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DANGER MAN: GEHEIMAUFTRAG MIT 60

VON ROGER LANGLEY

Vor sechs jahrzehnten waren erstmals die von Patrick McGoohan gesprochenen worte zu hören: "Every government has its secret service branch, America its CIA, France Deuxième Bureau, England MI5. NATO also has its own. A messy job. And that's when they usually call on me or - someone like me. Oh yes, my name is Drake, John Drake."

   

Eine groß gewachsene, gut gekleidete gestalt eilt, sichtlich in dringender angelegenheit, von seinem appartment in Washington DC über die straße zu seinem geparkten Mercedes cabrio, wirft seinen mantel hinein und fährt davon.

Von Heinz Drache als synchronstimme Patrick McGoohans sind dazu auf Deutsch die worte zu hören: "Jeder staat, jede regierung unterhält einen geheimdienst. Amerika beispielsweise den CIA, Frankreich das Deuxième Büro, England das MI5. Und wenn es sich um eine besonders kitzlige sache handelt, dann ruft man gewöhnlich mich, oder einen meiner kollegen. O ja, entschuldigen Sie, mein name ist Drake, John Drake."

DANGER MAN IN GROSSBRITANNIEN - GEHEIMAUFTRAG FÜR JOHN DRAKE
IN DEUTSCHLAND - SECRET AGENT IN DEN USA

Solchermaßen wurden die britischen fernsehzuschauer mit dem neuesten geheimagenten des mediums bekannt gemacht, einer, der in diensten der NATO stand. Am 12. September 1960 startete die erste halbstündige episode von DANGER MAN, McGoohans erster fernsehserie, die in Deutschland als GEHEIMAUFTRAG FÜR JOHN DRAKE bekannt wurde.

AUS DEM ENGLISCHEN VON ARNO BAUMGÄRTEL

Obwohl die serie nur in schwarz-weiß war, waren die zuschauer auf der ganzen welt in ihren fernsehsesseln alsbald von den geheimaufträgen ein- und mitgenommen. Seine missionen führten ihn weit weg zu exotischen schauplätzen. In wahrheit jedoch kam aufgrund der studioumgebung und der verwendung von stock-footage, vorgefertigtem filmmaterial, kein jet-set-gefühl auf. Aber auf dem kleinen fernsehschirm funktionierte die illusion ganz gut.

MCGOOHAN ALS BRAND
1959 IN EINER BBC-PRODUKTION

Die dreharbeiten begannen 1959, im selben jahr, als McGoohan für seine verkörperung des "Brand" auf einer Londoner theaterbühne wie auch für die fernsehrolle in THE GREATEST MAN IN THE WORLD auszeichnungen gewann. Jedoch war es seine darstellung im jahr zuvor in der fernsehproduktion THE BIG KNIFE, die ihn zur großen rolle von JOHN DRAKE führte. Die serie war ursprünglich von regisseur und produzent Ralph Smart entwickelt worden. Er war bereits gut im fernsehgeschäft mit action-shows etabliert und entdeckte, dass Lew Grade von ATV, einem teil der ITC-gruppe, dabei war, eine britische fernsehserie zu entwickeln, um sie in die USA und in andere märkte zu verkaufen. ITC hatte schon zuvor erfolgreiche kostümabenteuerserien hergestellt und vermarktete jetzt eine neue spannende geheimagentenserie. McGoohans schauspielkünste in THE BIG KNIFE hatten Lew Grade beeindruckt, und so fragte er ihn wegen der hauptrolle für DANGER MAN.

MEHR: GEHEIMAUFTRAG FÜR JOHN DRAKE
VORSPIEL ZUM FINALE: McGOOHAN UND BOND

MEHR: PATRICK McGOOHAN ALS BRAND
DER ORT PORTMEIRION
WER IST NUMMER SECHS? DRAKE ODER BREAK?
MEHR: SCHATTIERUNGEN VON SCHWARZ & WEISS (PDF)

Die hauptfigur der neuen serie würde undercover und überall auf der welt arbeiten, wo es ärger mit gestohlenen geheimnissen und verschwundenen oder gekidnappten diplomaten gab. Eine bedeutsame änderung erfolgte durch McGoohans beharren darauf, dass er auf dem bildschirm nicht mit weiblichen figuren anbandeln

würde. Allerdings gab es eine zweite und für die zeit noch gravierendere änderung in der gesamtanlage, denn der star verkündete, er würde gewalt nicht um ihrer selbst willen ausüben und auch keine waffe als hauptsächliches verteidigungsinstrument einsetzen. Man könnte nun denken, der schauspieler, McGoohan, wäre deswegen ziemlich schnell links liegen gelassen worden. Stattdessen führte seine forderung zu einem neuen frischen typus von held; Drake sollte ein mensch mit idealen sein, der sein leben für den internationalen frieden aufs spiel setzte.

Und so erschien der athletische, mit allerlei technischem schnickschnack hantierende champion der weltstabilität schließlich den fernsehzuschauern, akzente dazu setzte eine machtvolle orchestrale titelmusik [von Edwin Astley; anm.]. Attraktiv waren die schnellen, präzisen auf der ganzen welt stattfindenden handlungsabläufe und das aufgebot wöchentlich wechselnder weiblicher stars.

Insgesamt 39 episoden gingen 1960 an den start. Doch in den USA lief die serie nicht so gut wie erwartet, und so gab es keine pläne für eine zweite staffel. In jeder der mit action vollgepackten episodenhandlungen war Drake irgendwo auf der welt unterwegs, in glutheißen wüsten ebenso wie in verschneiten gebirgen oder auf einem fernöstlichen marktplatz. In der heimat dagegen wagte sich das produktionsteam nie weiter fort als bis nach Nordwales in einen kleinen, eher unbekannten flecken names Portmeirion. Das abgeschieden gelegene hotel-resort musste für Italien doublen, und der realismus seiner architektur und seiner perspektiven wirkte so gut, dass man reichlich filmmaterial belichtete, um die frühen episoden damit aufzupeppen.

Und so sah man im herbst 1960 in der episode "A View From the Villa" [auf deutsch "5 Millionen in Gold"], wie Drake in einem Aston-Martin-cabrio nach Portmeirion hineinfuhr, im gepäck ein ölgemälde des ortes. Zwar verbreitete die publicity, für die serie habe man auf der suche nach schauplätzen "die welt durchkämmt", doch in den schlusscredits wurde Sir Clough Williams-Ellis für die erlaubnis zu den dreharbeiten im hotel gedankt. Um die episoden schmissiger zu gestalten, gab es vor der titelsequenz einen anreißer, wo man erfuhr, auf welche mission Drake nunmehr gehen würde.

MEIN NAME IST

DRAKE, JOHN DRAKE
BOND, JAMES BOND

Andernorts war das franchisegeschäft um JAMES BOND dabei, für die sich abzeichnende filmreihe in den kinos kunstvolle eröffnungssequenzen zu entwerfen, während die hauptfigur verschiedenste utensilien verwendete und sich mit dem klassischen satz vorstellte: "Mein name ist Bond, James Bond."

HÖRZU 4/1968

Von den episoden mit 50 minuten laufzeit sah das deutsche fernsehpublikum in den 60er jahren nur acht. Die aber wurden im abendprogramm zur besten sendezeit ausgestrahlt. "Not So Jolly Roger" war eine davon. John Drake heuert als DJ auf einem piratensender vor der englischen küste an, um feindlichen agenten das handwerk zu legen.

Eingedenk aller beschränkungen, die eine fernsehproduktion mit sich bringt, könnte man sagen, dass eine direkte linie von McGoohans bildschirmagenten zum viel gewalttätigeren schürzenjäger führt, der von Sean Connery seit DR. NO (1962) sehr effektvoll gespielt wurde. Da hatte Drake sich schon zurückgezogen und kam erst 1964 zurück, diesmal in einstündigen episoden und nicht mehr für die NATO im einsatz, sondern als eher allgemeiner geheimagent/spion im dienste der nebulösen britischen abteilung M9. Ironischerweise erhielt McGoohan später die rolle von 007 angeboten, aber er lehnte sie ab.
In der frühen in einem wald spielenden episode "Time To Kill" (mit Derren Nesbitt) nimmt Drake teile eines zerlegten gewehrs aus seinem wagen, lauf, kolben und abzug, die alle an verschiedenen stellen versteckt waren, dazu einen schalldämpfer und ein zielfernrohr, patronen und magazin. Und weil die teile in französischen baguettes, in einer thermosflasche und hinter fahrzeugverkleidungen versteckt waren, fragt man sich doch, wäre es nicht weniger zeitaufwändig und bestimmt unauffälliger gewesen, wenn das gewehr schon zusammengebaut irgendwo im fahrzeug versteckt, aber greifbar gewesen wäre. Nun ja, hier ging es um unterhaltung, nicht logik!
Die ära nach dem Kalten Krieg bot gelegenheit, allerlei schurken aufzufahren, so etwa korrupte regierungsangehörige, söldner oder rebellengruppen, an gegnern herrschte kein mangel.

McGoohans beteiligung erstreckte sich auch auf die choreografie der stunts und kampfszenen. Interessanterweise gab der star sogar presseinterviews und nutzte die gelegenheit, seine sicht auf die figur und ihren charakter darzulegen. Zu zeiten, da sich die presse und magazine für liebeleien interessierten, wurde McGoohan natürlich auch nach bildschirm-romanzen gefragt. Seine antwort war, dass Drake eines tages würde heiraten wollen. Doch solche gesichtspunkte fanden natürlich nie den weg in die drehbücher.

Schmuggel, attentate und hochverrat waren die hauptbestandteile der serie. Drake trat auch in verkleidungen auf und nutzte andere identitäten. All das, zusammen mit seiner dominierenden präsenz, machte DANGER MAN in Großbritannien extrem populär. CBS kaufte die serie als ersatz während des sommers für Steve

McQueens westernserie WANTED - DEAD OR ALIVE, aber der erhoffte durchbruch blieb aus. Doch das weite spektrum an handlungen und die produktionsqualität in kombination mit einer reihe sehr bekannter schauspieler und gaststars, meistens entschieden britische, waren für die zeit beeindruckend. Richard Wattis spielte Drakes vorgesetzten Hardy und trat auch später in den einstündigen episoden auf. Bei der episode "Vacation" führte McGoohan regie, in späteren jahren beschrieb er sie bescheiden als wahrscheinlich die beste.

Mancher plot hallt in THE PRISONER wieder, obwohl es keinen mit einem wie Nummer Sechs entführten titelhelden John Drake gibt. Aus urheberrechtlichen gründen konnte man den namen Drake nicht verwenden und auch weder auf dem bildschirm noch in der öffentlichkeit auf die serie DANGER MAN anspielen. Tatsächlich behauptete man stets mit nachdruck, dass Nummer Sechs ganz sicher nicht Drake war. Auf diese weise und sehr clever - je nach perspektive auch unverhohlen dreist - gelang es McGoohan und seinen mitstreitern, John Drakes fernsehpopularität der vergangenen sechs jahre auf NUMMER 6 zu übertragen, ohne dafür auch nur einen Penny tantiemen zu bezahlen.

An merchandising gab es nicht viel, einige berichte befassten sich hauptsächlich mit dem star. In den USA erschienen comics und taschenbücher. Jahre später sah man McGoohan noch einmal im blockbuster EIS-STATION ZEBRA (1968) im Drake-modus als special agent David Jones im kampf gegen einen doppelagenten, feindliche mächte und beim versuch, an einen hochgeheimen film zu gelangen.

Einige der DANGER-MAN-storys aus den mittsechzigern werden als vorläufer für die eine oder andere PRISONER-episode angesehen. In "Colony Three" und etwa "The Ubiquitous Mr. Lovegrove" gibt es einen geheimen ort und eine traumgeschichte. Zuletzt wurden zwei einstündige abschlussepisoden, "Koroshi" und "Shinda Shima", in farbe und auf 35-millimeterfilm gedreht und für die kinoauswertung unter dem titel "KOROSHI" kombiniert [deutsch: DAS SYNDIKAT DER GRAUSAMEN].

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Was THE PRISONER betrifft, liegt vielleicht eher hier der grund für McGoohan, alle kräfte für sein neues projekt zu bündeln, als dass er vom repetitiven DANGER-MAN-format genug hatte. Vielleicht hat KOROSHI den anstoß für das abenteuer THE PRISONER gegeben und ihn sowie viele aus dem DANGER-MAN-team zurück nach Portmeirion gebracht.

McGoohan fand die zeit der ersten staffel von DANGER MAN stimulierend: "Wenn ich jemand dazu bringen kann, für eine stunde die steuererklärung und die hypothek zu vergessen, dann glaube ich, ist das dienst an der öffentlichkeit."

Dieser beitrag erschien in ausgabe 8 des SIX OF ONE-mitgliedermagazins "Orange Alert"; hier leicht gekürzt, aus dem englischen und adaptiert von Arno Baumgärtel. Mit dank an Roger Langley für die überlassung.


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