GERMANY)

and elsewhere. It was here where those belonging to the higher society would gather for their recovery, for their leisure but also in order to initiate political or commercial affairs. Thus specially designed facilities were established for accommodation, well-being, enjoyment, entertainment, education and communication: grand hotels, thermal baths and drinking facilities, gambling palaces, musical houses and pavilions, restaurants and cafés. In addition there were theatre houses, museum buildings and excursion destinations (mountain trains, towers etc.). As a special feature a seaside spa would also mostly have a landing pier as a special attraction.

It's the playfulness of the PRISONER's Village architecture, its intricate footpaths, sumptuous gardens and plantings or the distinguished Bristol Colonnade structure as the venue for musical entertainment promising light-heartedness and spiritual uplifting to those living here. Occasionally, from the distance we can see villagers like they were in their summer holidays, sun-bathing on the beach, swimming, walking and, at times, even parading on the Village Piazza thereby always donning colourful sweaters, capes and umbrellas.
Number Six' Village has an Exhibition or Recreation Hall within its boundaries and a Palace Of Fun which, however, can only be found on maps, not in the filmed series. And in front of a prestigious main hotel building, known as the Old People's Home, there's the famous Stone Boat used by some villagers as a special playground.

As in a real spa the PRISONER's Village also has its own hospital housing medical facilities of rather sinister and questionable purpose. It can be assumed that cure for psychological and mental disorder is effected here or else (innocent) people may become the subject of test treatements up to real physical torture as well.

NUMMER SECHS BEIM NACHMITTAGSKONZERT
IN "DIE ANKUNFT"

Spa orchestra And what's more to a real health resort, it needs to have music. As early as in episode one Number Six listens to the "Platzkonzert" performed by the Village Band in or in front of what is the Bristol Colonnade in real life.

Usually a resort orchestra would appear to be a small instrumental band playing a variety of easy-to-listen-to music for the enjoyment of their visitors. Judging by what we can hear in the series the average repertoire of the Village Band would be entertaining snappy music, popular songs likely to originate from military use. Thus, in many episodes the "Radetzki March" by composer Johann Strauss is heard. The connotation of the "good ole" K.u.K. past kept alive and brought into the contemporary is to a great extend due to this period piece. This, too, is something we call an objet trouvé.

SURREALISMUS IN NUMMER 6
THE PRISONER AS A DISCOURSE
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With thanks to David Stimpson for proof-reading portions of the English text.


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DAS AMTSSIEGEL
SINNESWANDEL
2:2=2
HARMONY
---3-2-1-0
PAS DE DEUX
DEMASKIERUNG