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IM INTERVIEW:
PATRICK McGOOHAN

Patrick McGoohan im interview mit Alain Carrazé

Alain Carrazé führte das interview für sein buch (zusammen mit Hélène Oswald) "THE PRISONER. A Televisionary Masterpiece", das 1989 in Frankreich erschien und 1990 in Großbritannien, gut sechs jahre nach der landesweiten wiederholung der serie. Inzwischen ein standardwerk, aber keine deutsche fassung.

   

Bei diesem interview handelt es sich allerdings nicht um das transkript eines gesprächs, sondern, wie Carrazé schreibt, um ein mit Patrick McGoohan gemeinsam erarbeitetes destillat aus insgesamt drei unterhaltungen, dessen quantitative ausbeute, wie man mit dem abstand von rund 30 jahren kritisch einwenden könnte, doch recht mager ist: drei nicht sonderlich eng bedruckte seiten.

McGoohan war nach der fernsehdoku "Six Into One: The PRISONER File" (1984, von Chris Rodleys und Laurens Postma), mit der er so unzufrieden war, dass er jede weitere veröffentlichung untersagte, dafür bekannt, dass er ungern über NUMMER 6 sprach und deutungen seines werks abgab. Es erscheint daher konsequent, wenn auch kurios, dass zwar Carrazés fragen immer länger, McGoohans antworten dagegen immer einsilbiger werden. Im endeffekt müsste Carrazé froh gewesen sein, dass der star ihm nicht noch mehr wegredigiert hat.

Die bemerkenswerteste aussage findet sich gleich zu beginn. Das durch die ziffer "6" gebrandmarkte individuum ist für ihn in jeder hinsicht ein gesellschaftliches produkt und, unausgesprochen, ein ideologisches konstrukt: "Es sollte so aussehen, als ob unser held danach streben würde, 'völlig frei' zu sein, ganz bei sich selbst!" Die typografische hervorhebung von McGoohan. Es ist nicht das eindimensionale bild von Nummer Sechs als standhafter individualistischer held, der sich gegen pressionen jedweder art stemmt und ominöse kräfte bekämpft, was McGoohan vor augen hatte, sondern ihn interessierte gerade der doppelcharakter, das janusgesichtige an dieser schillernden figur, die ein individuum zu sein behauptet oder - je nachdem - erst werden will. McGoohans serie ist sehr wahrscheinlich das erste populäre programm, das einen diskurs über darüber eröffnet.

Frage: Nach 20 jahren diskussion und spekulation [anm.: die französische ausgabe des buches erschien 1989, die englische 1990], was Sie wohl mit NUMMER 6 sagen wollten, meinen Sie, die zeit ist reif, um zu sagen, was Sie wirklich gesagt haben?

Patrick McGoohan: Ich mag es nicht sonderlich, darüber zu sprechen. Für mich war es zu ende, als ich mit dem schnitt fertig war und die letzte folge abgeliefert hatte. Dann wollte ich es auf sich beruhen lassen. Das werk, wenn man es denn so nennen kann, ist vollendet und sollte auf eigenen füßen stehen können. Erklärungen schwächen nur ab, was das stück sein sollte: ein allegorisches rätsel, das die leute, jeder für sich selbst interpretieren sollte. Wenn man ein rätsel erklärt, ist es kein

AUS DEM ENGLISCHEN VON ARNO BAUMGÄRTEL

rätsel mehr. Wenn Sie allerdings nach einem gespräch mit mir noch verwirrter sind als zuvor, dann besteht das rätsel weiter. Außerdem, Sie und ihre kollegen verfassen dieses großartige buch im geiste der serie, und dafür bin ich sehr dankbar.

F: Ist der ort der gefangenschaft von Nummer Sechs, the Village, für Sie etwas außerhalb von uns, oder tragen wir das ständig mit uns herum?

PMcG: Der Ort ist symbolisch - wir alle sind gefangene von diesem oder jenem, von vielen dingen, jeder in seinem eigenen Ort. Ganz grundsätzlich sind wir gefangene von nahrung und schlaf - ohne das sterben wir.

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F: Aber ganz sicher hat sie mehr als nur das beschäftigt. Sollen wir sagen das politische und das soziologische?

PMcG: In der serie sollte es so aussehen [original kursiv], als ob unser held danach streben würde, 'völlig frei' zu sein, ganz bei sich selbst! Gibt es zu viel davon und die gesellschaft würde von ungezügelten extremisten überrannt, und es herrschte anarchie. Die absicht war eine satirische. Sei innerhalb unserer situation so frei wie möglich, aber der krieg dreht sich um Nummer Eins.

F: Nummer Eins repräsentierte die böse seite unserer natur?

PMcG: Um die allegorie fortzuführen: Nummer Eins versucht, den Ort auf seine weise zu führen, wenn wir ihn lassen. Wir müssen das so-und-so hinterfragen. Als Hitler noch ein kleinkind war, gab es bestimmt jemand, der für ihn geschmachtet hat. Was für ein süßes baby! Aber er wurde älter und und hat Nummer Eins übernehmen lassen. Ungezogener junge.

F: War Ihnen am anfang klar, dass das ende so sein würde, wie es nun ist?

PMcG: Unter den voraussetzungen konnte es nicht anders sein. Aber auch meine mitarbeiter waren nicht sicher, bis ich das letzte drehbuch geschrieben hatte. Bei der ausstrahlung der letzten episode in England sah eine erhebliche menge menschen zu, um zu erfahren, wer Nummer Eins sein würde. Die mehrheit erwartete einen bösewicht im stil von James Bond. Als sie dann das gesicht von Nummer Sechs' alter ego sahen, waren sie alles andere als glücklich. Sie, die mehrheit, fühlte sich betrogen. Der fernsehsender wurde mit beschwerden überschwemmt. Es gab eine beträchtliche ehrliche abneigung, und ich musste mich in den bergen verstecken, bis der staub sich gelegt hatte.

F: Man sagt, sie hätten sich ärger, widerspruch und auseinandersetzungen regelrecht erhofft.

PMcG: Blut? Nein, so viel wichtigkeit messe ich dem nicht bei. Ich glaube, das zitat wurde überbewertet. Eine lebhafte diskussion ist aber willkommen. Das bedeutet, die serie hat ihr ziel erreicht. Wenn auch nicht nach dem geschmack von allen. Sollte sie auch nicht. Ich habe schließlich keine Coca Cola gemacht.

F: Wie war es im fernsehbetrieb überhaupt möglich, so etwas zu machen?

PMcG: Ich kannte einen mann mit einem gespür, seine entscheidungen traf er allein. Lew Grade, jetzt Lord Grade, war so einer. Er stand hinter meiner früheren serie DANGER MAN [anm.: in Deutschland GEHEIMAUFTRAG FÜR JOHN DRAKE]. Ihm habe ich NUMMER 6 angetragen. Er mochte keine skripte lesen, sondern zog es vor, von der idee zu hören [original kursiv], um sie sich vor seinem geistigen auge vorzustellen. Nachdem er sich das bizarre konzept angehört hatte, zog er ein paarmal an seiner zigarre, ging im büro auf und ab und sagte: "Es ist so verrückt, es könnte funktionieren. Machen wir es. Schlag ein!" Was wir getan haben. Er gab mir einen blankoscheck. Ich hatte sehr viel glück.

F: Man sagt von Ihnen auch, dass Sie während der dreharbeiten das wort "fernsehen" nicht hören wollten. Ist das wahr?

PMcG: Ja, bei fernsehshows gibt es viel zu oft ein verzweifeltes gerangel um manuskripte und sendetermine, dass es zu knauserigkeiten kommt. Wir waren gut vorbereitet und hatten ein ausgezeichnetes produktionsteam. Das ergebnis sah kostspielig aus. Dabei kostete jede episode nur 56.000 Pfund. In den USA gab man damals für einen einminütigen werbespot viel mehr aus.

F: Welche bedeutung haben für Sie die, sagen wir: gimmicks, das logo und so weiter?

PMcG: Um auf Ihre frage nach dem politischen und soziologischen zurückzukommen - die gimmicks, wie Sie sie nennen, waren symbolische kommentare auf aspekte der gesellschaft. Das alte fahrrad zum beispiel stand für fortschritt. Aber man muss nur einmal zusammen mit anderen tausenden fahrern stundenlang im verkehrsstau gestanden haben, um zu wissen, was das bedeutet. In einem verkehrsstau, in einem stehenden fahrzeug, ist man nur statistik, eine zahl, unnütz, ein gefangener - auf einem fahrrad käme man schneller nach hause. Der ballon stand für die größte furcht überhaupt - das unbekannte. Vielleicht die invasion in die privatsphäre. Geheime bürokratie. Interviews. Tod. Steuern. Was auch immer.

F: Interessant, dass es in der serie bei den meisten konfrontationen nur wenig gewalt gab, die dialoge meistens mild und sanft, katz und maus.

PMcG: Alles spaß. Aber irgendwann kommt der moment, wo widerstand notwendig ist. Die letzte episode "Demaskierung" war überhaupt nicht mild und sanft. Da gab es maschinengewehre, menschen starben, zeit für die revolution, und das vor dem hintergrund des Beatles-songs "All You Need Is Love".

F: Ganz allgemein, wie sehen Sie die gegenwart und zukunft des theaters, des kinos und des fernsehens?

PMcG: Das entscheiden die leute, die tickets kaufen und die programme einschalten. Aus gutem grund heißt es "show business". Wenn special-effects für 40.000.000 Dollar tickets für 200.000.000 verkaufen, bekommt man immer mehr vom selben. Aber wenn ein film für 8.000.000 Dollar über einen schwarzen chauffeur und eine exzentrische alte dame, ohne sex oder gewalt [anm.: DRIVING MISS DAISY, 1989, regie: Bruce Beresford], daheim über 100.000.000 Dollar einbringt, spricht man von einem langzeit-zufallserfolg, ohne sequel. Ich sähe es gern, wenn jemand MY RIGHT FOOT machen würde [anm.: MY LEFT FOOT, 1989, regie: Jim Sheridan]. Wir wollen hoffen, dass es immer einen platz geben wird für das experimentelle, das über das medium hinausgeht, ob beim theater, dem film oder beim fernsehen. Gute arbeit kann man ohne finanzierung der publicitymaßnahmen begraben, und die können so umfangreich sein wie das werk selbst. Eine prime-time-fernsehsendung in den Staaten kann als reinfall gelten, die vielleicht nur [original kursiv] zehn millionen menschen angesehen haben. Das soll wiederrum nicht heißen, dass jeder smash-hit ohne qualität wäre.

F: Wenn dem nun so ist und Sie mit NUMMER 6 alle regeln gebrochen haben, haben Sie nicht einmal daran gedacht, eine eher konventionelle, aber dennoch originelle fernsehserie der anderen art zu machen, die vielleicht ein kommerzieller erfolg geworden wäre und Ihnen mehr wege eröffnet hätte?

PMcG: Ich hatte die gelegenheit, so etwas verrücktes zu machen, was ich gemacht habe. So eine gelegenheit bekommt man vielleicht nur einmal im leben. Wenn ich ein narr war, dann war es eben so.

F: Jede episode von NUMMER 6 behandelte ein thema oder einen aspekt, erziehung, politik, was auch immer. Wäre es nicht interessant gewesen, mehr zu machen, andere themen zu bearbeiten?

PMcG: Nein. Im gegenteil, ich denke sieben episoden wären schon ideal gewesen.Weniger wäre mehr gewesen. Noch rätselhafter. Von sieben denke ich, sie halten sich vollständig ans konzept. Die übrigen haben das konzept nur hier und da ausgeweitet.

F: Nummer Sechs wurde von seinen mitbewohnern im Ort oft angegriffen, weil er ein individualist war. Sie selbst wurden von verärgerten zuschauern kritisiert. Glauben Sie, es war es wert, so etwas kontroverses zu machen?

PMcG: Auf jeden fall.

F: Je mehr zeit vergeht, desto mehr leute entdecken NUMMER 6 so, wie Sie es beabsichtigt haben. Dieses buch ist ein beweis dafür. Sie hatten letzten endes recht. Die serie ist inzwischen kult. Die leute diskutieren darüber. Die zahl der fans ist schon legion. Freuen Sie sich darüber?

PMcG: Ein kult kann eine last sein. Andererseits, ich beklage mich nicht.

F: Aber Sie sind ein gefangener?

PMcG: Sicher, aber auf bewährung. Und, wie man sagt: Wir sehen uns.

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Alain Carrazé & Hélène Oswald: THE PRISONER. A Televisionary Masterpiece; mit einem interview mit Patrick McGoohan und einem vorwort von Roland Topor; London 1990/1995, Virgin Books. Das buch kann man bei Amazon oder eBay finden.

 

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