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BONJOUR CHEZ VOUS!

Patrick Ducher von Le rÔdeur
aus Frankreich im interview

Französisch hört man in der ersten episode "Die Ankunft" aus dem mund der taxifahrerin. Seit 1987 besteht in Frankreich ein NUMMER 6-fanclub unter dem namen "Le rÔdeur" - "Der Herumstreuner". 2018 jährt sich auch dort zum 50. mal der tag der französischen erstsendung von LE PRISONNIER. Zeit für ein interview mit Patrick Ducher...

   

nr6de: Patrick, danke für dieses interview, wenn auch nicht von angesicht zu angesicht, was ich gern gehabt hätte.

Wenn du dich erinnerst, 2009, als der deutsche PRISONER, bekannt als NUMMER 6, seinen 40. jahrestag der fernsehpremiere feierte, habe ich einer reihe von leuten die frage gestellt: "Was ist besonders an NUMMER 6? Was hat sie an der serie gefesselt?" Und deine antwort damals war, der letzte absatz: "Wie war die frage nochmal, Arno? Warum NUMMER 6 so besonders ist? Na ja, hier ist deine antwort: NUMMER 6 hat mich über das leben gelehrt."

THIS TEXT IN ENGLISH
JEAN-MARC LOFFICIER: DAS GESPENST DER FREIHEIT
ARTE BRINGT NUMMER 6 INS FERNSEHEN ZURÜCK

Der satz ist mir all die jahre im kopf geblieben. Und schließlich steckt etwas davon in vielen antworten auf meine frage, vielleicht sogar auf die eine oder andere weise in jeder antwort. NUMMER 6 hat den lauf des eigenen lebens betroffen. Zweifellos auch, weil fernsehen damals noch relativ neu war und fernsehen als solches das leben von vielen menschen verändert hat. Und das wüsste ich von keinem anderen fernsehprogramm zu sagen. Wie geht es dir jetzt, wo wir den 50. jahrestag erreicht haben? Unglaublich, oder?

PD: Habe ich wirklich gesagt, 'NUMMER 6 hat mich über das leben gelehrt'? Hört sich ein bisschen hochtrabend an. Aber es hat mich eine menge über das leben gelehrt. ;-)

nr6de: Was war ursprünglich dein zugang zu NUMMER 6, wie kam das?

PD: Ich war vielleicht acht oder zehn. Jeden Samstag am nachmittag habe ich im fernsehen eine sendung gesehen, die hieß "La Une est à vous" [etwa: "Die Stunde für Sie"]. Man

– Où suis-je ?
– Au Village.
– Que voulez-vous?
– Des renseignements.
– Dans quel camp êtes-vous?
– Vous le saurez en temps utile... Nous voulons des renseignements, des renseignements, des renseignements.
– Vous n'en aurez pas!
– De gré ou de force, vous parlerez.
– Qui êtes-vous?
– Je suis le nouveau Numéro Deux.
– Qui est le Numéro Un?
– Vous êtes le Numéro Six.
– Je ne suis pas un numéro, je suis un homme libre!
– Ha ! Ha ! Ha ! Ha ! ...

konnte da anrufen und sich eine serie aussuchen. Die waren nach genres sortiert: abenteuer, sci-fi, western, spionage usw. Oft genug wurden da immer dieselben serien ausgewählt: WILD WILD WEST mit Robert Conrad, THE AVENGERS mit Patrick Macnee, WANTED: DEAD OR ALIVE with Steve McQueen, THE OUTER LIMITS etc.* NUMMER 6 war selten dabei, aber ich erinnere mich an eine episode mit dem ballon Rover, der mir solche angst gemacht hat, dass ich mich unter dem tisch meiner großeltern versteckt habe!

nr6de: LE PRISONNIER kam 1968 ins französische fernsehen, gut ein jahr vor NUMMER 6 in Deutschland. Wie ist die serie damals aufgenommen worden?

PD: Ich habe 1992 eine sendung gesehen, von dem ursprünglichen sender, wo es hieß, für etwa 3000 leute sei es ganz gut gelaufen. Gemeint war, dass es nur ein nischenpublikum angezogen hat. Allgemein hatte niemand verstanden, dass NUMMER 6 nicht der John Drake von GEHEIMAUFTRAG FÜR JOHN DRAKE war (oder war er's doch, hm...?). Die serie war in Frankreich (und wohl auch in Deutschland) sehr beliebt. Einige

Interview mit Jean-Michel Philibert

Philibert ist der gründer von Le rÔdeur in Frankreich und co-autor des buches "Le Prisonnier, une énigme télévisuelle"

PD: Wann hast du das erste mal LE PRISONNIER gesehen?

JMP: Das war bei der fernsehpremiere 1968, mit sehr emotionalen erinnerungen, wie an das erscheinen von Rover und Nummer Sechs, wie er über den strand läuft. Und dann beim wiedersehen 1983, fast komplett bei "Temps X", erst da habe ich die bedeutung dieses fernsehmonuments überhaupt realisiert. Da habe ich beschlossen, ins Village zu fahren!

PD: Wie kam die idee zur gründung des ersten - und einzigen - französischen PRISONER-fanclubs zustande?

JMP: Aus einem tiefen gefühl des frusts! In Portmeirion, wo die serie gedreht wurde, habe ich erfahren, dass es einen fanclub gibt: SIX OF ONE. Ich bin gleich mitglied geworden. Dann entstand das bedürfnis, in Frankreich andere begeisterte zu treffen, unsere interessen und neugier zu teilen. Ich habe Roger Langley von Six of One vorgeschlagen, der repräsentant in Frankreich zu werden. So hat alles angefangen.

PD: Was sind deine erinnerungen an conventions?

JMP: So viele... Das menschliche schachspiel in Roanne, das expertenquiz in Saint Etienne, das treffen mit Jacques Thébault [anm.: frz. synchronstimme von PMcG] bei der FNAC [anm.: frz. medienunternehmen], die Lotus-Seven-parade mit unserem freund Christian, das ballett von großen weißen ballons bei einer episodenvorführung in einem kino, die ausstellung von objekten, die von serie inspiriert wurden, der großartige saal im MJC von Perrache [anm.: ein kulturzentrum], der heute nicht mehr existiert und, gegenüber, die sauerkrautorgien!* Aber am bewegendsten bleibt wahrscheinlich das erste treffen 1987 im festsaal eines kleinen dorfes, wo ich das erste mal mein "Bonjours chez vous!" vorgebracht habe.

PD: Literarische adaptionen (novelisationen von Disch, Stine und McDaniel) haben unterschiedlichen erfolg gehabt. Was sagst du dazu?

JMP: Im unterschied zu einigen fans, die jede adaption der serie in neuer form ablehnen, glaube ich, dass man NUMMER 6 auf die art neu sehen kann. Die adaption von Thomas Disch ist sehr interessant, sie wirft ein besonderes licht auf spezielle aspekte der originalserie, auch wenn sie nicht den genialen und avantgardistischen charakter aufbietet.

PD: Ist denn über NUMMER 6 nun alles gesagt, geschrieben und gezeichnet worden?

JMP: Nach allem, was ich schon gesagt habe, kann ich nur sagen nein. Patrick McGoohans werk ist so reich, dass es weiterhin interpretiert werden kann.

PD: Ein wort über dein nächstes projekt im zusammenhang mit NUMMER 6?

JMP: In "Le Prisonnier, une mythologie moderne" (noch nicht erschienen) geht es unter anderem darum zu zeigen, dass die serie "prophetischen" charakter hat, in dem sinne, dass sie 1967 die welt beschrieben hat, in der wir heute leben. Sie ist im grunde allegorisch und macht Nummer Sechs zu einem helden im mythologischen sinn. Der Ort von NUMMER 6 - the Village - ist eine physische manifestation großer themen wie freiheit, verantwortung, einkapselung, selbsterkenntnis... Und ich erinnere zugleich an die originalität eines großartig geschaffenen werkes, dessen echo man in anderen kunstwerken, literarischen, cinematografischen, philosophischen oder künstlerischen vernehmen kann. Diese haben wiederrum haben neue beeinflusst. NUMMER 6, das ist die "Odyssee" der modernen zeiten.

PD: Wird die serie auch noch in 50 jahren bestehen?

JMP: Sicher. Ich kann nur antworten ja! Wenn ich mir die erste episode zum soundsovielten mal ansehe, bin ich immer von ihrer visuellen und emotionalen kraft fasziniert. Und ich komme nicht umhin, sie jedes mal aufs neue zu enträtseln, wieder und wieder...

PD: Nun aber, wer ist Nummer Eins?

JMP: Wir alle sind Nummer Eins und Nummer Sechs. Wir sind abwechselnd wärter und gefangene, wir haben sowohl gefängnisgitter in uns wie die zellenschlüssel.

* Bei den treffen wurde traditionell immer sauerkraut gegessen.

Die fragen stellte Patrick Ducher, veröffentlicht in seinem blog, Mai 2018; deutsch von Arno Baumgärtel

https://www.jenesuispasunnumero.com/interview-avec-jean-michel-philibert-fondateur-du-rodeur/

episoden wurden jahre später immer dann als lückenfüller wiederholt, wenn beim fernsehen gestreikt wurde. Erst 1983, mit der sci-fi-serie TEMPS X, hat es eine neue anspruchsvolle zuschauergeneration angesprochen.

nr6de: Damals, 1968/69, wurden in Frankreich wie auch hier nur 13 episoden gesendet, stimmt das? Wir können für Deutschland nur spekulieren warum, und das haben wir auch getan. Wie war das in Frankreich, was war der grund?

PD: Wie du wahrscheinlich weißt, haben die fernsehsender damals serien immer in 13er staffeln gekauft. Als dann die mutmaßliche zweite staffel von NUMMER 6 mit solchen merkwürdigen episoden wie "---3-2-1-0", "2:2=2" und "Harmony" erschien, beschlossen die fernsehallgewaltigen, nur die letzte episode zu kaufen. Und weißt du was? Wir mussten bis 1984 warten, ehe wir "Pas de deux" zu sehen bekamen!

nr6de: Die episode "Der General" hieß bei euch am anfang "Le Cerveau" - "Das Gehirn". Warum das?

PD: Damals, also 1968, war General De Gaulle der staatspräsident, ein held des Zweiten Weltkrieges. Der titel "Der General" war den verantwortlichen des senders, der unter strikter kontolle des staates war, unangenehm aufgefallen. Und so wurde die episode umbenannt in "Das Gehirn".

nr6de: Jacques Thébault war der französische synchronsprecher für Patrick McGoohan. Ich weiß nicht mehr von wem, aber es hieß, die französische fassung sei eher "flach" und nicht besonders detailgenau. Was sagst du den leuten?

PD: Ich würde bestreiten, dass die synchro "flach" ist. Thébaults stimme war nicht so metallisch-klingend und schneidend wie die von McGoohan, das ist wahr. Aber für unsere französischen ohren war sie perfekt. Thébault war ein anerkannter synchronsprecher und hat viele große Hollywood- (und fernseh-) schauspieler gesprochen, darunter Steve McQueen, Christopher Lee, Clint Eastwood, Paul Newman, um nur ein paar zu nennen. Er starb 2015 mit 90 jahren. In den frühen 90er jahren hat er an einer unserer conventions teilgenommen.

nr6de: 2010 hat der deutsch-französische sender ARTE die vier nicht synchronisierten episoden eingedeutscht. Wir beide haben darüber geschrieben. Hast du einmal die alten episoden mit Horst Naumann als synchronsprecher angehört und dann auch die "neue Nummer Sechs" mit Bernd Rumpf als synchronsprecher? Wenn ja, was sagst du zu seiner arbeit?

PD: Ich habe mir einige der Naumann-episoden angehört ("Das Amtssiegel" zum beispiel) und sie gefallen mir. Ich könnte gar nicht sagen warum, aber ich mag seine arbeit lieber als die von Bernd Rumpf. In Frankreich sind bis 1991 drei episoden ungesendet geblieben. Thébault hat dafür synchronisiert, aber seine stimme klang deutlich anders, älter (na ja, eben 25 jahre später!) und nicht so klar. Vielleicht wie im fall mit Rumpf?

nr6de: Der französische PRISONER-fanclub bzw. die vereinigung heißt Le RÔdeur, es gibt eine eigene website und dazu nun auch einen blog. Erzähl mal etwas über die anfänge! Wer war daran beteiligt?

PD: Christian Delattre, unser webmaster, und ich haben in den späten 1990ern die website entworfen. Der inhalt stammt von mir, Christian hat verschiedene module entwickelt und nachher auch interaktives forum. Im frühjahr dieses jahres [2018] habe ich meinen eigenen blog eingerichtet, um regelmäßig über das

PATRICK DUCHER ERKLÄRT EINFACH ALLES

50-jährige jubiläum der erstsendung zu posten. Ich habe langjährige fans interviewt, journalisten, grafiker usw. In Frankreich besteht immer noch interesse an der serie, starkes interesse, ungeachtet der tatsache, dass die allgemeinheit fernsehen nicht mehr so sieht wie früher. Die jungen verstehen nicht richtig, dass wir damals eine ganze woche auf die nächste episode warten mussten! Heute geht es nur noch um fernsehen bis der arzt kommt...

JEAN-MARC LOFFICIER: DAS GESPENST DER FREIHEIT
ARTE BRINGT NUMMER 6 INS FERNSEHEN ZURÜCK

Im November 2018 haben wir in einem kleinen ort bei Lyon unsere 20. PRISONER-convention veranstaltet. Es gab quizze und spiele, dazu interviews mit vier autoren, darunter Michael Senna, der die erste filmografie in Französisch über McGoohan geschrieben hat, und Bernard Godeaux aus Belgien, der über cinematografische aspekte der serie referiert hat. Jean-Michael Philibert, der gründer von Le rÔdeur, hat einen 450-seitigen essay beigesteuert über philosophische, politische und soziologische aspekte an NUMMER 6. Ich selbst habe eine sammlung mit McGoohan-zitaten (über 200!) vorgestellt.

Bonjour chez vous!

* THE AVENGERS - "Mit Schirm, Charme und Melone"; WANTED: DEAD OR ALIVE - "Josh"

Das interview wurde im Oktober 2018 auf Englisch geführt, fragen und deutsche fassung von Arno Baumgärtel. Von Patrick Ducher zusammen mit Jean-Michel Philibert ist das buch "Le Prisonnier - Une énigme télévisuelle" (Edition Yris) erschienen (neuauflage von 2003).


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